OpenBCM V1.13 (Linux)

Packet Radio Mailbox

DB0FHN

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DL1RNQ > AX25     18.11.94 10:54l 402 Lines 19183 Bytes #-11639 (0) @ DL
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de DL1RNQ @ DB0BRB.#BRB.DEU.EU

to AX25 @ DL

============================================================================

2.3.4.3.4 Meldung   "Unnumerierte    Bestaetigung"    (UA,    unnumbered
          acknowledge)

Die UA-Meldung wird verwendet, um dem  Empfang  und  die  Annahme  eines
SABM- oder DISC-Kommandos zu bestaetigen. Das empfangene  Kommando  wird
erst  bearbeitet,  nachdem  die  UA-Meldung  ausgesandt  ist.  UA-Blocks
duerfen kein I-Feld enthalten.

2.3.4.3.5 Meldung "Verbindungsrueckweisung" (DM, disconnected mode)

Die DM-Meldung wird von einer DXE ausgesandt, falls sie Blocks von einer
Station empfaengt, mit der sie nicht  verbunden  ist,  die  keine  SABM-
oder UI-Blocks sind. In diesem Fall soll im Kontrollfeld  des  DM-Blocks
das F-Bit auf Eins gesetzt sein.

Die DM-Meldung wird auch als Antwort auf  einen  SABM-Block  ausgesandt,
um anzuzeigen, dass  die  DXE  z.Zt.  keine  Verbindung  annehmen  kann.
(Dieses ist der Fall, wenn die DXE bereits die maximal moegliche  Anzahl
von Verbindungen hergestellt  hat,  also  besetzt  ist,  oder  wenn  die
DXE keine Verbindungen annehmen soll.)

DM-Blocks enthalten kein I-Feld.

2.3.4.3.6 Kommando  oder   Meldung   "Unnumerierte   Information"   (UI,
          unnumbered information)

UI-Blocks koennen sowohl als Kommando als auch  als  Meldung  ausgesandt
werden.

UI-Blocks  enthalten  ein  PID-  und  ein  Informationsfeld  und  werden
verwendet, um Informationen entlang der Verbindung  ohne  Flusskontrolle
zu transportieren. Da diese Blocks nicht der Flusskontrolle unterliegen,
kann man den Verlust eines UI-Blocks nicht erkennen oder korrigieren.

Ein empfangener UI-Block mit gesetztem P-Bit sollte  bestaetigt  werden.
Die Antwort sollte ein  DM-Block  sein,  wenn  die  DXE  nicht  mit  der
anderen verbunden ist, sonst ein RR- oder RNR-Block.

2.3.5 Meldung von Fehlern und deren Berichtigung

Es gibt einige Fehler, die auf dem Link-Level entstehen koennen und  die
man berichtigen kann, ohne die Verbindung abzubrechen. Dieses sind  z.B.
Uebertragungsfehler oder Ablaufstoerungen innerhalb der DXE.

2.3.5.1 Nicht-Empfangsbereitschaft

Falls eine DXE zeitweilig nicht in  der  Lage  ist,  weitere  Blocks  zu
empfangen, weil z.B. die Empfangspuffer voll sind, so  wird  sie  dieses
der Gegenstation durch Aussenden eines Blocks mit der Meldung RNR (nicht
empfangsbereit) mitteilen. Das Ende der  Nicht-Empfangsbereitschft  wird
der Gegenstation durch Aussenden eines RR-, REJ-, UA-  oder  SABM-Blocks
angezeigt.

2.3.5.2 Fehler in der Sendefolgenummer

Falls  die  Sendefolgenummer  N(S)  eines  ohne  CRC-Fehler  empfangenen
I-Blocks nicht mit dem Empfangsfolgezaehler  V(R)  uebereinstimmt,  dann
ist ein Fehler in  der  Sendefolgenummer  aufgetreten,  und  das  I-Feld
dieses Blocks wird verworfen. Der  Empfaenger  wird  diesen  Block,  wie
auch folgende Blocks nicht bestaetigen, bis er  einen  Block  empfaengt,
dessen Sendefolgenummer mit dem Empfangsfolgezaehler uebereinstimmt.

Das Kontrollfeld  solcher  I-Blocks  wird  jedoch  ausgewertet  und  zur
Steuerung der Verbindung verwendet. Z.B.  kann  die  Empfangsfolgenummer
die in der Gegenrichtung ausgestrahlten I-Blocks bestaetigen.

(Fehler in der Sendefolgenummer treten auf,  wenn  zwischenzeitlich  ein
I-Block gestoert wurde und auf Grund eines CRC-Fehlers nicht ausgewertet
werden konnte.)

2.3.5.3 Wiederholung nach REJ

Eine  DXE  verwendet  die  Meldung  REJ  dazu,  die   Gegenstation   zur
Wiederholung von I-Blocks aufzufordern, nachdem sie einen Fehler in  der
Sendefolgenummer  erkannt  hat.  Es  ist  in  jeder  Richtung  nur  eine
Wiederholungsaufforderung zur Zeit zulaessig.

Die Gegenstation berichtigt den Fehler, indem  sie  alle  unbestaetigten
I-Blocks, beginnend  mit  dem  im  REJ-Block  angeforderten,  wiederholt
(maximal soviel, wie die erlaubte Zahl unbestaetigter I-Blocks).

2.3.5.4 Wiederherstellung nach Ablauf der Zeitueberwachung

2.3.5.4.1 Wiederherstellung nach Ablauf von Zeitgeber T1

Falls eine DXE wegen eines Uebertragungsfehlers einen einzelnen  I-Block
oder den letzten I-Block einer Folge nicht empfaengt, so wird sie keinen
Fehler  in  der  Sendefolgenummer  feststellen  und  somit  auch  keinen
REJ-Block senden.  Dei  andere  DXE,  die  die  unbestaetigten  I-Blocks
ausgesandt hat, soll nach Ablauf des Zeitgebers T1 geeignete  Massnahmen
einleiten, um  zu  bestimmen,  mit  welchem  I-Block  eine  Wiederholung
begonnen werden  muss.  Die  Massnahmen  sind  in  2.4.4.9  beschrieben.
Dieser Zustand wird aufgehoben durch den Empfang einer Bestaetigung  der
ausgesandten I-Blocks oder durch das Ruecksetzen der  Verbindung  (siehe
2.4.6).

2.3.5.4.2 Wiederherstellung nach Ablauf von Zeitgeber T3

Der Zeitgeber T3 soll sicherstellen, dass die Verbindung  noch  besteht,
auch wenn laengere Zeit keine Information uebertragen wurde. Immer  wenn
T1 nicht laeuft (keine unbestaetigten I-Blocks),  wird  T3  benutzt,  um
in regelmaessigen Abstaenden die andere DXE der  Verbindung  abzufragen.
Wenn  T3  ablaeuft,  wird  ein  RR-  oder  RNR-Block  als  Kommando  mit
gesetztem  P-Bit  ausgesandt.  Anschliessend   wird   wie   in   2.4.4.9
beschrieben auf die Bestaetigung gewartet.

(Ausserdem koennte der RR-Block einer DXE, die nach einem Zustand "nicht
empfangsbereit" wieder empfangsbereit wird, verloren  gehen.  Mit  Hilfe
des Zeitgebers T3 kann dann  festgestellt  werden,  dass  diese  Station
empfangsbereit ist, da sie mit einem RR-Block antworten wird, nicht  mit
einem RNR-Block.)

2.3.5.5 Fehler in der Blockpruefzeichenfolge

Ein Block mit einem Fehler in der Blockprufzeichenfolge wird  verworfen,
ohne dass weitere Aktionen veranlasst werden.

2.3.5.6 Zustand der Blockrueckweisung

Der  Zustand  der  Blockrueckweisung  tritt  ein,   sobald   ein   sonst
fehlerfreier Block empfangen wurde, der mindestens eine der  Bedingungen
aus 2.3.4.3.3 erfuellt.

Ist einmal der Zustand der Zurueckweisung eingetreten, so  werden  keine
weiteren I-Blocks akzeptiert (mit Ausnahme der Beachtung des  P/F-Bits),
bis der Fehler beseitigt ist. Der Fehlerzustand  wird  der  anderen  DXE
durch Aussenden eines FRMR-Blocks angezeigt (siehe 2.4.5).

2.4 Beschreibung der Uebermittlungsvorschrift

In den folgenden Absaetzen werden die  Vorschriften  (engl.  procedures)
zum  Aufbau,  Gebrauch  und  Abbau  einer   Verbindung   zwischen   zwei
gleichberechtigten DXE's beschrieben.

2.4.1 Vorschriften fuer die Adressierung

2.4.1.1 Adressinformation

Alle ausgesandten Blocks sollen ein  Adressfeld  enthalten,  wie  es  in
2.2.13  beschrieben  ist.  Alle  Blocks  sollen   sowohl   die   Adresse
(Rufzeichen)  des  Empfaengers  als  auch  die  Adresse  des   Absenders
enthalten, wobei die Empaengeradresse an erster  Stelle  steht.  Dadurch
ist es moeglich, dass  viele  Verbindungen  gleichzeitig  auf  demselben
HF-Kanal bestehen.

Die  Empfaengeradresse  kann  auch  der  Name  einer  Gruppe,  oder  ein
Club-Rufzeichen sein, wenn eine Aussendung an mehrere Stationen  erlaubt
ist (z.B. Rundsprueche oder Bakenmeldungen mit UI-Blocks). Das  Arbeiten
mit Empfaengeradressen, die kein gueltiges Amateurfunk-Rufzeichen  sind,
wir weiter untersucht.

2.4.1.2 Unterscheidung zwischen Kommando und Meldung

In der Version 2.0 des AX.25 Protokolls ist die Unterscheidung  zwischen
Kommando und Meldung im Adressfeld enthalten. Um mit frueheren Versionen
kompatibel zu bleiben, wird diese Information in zwei Bits uebermittelt.
Sie ist im Bit 7 des SSID-Bytes der Empfaenger-  und  der  Senderadresse
enthalten.

Eine abwaertskompatible AX.25 DXE kann anhand  der  Information  in  den
Kommando/Meldungs-Bits erkennen, ob sie mit einer Gegenstation verbunden
ist, die eine aeltere Version  des  Protokolls  verwendet.  Falls  beide
C-Bits auf Null gesetzt sind, verwendet  die  Gegenstation  das  aeltere
Protokoll. In der neueren Version des Protokolls ist jeweils ein Bit auf
Null, das andere auf Eins gesetzt, abhaengig davon, ob es  sich  um  ein
Kommando oder eine Meldung handelt.

Die Kommando/Meldungs-Bits sind kodiert wie in Abb. 8 gezeigt.

    -----------------------------------------------------------
    | Blocktyp           | Empf. SSID C-Bit | Abs. SSID C-Bit |
    |---------------------------------------------------------|
    | fruehere Versionen |        0         |        0        |
    | Kommando (V. 2.0)  |        1         |        0        |
    | Meldung (V. 2.0)   |        0         |        1        |
    | fruehere Versionen |        1         |        1        |
    -----------------------------------------------------------
    Abb. 8 -- Kommando/Antwort-Kodierung

Es werden alle Blocks entweder als Kommando oder als Meldung  angesehen,
so dass in der Version 2.0 dieses  Protokolls  immer  eines  der  C-Bits
auf Null, das andere auf Eins gesetzt sein soll.

Durch die Zusaetzliche  Kommando/Meldung-Information  koennen  im  AX.25
S-Blocks sowohl Kommando-, als auch Meldungsblocks  sein.  Dieses  hilft
bei der Aufrechterhaltung der Kontrolle ueber  die  Verbindung  waehrend
der Phase der Datenuebermittlung. (Im Original  steht  nichts  darueber,
wie diese  Hilfe  aussehen  soll:  Wenn  laengere  Zeit  keine  I-Blocks
ausgestrahlt worden sind, soll nach Ablauf des Zeitgebers T3 nachgefragt
werden, ob die Verbindung noch besteht. Dieses geschieht mit  einem  RR-
oder RNR-Block mit gesetztem P-Bit, der als  Kommando  ausgesandt  wird.
Die Antwort soll ein RR- oder RNR-Block mit gesetztem  F-Bit  sein,  der
als Meldung uebertragen wird. Dieses kann nur dann richtig funktioieren,
wenn  beide  Stationen  zwischen  Kommando  und  Meldung  bei  RR-  oder
RNR-Blocks  unterscheiden  koennen.  Siehe  dazu  auch   2.3.5.4.2   und
2.4.4.9.)

2.4.2 Vorschriften fuer das P/F-Bit

Eine DXE soll auf einen SABM- oder DISC-Kommandoblock, in dem das  P-Bit
auf Eins gesetzt ist, mit einem UA- oder DM-Meldungsblock antworten,  in
dem das F-Bit auf Eins gesetzt ist. (Anmerkung: Das  P-  und  das  F-Bit
stehen im Kontrollfeld an der gleichen Stelle.  In  einem  Kommandoblock
wird dieses Bit als P-Bit  interpretiert,  in  einem  Meldungsblock  als
F-Bit.)

Eine DXE soll auf einen I- oder S-Kommandoblock, in dem  das  P-Bit  auf
Eins gesetzt ist, mit einem RR-, RNR- oder REJ-Meldungsblock  antworten,
in dem das F-Bit auf Eins gesetzt ist, wenn der I- oder S-Block von  der
Gegenstation stammt, mit der die DXE verbunden ist.

Eine DXE soll auf einen I- oder S-Kommandoblock, in dem  das  P-Bit  auf
Eins gesetzt ist, mit einem DM-Meldungsblock antworten, in dem das F-Bit
auf Eins gesetzt ist, wenn der I- oder S-Block von einer Station stammt,
mit der die DXE nicht verbunden ist.

Das P-Bit wird im Zusammenhang mit der Wiederherstellung nach Ablauf des
Zeitgebers T3 verwendet (siehe 2.3.5.4).

Wird das P/F-Bit nicht benoetigt, so soll es auf Null gesetzt sein.

2.4.3 Vorschriften fuer den Auf- und Abbau einer Verbindung

2.4.3.1 Aufbau einer LAPB-Verbindung

Wenn eine DXE eine Verbindung mit einer anderen DXE wuenscht, so  sendet
sie einen SABM-Kommandoblock zu dieser Station und startet den Zeitgeber
T1. Falls die andere DXE diesen  Block  empfangen  und  eine  Verbindung
aufnehmen kann, wird sie mit einem UA-Meldungsblock antworten  und  ihre
beiden Folgezaehler (V(S) und V(R)) auf Null  setzen.  Der  Empfang  des
UA-Blocks veranlasst die DXE, welche  die  Verbindung  aufbauen  wollte,
den Zeitgeber T1 zu stoppen und  auch  ihre  Folgezaehler  auf  Null  zu
setzen.

Falls die andere DXE nicht antwortet bevor der  Zeitgeber  T1  ablaeuft,
wird die anfordernde DXE den SABM-Block nochmal aussenden und T1  wieder
starten.  Die  DXE  soll  N2  Versuche  machen,  durch   Aussenden   des
SABM-Blocks die Verbindung herzustellen. N2 ist in 2.4.7.2 definiert.

Falls eine DXE nach Empfang  eines  SABM-Blocks  entscheidet,  dass  sie
nicht bereit ist eine Verbindung aufzunehmen, soll  sie  einen  DM-Block
aussenden (siehe auch 2.3.4.3.5).

Die DXE, die den SABM-Block ausgesandt  hat,  soll,  nachdem  sie  einen
DM-Block empfaengt, den Zeitgeber T1 stoppen und nicht weiter versuchen,
die Verbindung aufzubauen.

Die die Verbindung anfordernde  DXE  wird  alle  Blocks  ignorieren  und
verwerfen, ausser SABM-, DISC-, UA- und  DM-Blocks  der  gerufenen  DXE.
(Im Original wird hier nicht  darauf  eingegangen,  wie  sich  eine  DXE
verhalten soll, die mehrere Verbindungen  gleichzeitig  aufnehmen  kann.
Sinnvollerweise sollte das in diesem Absatz Gesagte dann  nur  fuer  den
einen logischen Kanal gelten, ueber den die andere DXE gerufen wird.)

Andere als UA- oder DM-Blocks als Antwort auf  einen  SABM-Block  werden
nur dann ausgesandt, wenn  die  Verbindung  hergestellt  ist  und  keine
unbestaetigten SABM-Blocks existieren. (Vollkommen unverstaendlich!  Die
einzigen  im  AX.25  Protokoll  als   Antwort   auf   einen   SABM-Block
vorgesehenen Blocks sind UA- oder DM-Blocks. Siehe auch 2.3.4.3.1.)

2.4.3.2 Phase der Datenuebermittlung

Nachdem die Verbindung hergestellt ist, wird die DXE den Zustand  "Phase
der Datenuebermittlung" einnehmen. In diesem Zustand wird die  DXE  nach
der in 2.4.4 beschriebenen  Vorschrift  I-  und  S-Blocks  annehmen  und
aussenden.

Falls  die  DXE  waehrend   der   Phase   der   Datenuebermittlung   ein
SABM-Kommando von der Gegenstation empfaengt, so wird sie die Verbindung
nach der in 2.4.6 beschriebenen Vorschrift ruecksetzen.

2.4.3.3 Abbau der Verbindung

In der Phase der Datenuebermittlung kann jede der  DXE's  einen  Abbruch
der Verbindung anfordern, indem sie einen DISC-Block aussendet  und  den
Zeitgeber T1 startet.

Eine DXE soll, nachdem sie ein  gueltiges  DISC-Kommando  erhalten  hat,
einen UA-Block aussenden und in den Zustand  "Frei"  uebergehen.  Sobald
die andere DXE als Antwort auf ihr DISC-Kommando einen UA- oder DM-Block
empfaengt, soll sie den  Zeitgeber  T1  stoppen  und  ebenfalls  in  den
Zustand "Frei" uebergehen.

Falls kein UA- oder DM-Block empfangen  wird,  bevor  der  Zeitgeber  T1
ablaeuft, soll  der  DISC-Block  wiederholt  und  der  Zeitgeber  erneut
gestartet werden. Nachdem dieses N2-mal geschehen ist, soll die  DXE  in
den Zustand "Frei" uebergehen.

2.4.3.4 Der Zustand "Frei"

Im Zustand "Frei" soll eine DXE alle  empfangenen  Kommandos  beobachten
und auf ein SABM-Kommando, wie in 2.4.3.1  beschrieben,  reagieren.  Als
Antwort auf ein DISC-Kommando soll sie einen DM-Block aussenden.

Im Zustand "Frei" kann die DXE den  Aufbau  einer  Verbindung  beginnen,
wie es in 2.4.3.1 beschrieben ist.

Auf Kommandoblocks mit gesetztem P-Bit ausser SAMB- oder UI-Blocks  soll
eine DXE mit einem DM-Block antworten, in dem  das  F-Bit  gesetzt  ist.
Der empfangene Block soll nicht weiter beachtet werden.

Wenn eine DXE nach einem  Fehlerzustand  oder  aufgrund  eines  internen
Fehlers in den Zustand "Frei" uebergeht, so soll  sie  dieses  anzeigen,
indem sie einen  DM-Meldungsblock  aussendet  anstatt  einen  DISC-Block
auszusenden und die Abbruchprozedur in  2.4.3.3  durchzufuehren.  Danach
kann die DXE versuchen, die Verbindung, wie in 2.4.3.1 beschrieben,  neu
aufzubauen.

2.4.3.5 Wiederherstellung nach Kollisionen

2.4.3.5.1 Kollisionen in einer Halbduplex-Umgebung

Kollisionen von Blocks in einer  Halbduplex-Umgebung  werden  durch  das
Verhalten des Zeitgebers T1 und des  Wiederholungszaehlers  aufgefangen.
Es sind keine weiteren Aktionen noetig.

2.4.3.5.2 Kollisionen von nicht numerierten Kommandos

Falls sich zwei SABM- oder DISC-Kommandos ueberschneiden,  sollen  beide
DXE's zum fruehest moeglichen Zeitpunkt  einen  UA-Block  aussenden  und
den angegebenen Zustand einnehmen.

Falls sich ein SABM-  mit  einem  DISC-Kommando  ueberschneidet,  sollen
beide DXE's den Zustand "Frei" einnehmen  und  zum  fruehest  moeglichen
Zeitpunkt einen DM-Block aussenden.

2.4.3.5.3 Kollisionen eines DM-Blocks mit einem SABM- oder DISC-Block

Falls eine nicht angeforderte DM-Meldung ausgesandt  wird,  kann  es  zu
Ueberschneidungen dieses  Blocks  mit  einem  SABM-  oder  DISC-Kommando
kommen. Um zu  vermeiden,  dass  der  DM-Block  fehlinterpretiert  wird,
sollen alle nicht angeforderten DM-Blocks mit auf Null  gesetztem  F-Bit
ausgesandt werden und alle SABM- und DISC-Blocks mit auf Eins  gesetztem
P-Bit. Die Antwort auf einen solchen SABM-  oder  DISC-Block  kann  dann
nur ein DM- (oder UA-)Block mit auf Eins gesetztem F-Bit sein,  so  dass
eine Verwechselung ausgeschlossen ist.

2.4.3.6 Betrieb ohne Flusskontrolle

Im  Amateurfunk  gibt  es  eine  zusaetzliche   Betriebsart,   die   mit
Level-2-Verbindungen nicht  zu  realisieren  ist,  die  Gespraechsrunde,
bei der mehrere Funkamateure an einer Unterhaltung teilhaben koennen.

Die Implementation dieser Betriebsart  liegt  technisch  ausserhalb  der
AX.25 Verbindungen, benutzt aber trotzdem die Blockstruktur des AX.25.

Im AX.25 benutzt man einen speziellen Blocktyp fuer  diese  Betriebsart,
genannt   unnumerierter   Informationsblock   (UI-Block).   In    dieser
Betriebsart  sollte  im  Subfeld  der  Empfaengeradresse  ein   Kodewort
eingetragen werden, mit  dessen  Hilfe  die  an  der  Runde  Beteiligten
die Blocks aussortieren koennen, damit sie nicht  alle  Blocks  mitlesen
muessen,  die  ueber  den  gemeinsamen  HF-Kanal   uebertragen   werden.
Z.B.   sollte    eine    Gespraechsrunde    ueber    Packet-Radio    als
Empfaengeradresse das Wort PACKET verwenden.  Die  meisten  DXE's  haben
eine Moeglichkeit, nur Blocks  mitzuschreiben,  die  an  eine  bestimmte
Adresse  gerichtet  sind  (Monitor-only-Kommando).  Das  Rufzeichen  des
Absenders ist mit in dem Block enthalten, so  dass  man  erkennen  kann,
von wem einzelne Beitraege am Gespraech stammen.

Da diese Betriebsart ohne Flusskontrolle arbeitet  (die  UI-Blocks  sind
nicht numeriert), gibt  es  keine  Anforderungen  zur  Wiederholung  von
verlorengegangenen oder fehlerhaften Blocks. Kollisionen koennen  ebenso
auftreten, mit  der  Gefahr,  dass  die  sich  ueberschneidenden  Blocks
verlorengehen.

2.4.4 Vorschriften fuer die Datenuebermittlung

Wenn eine Verbindung, wie oben beschrieben, aufgebaut ist, koennen beide
Stationen I-, S- und U-Blocks akzeptieren.

2.4.4.1 Senden von I-Blocks

Jedesmal, wenn eine DXE einen I-Block  auszusenden  hat,  wird  sie  die
Sendefolgenummer N(S) des I-Blocks auf den Wert ihres Sendefolgezaehlers
V(S) setzen. Nachdem  der  I-Blocks  ausgesandt  ist,  erhoeht  sie  den
Sendefolgezaehler um Eins. Falls der Zeitgeber T1 nicht laeuft, soll  er
gestartet werden. Wenn er laeuft, soll er erneut gestartet werden.

Die DXE soll keine weiteren I-Blocks  aussenden,  wenn  der  Wert  ihres
Sendefolgezaehlers gleich der letzten von der  Gegenstation  empfangenen
N(R) plus Sieben  ist.  Der  naechste  auszusendende  Block  haette  die
gleiche Sendefolgenummer, wie der letzte bestaetigte Block  und  koennte
mit diesem verwechselt werden.

Falls eine DXE im Zustand "nicht empfangsbereit" ist, kann sie  trotzdem
weiter I-Blocks aussenden, solange die Gegenstation empfangsbereit ist.

Im Zustand "Blockrueckweisung" sendet die DXE  keine  weiteren  I-Blocks
aus.

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>>>>>> Der vierte Teil beginnt mit:
2.4.4.2 Empfang von I-Blocks





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