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DK3CZ  > IMKER    05.11.96 16:37l 70 Lines 3372 Bytes #999 (999) @ DL
BID : 5B6DB0MAK002
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Subj: Wachs und noch mehr!
Path: DB0MAK
Sent: 961105/1436z @:DB0MAK.#BAY.DEU.EU [Marktredwitz, JO60BA] BCM1.38
From: DK3CZ @ DB0MAK.#BAY.DEU.EU  (Walter)
To  : IMKER @ DL
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Hallo Imkerfreunde o. Funkende Imker.
 
Ich habe nun beide Berichte über die Wachsbehandlung, DK8FI und 
DL5QT, aufmerksam gelesen.
Auch ich bin mit dem Dieter einer Meinung, daß man Anwendungen 
mit Säure überhaupt nicht erst in Erwägung ziehen sollte und 
schon garnicht veröffentlichen. 
ich habe nun schon viel über Wachsgewinnung gelesen aber eine 
Reinigung mit Säure ist mir noch nicht untergekommen.
Dieses Verfahren ist erstens zu gefährlich und dann obendrein zu 
kostspielig und nur als Versuch, Könnern zu empfehlen!
  
Aus dem Dieter, DL5QT, spricht der Praktiker, der schon grosse 
Erfahrung mit Wachs hat. Ich selbst habe zwei 
Sonnenwachsschmelzer im Einsatz, pro Stück 150,00 DM 
Anschaffungspreis, der sich schon lange amotisiert hat. Hier 
bekomme ich das sauberste Wachs zur sofortigen Wiederverwertung!
Für uns Hobbyimker ist diese Lösung sehr kostengünstig, denn ein 
elektrischer Wachsschmelzer lohnt sich erst ab ca. 30 Völkern.  
Hier fallen schon große Mengen an Altwachs an. In meinen 
Sonnenwachsschmelzer kann ich in der Zeit von Mai bis August pro 
Tag 8 Waben schmelzen. 
Im übrigen halte ich es wie Dieter, DL5QT, den Bienenvölkern die 
Möglichkeit zu geben jedes Jahr mindestens 50% an Neubau von 
Waben zuzumuten.
Eine gute Lösung wäre auch "Großmutters alter Waschkessel"!
Im Freien aufgestellt bietet er im Sommer und Herbst genügend 
Möglichkeit dort sauberes Wachs auf billige Art zu bekommen.
Vor über 20 Jahren habe ich das bei einem Wachslehrgang erlebt 
und war begeistert, nur ist so ein Kessel einfach nicht mehr zu 
bekommen, die Waschmaschienen haben diese Art von Nostalgie 
völlig verdrängt.
Bei dieser Art von Wachsgewinnung bekommt man außerdem noch 
blitzsaubere Rähmchen, als kostenlose Zugabe.
Natürlich muß man hier sehr umsichtig sein, denn kochend heißes 
Wasser sprudelt sofort auf wenn man die Rähmchen eintaucht, hier 
ist auch Schutzkleidung, wie Gummischürze, Handschuhe und 
Schutzbrille zu empfehlen.
 
So und nun noch etwas zum Thema Wachs:
In der Zeit der Winterruhe unserer Bienen sollten wir uns in der 
Vorweihnachtszeit vielleicht der Kerzenerzeugung zuwenden.
Für unsere treuen Honigkunden gibt es kein schöneres Geschenk als 
so eine wohlduftende, reine Bienenwachskerze geschenkt zu 
bekommen. Der Imker der seine fleißigen "Heimarbeiterinen" gut 
versorgt hat wird auch genügend Wachs zur Verfügung haben.
 
In der Stillen Jahreszeit gibt es für den Imker genügend zu tun.
Die Bienenbeuten sollten nachgesehen und gereinigt werden und der 
Vorrat an gedrahteten neuen Rähmchen sollte in aller Ruhe 
durchgeführt werden.  
Vor allem sollte der Imker für absolute Ruhe im Bienenhaus oder 
bei Freiaufstellung sorgen. Ev. sind Vogelschutznetze 
anzubringen, denn vorwitzige Spechte könnten hier einen 
geeigneten Futterplatz ausgemacht haben.
Ein wöchentlicher Kontrollgang sollte deshalb auch so geräuschlos 
wie möglich von statten gehen! Die Wabenschränke sind wohl jetzt 
vor den gefürchteten Wachsmotten schon ziemlich sicher, doch eine 
generelle Nachschau über den Zustand des gesammten Wabenmaterials 
kann nicht schaden.
Nun kann der Imker nur noch hoffen, daß die kommenden Monate 
bienenfreundlicher werden als im letzten Jahr. 
    
So das war,s dann von mir, ich hoffe hiermit auch einen kleinen 
praktischen Beitrag zu Rubrik Imker eingebracht zu haben.
vy 73 de Walter, DK3CZ
 
  
   
 


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