| |
DK8FI > IMKER 06.11.96 10:55l 67 Lines 3780 Bytes #999 (999) @ DL
BID : 6B6DB0NDK004
Read: DK3CZ DH2OAM DL8RDO DL4AI DF2GP DG1NGL PA3CZW DL9ABL DG6SBG DF3EH DG4BUL
Read: DG1RH DH2LA OE5GKL GUEST
Subj: Wachs & Säure
Path: DB0MAK<DB0SON<DB0FP<DB0SRS<DB0ZDF<DB0LJ<DB0ACH<DB0NDK
Sent: 961106/0842z @:DB0NDK.#NRW.DEU.EU [Niederkassel/Bonn-JO30MU] BCM1.38
From: DK8FI @ DB0NDK.#NRW.DEU.EU (Edi)
To : IMKER @ DL
Liebe funkende Imker, imkernde Funkamateure und alle Freunde
unserer Runde !
Ich bedanke mich ganz besonders bei Dieter (DL5QT) und Walter
(DK3CZ) für Ihre Stellungnahmen zu meinem Bericht "sauberes Wachs".
Grundsätzlich teile ich in fast allen Punkten Euere Meinung. Natür-
lich ist der Umgang mit erhitzter Salzsäure gefährlich. Das habe
ich in meinem Beitrag versucht auch deutlich zu sagen. Ich habe
Methoden genannt, um diese Gefährdung in Grenzen zu halten. Ich habe
Euch als erfahrene Imker von meinen erfolgreichen Experimenten be-
richten wollen. Dabei bin ich davon ausgegangen, daß Ihr im Umgang
mit Säuren schon einige Erfahrung erworben habt. Die Varroabehand-
lung führt ja bekannterweise zum Umgang mit Ameisensäure oder ande-
ren Säuren. Darunter befindet sich auch die sog. Oxalsäure. Vor
dieser wurde beim letzten Imkertreffen nochmals eindringlich ge-
warnt und von deren Verwendung abgeraten. Die Dämpfe können beim
Imker unheilbare Lungenödeme auslösen. Es soll mehrere Todesfälle
gegeben haben. Zur Desinfektion gegen die Sporen der Faulbrut wer-
den die Rähmchen und Beuten in Natronlauge (sog. Ätznatron) ge-
kocht. Ich sehe auch da wenig Unterschied im Gefährdungsgrad.
Wie auch von Dieter beschrieben, ist das Wachs aus dem elektrischen
Dampfwachsschmelzer dunkel verfärbt. Bei wachsmottenzerfressenen
stinkenden Uraltwaben ist er gradezu schwarz. Ich habe mich jeden-
falls bemüht dieses Erbe anderer Imker ehrenamtlich aufzuarbeiten.
Ich und andere örtliche Imker waren vom Erfolg meiner Methode be-
geistert. Nochmals richtigstellen muß ich auch, daß ich niemals
unverdünnte Salzsäure verwendet habe. Immer wurde das Wachs unmit-
telbar in Wasser geschmolzen und dann eine geringe Menge verdünnte
Salzsäure diesem Wasser zugesetzt, sodaß eine noch weitere Verdün-
nung stattfand. Die Methode kann nach meinen bisherigen Erkenntnis-
sen noch wesentlich verfeinert werden. Je nach Verschmutzungsgrad
kann nämlich eine sehr geringe Menge Säurezusatz, oder anders aus-
gedrückt, eine extrem verdünnte Säure, zur Reinigung ausreichend
sein.
Falls überhaupt noch ein Interesse besteht, könnte ich im nächsten
Schritt ein genaueres Rezept erarbeiten, mit Angabe der Mengen für
Wachs, Wasser und Säure.
Ich hatte ja auch in Erwägung gezogen das Altwachs im Fachhandel
aufarbeiten zu lassen, aber ich denke, die hätten den "Teer" nicht
angenommen.
Inzwischen wurden in gemeinsamer Arbeit Mittelwände gegossen. Am
23.11. soll dies fortgesetzt werden. Privat gieße ich auch Kerzen.
Da ich meine eigenen Bienen ohne Mittelwände bauen lasse, habe ich
jetzt für den Eigenbedarf genug Gießwachs. Ich versuche es, wie von
Euch beschrieben, im Sonnenwachsschmelzer zu gewinnen. In der kal-
ten Jahreszeit habe ich alternativ einen elektrisch beheizten Bak-
kofen dazu benutzt. Von der Qualität her ist jedoch der Sonnen-
wachsschmelzer unübertroffen.
Zum Teil habe ich durch viele direkt adressierte Mails etwas den
Überblick verloren. So habe ich noch eine unbeantwortete Nachricht
von Dieter gefunden. Er bat um meine Tel.Nr. Diese ist nicht geheim
und lautet: 0221/681442 . Irgendwann klappt ja vielleicht doch noch
mal ein QSO auf KW. Ich bin jedenfalls einigermaßen QRV.
Ich bedanke mich nochmal für Eure informativen Beiträge zum Thema
Wachs und seine Verarbeitung.
ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º Û²±° Viele Grüße von E d i aus K o e l n °±²Û º
º Û²±° DK8FI @ DB0NDK QRG 430.675 MHz °±²Û º
º Û²±° 05.11.1996 21:00 MEZ °±²Û º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
Read previous mail | Read next mail
| |