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DB0FHN

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DL9ZEA > FUNKWX   22.04.03 09:09l 91 Lines 6239 Bytes #999 (30) @ DL
BID : HDQHIIDB0MGB
Read: DB0FHN DK1NAH GUEST
Subj: Berkungen zum FWX II
Path: DB0FHN<DB0ZWI<DB0HDF<DB0ERF<DB0MGB
Sent: 030422/0718z @:DB0MGB.#SAA.DEU.EU [Magdeburg OP:DL6MRA] DP6.00 $:HDQHIIDB
From: DL9ZEA @ DB0MGB.#SAA.DEU.EU (Horst)
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s FUNKWX @ DL # 30 Bemerkungen zum FWX II

     ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
     º ÛÛ²²±±°°°°°°°Bemerkungen zum Funkwetter von DL9ZEA°°°°°°°±±²²ÛÛ º
     º ÛÛÛÛÛÛÛ²²²²²±±±±±±±Begriffe und Erläuterungen±±±±±±±²²²²²ÛÛÛÛÛÛ º
     ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
 
                                                            Teil 2

     Während der geringsten  Sonnenaktivität empfängt man  von der Sonne
     eine recht gleichmäßige und kontinuierliche  Radiostrahlung, natür-
     lich kommt ein gewisser Anteil  auch aus  dem Weltraum schlechthin.
     Die Radiostrahlung ist in Bereichen von 20 MHz bis 30 GHz nachweis-
     bar. Die solare  Radiostrahlung  kommt aus unterschiedlichen Tiefen
     der Sonnenatmosphäre. So  zeigt sich beispielsweise, daß die Zenti-
     meterwellen wie auch das sichtbare Licht aus der Photosphäre kommt,
     wogegen Strahlung von etwa 50 cm Wellenlänge  an  aufwärts nur noch
     aus der inneren Korona zu uns gelangen. Deshalb  sieht die Sonne im
     Radioteleskop wesentlich größer  aus.  Die  gleichförmige und unge-
     störte Radiostrahlung wird in zeitlich wechselnder Stärke durch ei-
     ne zusätzlichr Strahlungskomponente überlagert, die eng mit den Er-
     scheinungen auf der Sonne zusammen hängen. Diese Strahlung  der ge-
     störten Sonne zeigt eine schwankende Intensität.Es kommen aber auch
     plötzlich sehr intensive Strahlungsausbrüche vor, die Stunden,  Mi-
     nuten oder nur Sekunden andauern können. Starke Strahlungsausbrüche
     kann man sogar mit einem normalen UKW-Empfänger nachweisen.  Es hat
     sich herausgestellt, daß  derselbe  Strahlungsausbruch in verschie-
     denen Frequenzbereichen auch zu unterschiedlichen  Zeiten  auf  der
     Erde registriert wird.Dabei wird z.B.zuerst ein Anstieg auf 200 MHz
     beobachtet,dem etwa zwei Minuten später ein Anstieg auf 100 MHz und
     schließlich mit etwa 6 Minuten Verzögerung bei  60  MHz  folgt. Das
     gleiche Ereignis auf der Sonne ist also zu unterschiedlichen Zeiten
     auf verschiedene Frequenzen zu beobachten. In großer Höhe über  den
     Erdboden befindet sich eine  Schicht  aus stark ionisierte Gase, an
     der die elektromagnetischen Wellen reflektiert werden.Die Reflexion
     dieser Schicht bzw. die Fähigkeit elektromagnetische Wellen  zu re-
     flektieren ist jedoch wellenabhängig. Signale aus dem Mittelwellen-
     bereich werden von tieferen Schichten der  Ionosphäre reflektriert,
     solche aus dem Kurzwellenbereich dagegen erst in höheren  Gebieten.
     Der Ionisationsgrad erwies sich in der am höchsten liegenden Region
     der F-Schicht am stärksten. Die untere D-Schicht hat  für den Kurz-
     wellenbereich eine starke Absorptionswirkung.Ist die D-Schicht sehr
     kräftig ausgebildet, dann können  die  Kurzwellen nicht mehr bis zu
     den reflektierenden F-Schichten durchdringen. Der Fernempfang  wird
     dadurch empfindlich gestört oder kann  sogar  völlig  zum  Erliegen
     kommen.Strahlungsausbrüche im Ultraviolettbereich liefern die Ioni-
     sationsenergie für die D-Schicht. Also besteht ein direkter  Zusam-
     menhang zwischen Ereignissen auf der Sonne und den  Ausbreitungsbe-
     dingungen der elektromagnetischen Wellen  auf  der Erde.  Bei  sehr
     starker Absorbtion  liegt  dann  der  gefürchtete  Mögel-Dellinger-
     Effekt vor. Dies ist in Zeiten des Sonnenfleckenmaximums  häufig zu
     beobachten.  Hier werden je  nach  Stärke  mehr  oder weniger große
     Frequenzbereiche betroffen. Deshalb ist es auch wichtig, eine  gute
     Kenntnis über die gegenwärtigen Ausbreitungsbedingungen zu haben,um
     die Frequenzplanung wirkungsvoll  zu  gestalten. Besonders  wichtig
     für die Teilnahme an großen Contesten oder im kommerziellen Bereich
     Wer eine gute Vorhersage treffen will, muß den gegenwärtigen  Strom
     der Partikel kennen und die  Strahlung im Ultrviolett- und Röntgen-
     bereich. Einbrüche solarer Partikel in den erdnahen  Raum  bewirken
     eine Störung des Erdmagnetfeldes. Diese Störungen oder auch Magnet-
     stürme treten bevorzugt etwa  1 bis 2  Tage  nach großen Eruptionen
     auf. Bei starken Störungen können sich, besonders in hohen Breiten,
     die Kompaßnadeln bewegen. Partikelströme verhalten sich  elektrisch
     wie große Metallkörper. Durch die Bewegung  im  Erdmagnetfeld  wird
     ein Strom induziert.Dieser Strom erzeugt nun wieder ein Magnetfeld,
     das dem primären Magnetfeld der Erde überlagert wird. Wir haben ein
     aktives Magnetfeld oder  gar  einen  Magnetsturm.  Chromosphärische
     Eruptionen erzeugen nach 17 bis 30 Stunden Reaktionen im Erdmagnet-
     feld. Das vom Erdkern her eigentlich stabile Magnetfeld ist ohnehin
     schon durch den ständigen Sonnenwind  verformt und  reicht weit ins
     Weltreich  hinaus. Kommen  zusätzliche Störungen, wird es mehr oder
     weniger aus seiner stabilen Lage gebracht,es schwingt oder pulsiert
     Hier liegen die Ursachen für den rauhen Ton und für verbrummte Sig-
     nale bei Aurora. Die Erde ist symmetrisch zur Äquatorebene von  ei-
     nem torusförmigen Gebiet umgeben,in dem das Erdmagnetfeld kosmische
     Partikel wie in einem Käfig  gefangenhält. Dieser  Bereich  ist der
     Strahlungsgürtel der Erde, der sicher auch  einen  Beitrag  zu  den 
     Ausbreitungsbedingungen  der  elektromagnetischen  Wellen  leistet.
     Persönlich denke ich da an  ein  Zustandekommen  der Langzeitechos,
     die auf Kurzwelle oft beobachtet wurden. Signale kommen nach vielen
     Sekunden oder gar Minuten wieder zur Erde zurück. Wo bleiben  diese
     Signale die ganze Zeit über ? Vielleicht werden sie im  Strahlungs- 
     gürtel der Erde deponiert und nach einer bestimmten Zeit  an  einer 
     "defekten" Stelle  des Strahlungsgürtels wieder entlassen. Entweder
     in Richtung Erde oder in den Weltenraum.Hier geht der Informations-
     gehalt dieser Signale für uns verloren.
     ___________________________________________________________________
     April 2003 - DL9ZEA  Teil 2 - Bemerkungen zum Funkwetter 


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