OpenBCM V1.13 (Linux)

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DB0FHN

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DL1RNQ > AX25     18.11.94 00:10l 460 Lines 20520 Bytes #-11639 (0) @ DL
BID : 16B403DB0BRB
Read: DG8MGW DG4GO DK9OS DL3MEW DF8TS DG2GML DG5MJS DK1DH DG8GAD DL3MDI DG6MAY
Read: DL8MAQ DL8MAS DG2MJT DG2MJM DG2MNF DK1MBY DH1NFJ GUEST DJ2RT
Subj: AX25 Beschreibung 2/5
Path: DB0KCP<DB0AAB<DB0LNA<DB0RGB<DB0ABH<DB0BOX<DB0MRW<OK0PKL<DB0JES<DB0BRB
Sent: 941116/1255z @DB0BRB.#BRB.DEU.EU [Brandenburg,TheBox1.9a:DL1RNQ]
de DL1RNQ @ DB0BRB.#BRB.DEU.EU

to AX25 @ DL

========================================================================

2.2.13.1.2 Kodierung des Absender-Subfeldes

Das Absender-Subfeld  wird  in  der  gleichen  Weise  kodiert,  wie  das
Empfaenger-Subfeld und in  den  Adressbytes  A8  bis  A14  ausgestrahlt.
Falls keine Level-2-Digipeater  verwendet  werden,  ist  das  Bit  0  im
SSID-Byte (A14) auf Eins gesetzt.

    ----------------------------------
    | Byte | ASCII |  Binaer  | Hex. |
    |--------------------------------|
    |  A8  |   D   | 10001000 |  88  |
    |  A9  |   K   | 10010110 |  96  |
    |  A10 |   8   | 01110000 |  70  |
    |  A11 |   H   | 10010000 |  90  |
    |  A12 |   I   | 10010010 |  92  |
    |  A13 |       | 01000000 |  40  |
    |  A14 | SSID  | CRRSSID1 |      |
    ----------------------------------
    Bit Position --> 76543210

    Abb. 3A -- Kodierung des Absender-Subfeldes

2.2.13.2 Kodierung der Level-2-Digipeateradresse

Wenn  ein  Block  ueber  einen   Level-2-Digipeater   (Digital-Repeater)
uebertragen werden  soll,  wird  ein  zusaetzliches  Adress-Subfeld  als
Adressbytes A15 bis A21 an die Adresse angehaengt. Dann ist  das  Bit  0
von A14 auf Null gesetzt, um anzuzeigen, dass ein weiters Adress-Subfeld
folgt und das Bit 0 von A21 auf Eins um das Ende des Adressfeldes  anzu-
zeigen.

Das Digipeater-Subfeld ist  in  der  gleichen  Weise  kodiert,  wie  das
Empfaenger-Subfeld, mit der  Ausnahme,  dass  das  hoechstwertigste  Bit
im letzten Byte (A21)  als  "H"-Bit  gekennzeichnet  wird  und  anzeigen
soll, ob der Block  von  einem  Digipeater  bereits  uebertragen  wurde.
Auf dem Weg zum Digipeater soll das  Bit  auf  Null  gesetzt  sein.  Der
Digipeater setzt dann das  Bit,  bevor  der  Block  wieder  ausgestrahlt
wird, auf Eins.

    ----------------------------------
    | Byte | ASCII |  Binaer  | Hex. |
    |--------------------------------|
    |  A15 |   D   | 10001000 |  88  |
    |  A16 |   L   | 10011000 |  98  |
    |  A17 |   0   | 01100000 |  60  |
    |  A18 |   C   | 10000110 |  86  |
    |  A19 |   C   | 10000110 |  86  |
    |  A20 |   C   | 10000110 |  86  |
    |  A21 | SSID  | HRRSSID1 |      |
    ----------------------------------
    Bit Position --> 76543210

    Abb. 4 -- Kodierung des Digipeater-Subfeldes

2.2.13.3 Betrieb ueber mehrere Digipeater

Das Link-Layer AX.25 Protokoll gestattet  den  Betrieb  ueber  mehr  als
einen Digipeater und schafft  damit  die  Moeglichkeit  eines  einfachen
Mechanismus zur Weiterleitung  von  Blocks.  Insgesamt  duerfen  bis  zu
acht Digipeater-Subfelder im Adressfeld  stehen.  Dabei  ist  das  erste
Digipeater-Subfeld, das auf die Absenderadresse folgt, auch die  Adresse
des ersten Digipeaters, ueber den der Block uebertragen werden soll.

Die Digipeater setzten jeweils das  "H"-Bit  des  zu  ihnen  gehoerenden
Adress-Subfeldes um anzuzeigen, dass sie den  Block  uebertragen  haben.
Ausser der notwendigen Neuberechnung  der  FCS  sollen  am  Block  keine
weiteren Veraenderungen  vorgenommen  werden.  Die  empfangende  Station
kann anhand des Adressfeldes sehen,  ueber  welchen  Weg  der  Block  zu
ihr gelangt ist.

Die Anzahl der Digipeater-Subfelder ist variabel.  Nur  das  Bit  0  des
SSID-Bytes des letzten Digipeaters wird auf Eins gesetzt, um anzuzeigen,
dass das Adressfeld hier aufhoert. In allen anderen SSID-Bytes  ist  das
Bit 0 auf Null gesetzt.

Die Werte der verschiedenen Zeitgeber muessen z.T. an die  zusaetzlichen
Verzoegerungszeiten  angepasst  werden,  wenn  ein  Block  ueber   viele
Digipeater weitergereicht wird, und die Bestaetigung  den  gleichen  Weg
wieder zuruecklaufen muss.

Man  erwartet,  dass  der   Betrieb   ueber   mehrere   Digipeater   ein
voruebergehendes  Verfahren  sein  wird,  um  grosse   Entfernungen   zu
ueberbruecken, bis ein Level-3-Protokoll eingefuehrt ist. Danach  sollte
die Uebertragung ueber mehrere Level-2-Digipeater nicht  mehr  verwendet
werden.

2.3 Kenngroessen des Steuerungsverfahrens/der Uebermittlungsvorschrift

2.3.1 Elemente des Verfahrens

Die Elemente des Verfahrens sind in Form von Aktionen  beschrieben,  die
sich nach dem Empfang von Blocks ergeben. (Klar?)

Die  Elemente  des  Verfahrens  sind  die  verschiedenen   Befehle   und
Meldungen, die in Form von U-,  S-  und  I-Blocks  uebermittelt  werden.
Die Art des Befehls oder der Meldung ergibt sich  aus  dem  Kontrollfeld
des Blocks, sie ist im Blocktyp  kodiert.  Die  Uebermittlungsvorschrift
muss  ferner  noch  den  Zustand  der  Folgezaehler  (state   vabiables)
beachten, um nach  dem  Empfang  eines  Blocks  die  zutreffende  Aktion
auszuloesen.

Abschnitt    2.2    handelte    vom    grundsaetzliche    Aufbau     der
Uebermittlungsblocks. Hier, in 2.3, werden die verschiedenen  Typen  von
Kontrollfeldern und Folgezaehlern definiert. Abschnitt 2.4 enthaelt  die
Beschreibung der Uebermittlungsvorschrift selbst.

2.3.2 Formate des Kontrollfeldes und der Folgezaehler

2.3.2.1 Formate des Kontrollfeldes

Das Kontrollfeld gibt den Typ  des  uebertragenen  Blocks  an  und  wird
verwendet,  um  Befehle  und  Meldungen  zwischen  den  Endpunkten   der
Verbindung auszutauschen und damit die Verbindung zu ueberwachen.

Das AX.25 verwendet die Kontrollfelder des CCITT X.25 fuer  den  Betrieb
mit gleichberechtigten Stationen (balanced operation, LABP),  mit  einem
zusaetzlichen Kontrollfeld, das dem ADCCP entnommen  ist,  um  auch  den
Betrieb ohne aufgebaute Verbindung und Aussendungen an mehrere Stationen
gleichzeitig zu ermoeglichen.

Im  allgemeinen  gibt  es  drei  verschiedene  Typen  von  AX.25-Blocks:
Informationsblocks    (I-Blocks),    Steuerblocks    mit    Folgenummern
(Supervisor-Blocks,  S-Blocks)  und   Steuerblocks   ohne   Folgenummern
(Unnumbered-Blocks, U-Blocks). Abb. 5 zeigt  die  grundlegenden  Formate
des Kontrollfeldes dieser drei Typen von Blocks.

    --------------------------------------------
    | Kontrollfeld |    Kontrollfeld-Bits      |
    |     Typ      | 7 6 5 |  4  | 3 2   1   0 |
    |------------------------------------------|
    |    I-Block   |  N(R) |  P  |  N(S)   | 0 |
    |------------------------------------------|
    |    S-Block   |  N(R) | P/F | S S | 0   1 |
    |------------------------------------------|
    |    U-Block   | M M M | P/F | M M | 1   1 |
    --------------------------------------------
    Abb. 5 -- Formate des Kontrollfeldes

    Dazu:

 1. Bit 0 ist  das  zuerst,  Bit  7  das  zuletzt  ausgesandte  Bit  des
    Kontrollfeldes.

 2. N(S) ist ist die  Sendefolgenummer  (Bit  1  ist  das  Bit  mit  der
    niedrigsten Wertigkeit).

 3. N(R) ist ist die Empfangsfolgenummer (Bit 5  ist  das  Bit  mit  der
    niedrigsten Wertigkeit).

 4. Die "S"-Bits spezifizieren eine bestimmte Steuerungsfunktion in  den
    Supervisor-Blocks. Ihre Kodierung wird in 2.3.4.2 beschrieben.

 5. Die "M"-Bits spezifizieren eine bestimmte Steuerungsfunktion in  den
    unnumerierten Blocks. Ihre Kodierung wird in 2.3.4.3 beschrieben.

 6. Das Poll/Final-Bit  (P/F-Bit)  ist  das  Bit  zur  Sendeaufruf/Ende-
    Anzeige. Seine Funktion wird in 2.3.3 behandelt,  das  Verfahren  zu
    seiner Benutzung in 2.4.2. Die Unterscheidung  zwischen  Sendeaufruf
    und  Ende,  d.h.  zwischen  Kommando  und  Antwort  ist  durch   die
    Adressierungsregeln in 2.4.1.2 festgelegt.

2.3.2.1.1 Format der Informationsblocks

I-Blocks werden zur Uebertragung  von  Datenpaketen  (Text  oder  Pakete
hoeherer Protokollschichten) verwendet. In I-Blocks ist das  Bit  0  des
Kontrollfeldes auf Null  gesetzt.  N(S)  ist  die  Sendefolgenummer  des
Absenders (die Sendefolgenummer dieses Blocks). N(R) ist  die  Empfangs-
folgenummer des Absenders  (die  Folgenummer  des  naechsten  erwarteten
I-Blocks in der anderen Richtung) und kann zur evtl.  Bestaetigung  noch
nicht bestaetigter I-Blocks dienen. Die  Folgenummern  sind  in  2.3.2.4
beschrieben.

2.3.2.1.2 Format der Supervisor-Blocks

S-Blocks werden fuer ueberwachende  Steuerfunktionen  benutzt,  wie  die
Bestaetigung von Datenblocks,  die  Aufforderung  zur  Wiederholung  von
Blocks oder die zeitweilige Unterbrechung der Uebertragung  von  Blocks.
In S-Blocks ist das Bit 0 des Kontrollfeldes auf Eins,  das  Bit  1  auf
Null gesetzt. S-Blocks besitzen kein Informationsfeld.

2.3.2.1.3 Format der unnumerierten Blocks

U-Blocks  werden  zur  Darstellung  weiterer  Steuerfunktionen  benutzt.
Sie sind  u.a.  fuer  den  Aufbau  und  die  Trennung  einer  Verbindung
verantwortlich. Ausserdem erlauben die  U-Blocks  die  Uebertragung  von
Informationen ausserhalb der normalen Flusskontrolle. In  U-Blocks  sind
die Bits 0 und 1 des  Kontrollfeldes  beide  auf  Eins  gesetzt.  Einige
Typen von U-Blocks koennen Informations- und PID-Felder enthalten.

2.3.2.2 Parameter des Kontrollfeldes

Die  verschieden  Teile  des  Kontrollfeldes  werden  in  den  folgenden
Abschnitten  beschrieben.  (Die  Numerierung  scheint  hier   schon   im
Original der X.25 Beschreibung nicht ganz konsistent zu sein...)

2.3.2.3 Folgenummern

Jeder Block ist fortlaufend numeriert  (DIN-Deutsch:  benummert),  wobei
diese Nummer modulo 8 von 0 bis 7 laufen soll. Dadurch  sind  maximal  7
unbestaetigte Blocks in einer Level 2 Verbindung moeglich.

2.3.2.4 Folgezaehler und Folgenummern

2.3.2.4.1 Sendefolgezaehler V(S) (send state variable)

Der Sendefolgezaehler ist eine interne Variable der DXE. Er enthaelt die
Folgenummer des naechsten auszustrahlenden I-Blocks und  wird  nach  der
Aussendung jedes neuen I-Blocks um eins erhoeht.

2.3.2.4.2 Sendefolgenummer N(S) (send sequence number)

Die Sendefolgenummer ist im Kontrollfeld aller  I-Blocks  enthalten  und
stellt die laufende Nummer des Blocks  dar.  Vor  der  Aussendung  eines
I-Blocks wird die Sendefolgenummer gleich  dem  Inhalt  des  Sendefolge-
zaehlers gesetzt.

2.3.2.4.3 Empfangsfolgezaehler V(R) (receive state variable)

Der Empfangsfolgezaehler ist eine interne Variable der DXE. Er  enthaelt
die Folgenummer des naechsten  erwarteten  I-Blocks  und  wird  erhoeht,
wenn ein fehlerfreier I-Block empfangen wurde, dessen Folgenummer gleich
dem Wert des Empfangsfolgezaehlers ist.

2.3.2.4.4 Empfangsfolgenummer N(R) (receive sequence number)

Die Empfangsfolgenummer ist in den Kontrollfeldern der I-  und  S-Blocks
enthalten.  Vor  der  Aussendung  eines  I-  oder  S-Blocks   wird   die
Empfangsfolgenummer auf  den  Wert  des  Empfangsfolgezaehlers  gesetzt.
Dadurch wird angezeigt, dass die DXE, die N(R) aussendet, alle  I-Blocks
der Gegenstation mit Folgenummern bis zum Wert N(R)-1 richtig  empfangen
hat.

2.3.3 Aufgabe des Poll/Final-Bits

Das Poll/Final-Bit wird in  allen  Blocktypen  verwendet.  Als  Kommando
(Poll) fordert es eine sofortige Antwort auf einen Block an. Die Antwort
auf dieses Kommando  ist  durch  ein  ebenfalls  gesetztes  Bit  (Final)
angezeigt. In jeder Richtung der Verbindung ist nur  ein  solcher  Poll-
Zustand zur Zeit gestattet. Das Verfahren zur  Verwendung  des  P/F-Bits
ist in 2.4.2 beschrieben.

2.3.4 Kommandos und Meldungen

Folgende Kommandos und  Meldungen,  angezeigt  durch  das  Kontrollfeld,
koennen von einer DXE verwendet werden:

2.3.4.1 Befehl zur Datenuebermittlung mit Flusskontrolle

I-Blocks uebertragen Daten- oder Textpakete  unter  Flusskontrolle.  Das
Kontrollfeld von I-Blocks ist in Abb. 6 gezeigt.  Die  Uebertragung  von
Daten in I-Blocks wird  stets  als  Kommando  angesehen  (gekennzeichnet
durch ein P im Feld fuer das P/F-Bit).  I-Blocks  sind  im  Kontrollfeld
durch N(S) fortlaufend  (modulo  8)  numeriert,  um  ihren  Weg  entlang
der Link-Layer Verbindung verfolgen zu koennen.

2.3.4.2 Supervisor-Blocks

Die Kontrollfelder der drei verschiedenen  Typen  von  Supervisor-Blocks
sind in Abb. 6 dargestellt.

2.3.4.2.1 Meldung oder Kommando "empfangsbereit" (RR, receive ready)

Die Meldung oder das Kommando  Empfangsbereit  wird  in  einem  RR-Block
uebertragen. Als Meldung wird der RR-Block zu folgendem verwendet:

 1. um anzuzeigen, dass der Absender des  RR-Blocks  in  der  Lage  ist,
    weitere Informationsblocks zu empfangen,

 2. um  den  Empfang  der  einwandfrei  empfangenen  I-Blocks  bis   zur
    Nummer N(R)-1 zu bestaetigen und

 3. um einen evtl. vorher  bestehenden  Zustand  "nicht  Empfangsbereit"
    aufzuheben.

Man kann den Zustand des anderen Endes der Verbindung durch Senden eines
RR-Blocks als Kommando mit gesetztem P-Bit erfragen.

2.3.4.2.2 Meldung oder Kommando  "nicht  empfangsbereit"  (RNR,  receive
          not ready)

Ein RNR-Block wird von einer DXE ausgestrahlt, um anzuzeigen,  dass  sie
zur Zeit beschaeftigt ist und keine weiteren  I-Blocks  empfangen  kann.
Empfangene I-Blocks bis zur Nummer N(R)-1 gelten  als  bestaetigt.  Alle
I-Blocks mit einer Nummer  N(R)  und  hoeher,  die  evtl.  waehrend  des
Zustandswechsels uebertragen wurden, sind nicht bestaetigt.

Der Zustand "nicht empfangsbereit"  kann  aufgehoben  werden  durch  das
Aussenden eines UA-, RR-, REJ- oder SABM-Blocks.

Man kann den Zustand des anderen Endes der Verbindung durch Senden eines
RNR-Blocks als Kommando mit gesetztem P-Bit erfragen.

2.3.4.2.3 Meldung  oder   Kommando   "Wiederholungsaufforderung"   (REJ,
          reject)

Ein REJ-Block wird von einer DXE ausgestrahlt, um eine Wiederholung  von
I-Blocks ab  der  Nummer  N(R)  anzufordern.  Alle  I-Blocks  mit  einer
Folgenummer  bis  N(R)-1  sind  bestaetigt.  Falls  neue  I-Blocks   zur
Uebertragung anstehen, duerfen diese anschliessend an  die  Wiederholung
ausgestrahlt werden.

In   jeder   Richtung   einer   Verbindung   ist   nur    ein    Zustand
"Wiederholungsaufforderung" moeglich.  Aufgehoben  wird  dieser  Zustand
durch  den  einwandfreien  Empfang  des  I-Blocks,  der  diesen  Zustand
ausgeloest hat.

Man kann den Zustand des anderen Endes der Verbindung durch Senden eines
REJ-Blocks als Kommando mit gesetztem P-Bit erfragen.

    ---------------------------------------------------------------
    | Kommando oder Meldung           |   Bits im Kontrollfeld    |
    |                                 | 7 6 5 |  4  | 3 2   1 | 0 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Informationsuebertragung   I    | N(R)  |  P  | N(S)    | 0 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Empfangsbereit             RR   | N(R)  | P/F | 0 0 | 0   1 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Nicht empfangsbereit       RNR  | N(R)  | P/F | 0 1 | 0   1 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Wiederholungsaufforderung  REJ  | N(R)  | P/F | 1 0 | 0   1 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Verbindungsanforderung     SABM | 0 0 1 |  P  | 1 1 | 1   1 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Verbindungsabbruch         DISC | 0 1 0 |  P  | 0 0 | 1   1 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Verbindungsrueckweisung    DM   | 0 0 0 |  F  | 1 1 | 1   1 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Unnumerierte Bestaetigung  UA   | 0 1 1 |  F  | 0 0 | 1   1 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Rueckweisung eines Blocks  FRMR | 1 0 0 |  F  | 0 1 | 1   1 |
    |-------------------------------------------------------------|
    | Unnumerierte Information   UI   | 0 0 0 | P/F | 0 0 | 1   1 |
    ---------------------------------------------------------------
    Abb. 6 -- Kodierung der Kontrollfelder

2.3.4.3 Nicht numerierte Blocks

Die  Kontrollfelder  der  nicht  numerierten  Blocks  sind  in   Abb.  6
dargestellt.

2.3.4.3.1 Kommando  "Verbindungsanforderung"  (SABM,  set   asynchronous
          balanced mode)

Das  Kommando  SABM  wird  dazu  benutzt,  zwei  DXE's  in  den  Zustand
"asynchronous balanced mode" -  "gleichberechtigter  Spontanbetrieb"  zu
versetzen.  Der  Betrieb  mit  diesem  Zustand  ist  bekannt  unter  der
Bezeichnung  LAPB  (link  acces  procedure  balanced),  bei  dem   beide
Stationen gleichberechtigt sind.

In einem SABM-Block darf kein  Informationsfeld  enthalten  sein.  Evtl.
vorher  ausgesandte  und  noch  nicht   bestaetigte   I-Blocks   bleiben
unbestaetigt.

Eine DXE bestaetigt den Empfang und  die  Annahme  eines  SABM-Kommandos
durch die Aussendung einer UA-Meldung zum fruehest moeglichen Zeitpunkt.
Falls die DXE das SABM-Kommando nicht akzeptieren  kann,  so  soll  sie,
falls moeglich, einen DM-Block aussenden.

2.3.4.3.2 Kommando "Verbindungsabbruch" (DISC, disconnect)

Das Kommando DISC  wird  dazu  benutzt,  die  Verbindung  zwischen  zwei
Stationen auf der Link-Ebene zu trennen. Es  darf  in  einem  DISC-Block
kein Informationsfeld enthalten sein.

Bevor die empfangende DXE  den  DISC-Block  bearbeitet,  bestaetigt  sie
dessen Empfang durch Aussendung einer UA-Meldung zum fruehest moeglichen
Zeitpunkt. Die DXE,  die  den  DISC-Block  ausgesandt  hat,  trennt  die
Verbindung, wenn sie die UA-Meldung empfaengt.

Evtl. vorher ausgesandte und noch  nicht  bestaetigte  I-Blocks  bleiben
unbestaetigt.

2.3.4.3.3 Meldung "Rueckweisung eines Blocks" (FRMR, frame reject)

Der FRMR-Block wird ausgesandt,  um  anzuzeigen,  dass  ein  empfangener
Block nicht ausgewertet  und  der  Fehler  nicht  durch  die  nochmalige
Uebertragung dieses Blocks  behoben  werden  kann.  Normalerweise  tritt
dieser Fall ein, wenn ein Block mit korrektem FCS-Feld  empfangen  wurde
und eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

 1. Empfang eines ungueltigen oder nicht implementierten Kommando-  oder
    Meldungsblocks, d.h. der Block hat ein unbekanntes Kontrollfeld.

 2. Empfang  eines  I-Blocks,  dessen  I-Feld  laenger   ist   als   die
    vereinbarte maximale Laenge.

 3. Empfang eines Blocks mit einer  ungueltigen  N(R),  d.h.,  die  N(R)
    bestaetigt einen I-Block, der noch nicht uebermittelt worden ist.

 4. Empfang eines Blocks mit einem I-Feld, wenn in diesem Blocktyp  kein
    I-Feld zugelassen ist. Um dieses anzuzeigen sollen die  Bits  W  und
    Y im I-Feld des FRMR-Blocks gesetzt werden.

 5. Empfang eines S-Blocks mit gesetztem F-Bit, wenn  dieses  nicht  als
    Antwort auf einen Block mit gesetztem P-Bit folgt. Bit W  im  I-Feld
    des FRMR-Blocks soll gesetzt werden.

 6. Empfang eines unerwarteten UA- oder DM-Blocks. Bit  W  soll  gesetzt
    werden.

 7. Empfang eines I-Blocks mit einer ungueltigen N(S),  d.h.,  die  N(S)
    ist groesser als die N(S) des  zuletzt  bestaetigten  I-Blocks  plus
    die maximal zulaessige Anzahl unbestaetigter I-Blocks.

FRMR-Blocks enthalten ein drei  Byte  langes  I-Feld,  das  zusaetzliche
Informationen darueber enthaelt, wo  der  Fehler  aufgetreten  ist.  Das
Format des I-Feldes ist in Abb. 7 dargestellt.

    ---------------------------------------------------
    |                 I-Feld Bits                     |
    | 2 2 2 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1                     |
    | 3 2 1 0 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 |
    |-------------------------------------------------|
    | 0 0 0 0|Z|Y|X|W| V(R)|C| V(S)|0| Kontrollfeld   |
    |        | | | | |     |R|     | | des zurueckge- |
    |        | | | | |     | |     | | wiesenen Blocks|
    ---------------------------------------------------
    Abb. 7 -- I-Feld des FRMR-Blocks

    Dazu:

 1. Bits 0-7 des I-Feldes enthalten das  Kontrollfeld  des  Blocks,  der
    die Zurueckweisung ausgeloest hat.

 2. V(S)  ist  der  Sendefolgezaehler  der  DXE,  die   den   FRMR-Block
    aussendet.

 3. Das CR-Bit ist Null, wenn der zurueckgewiesene Block  ein  Kommando,
    Eins, wenn er eine Meldung war.

 4. V(R) ist  der  Empfangsfolgezaehler  der  DXE,  die  den  FRMR-Block
    aussendet.

 5. Bit W wird gesetzt, wenn das empfangene Kontrollfeld ungueltig  oder
    nicht implementiert ist.

 6. Bit X wird gesetzt, wenn der empfangene Block  ein  I-Feld  enthaelt
    obwohl in diesem Typ von Block kein I-Feld zugelassen ist.
    Zusaetzlich zum X-Bit soll das W-Bit gesetzt werden.

 7. Bit Y wird gesetzt, wenn der empfangene I-Block ein I-Feld enthaelt,
    das laenger ist als die vereinbarte maximale Laenge.

 8. Bit Z wird gesetzt,  wenn  ein  Block  mit  einer  ungueltigen  N(R)
    empfangen wurde.

 9. Bits 8 und 20 bis 23 sind Null.

============================================================================
>>>>>> Der dritte Teil beginnt mit:
2.3.4.3.4 Meldung   "Unnumerierte    Bestaetigung"    (UA,    unnumbered





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