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DB0FHN

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HB9SKA > SAT      06.12.05 18:54l 62 Lines 3177 Bytes #999 (359) @ DL
BID : IR0TJCHB9EAS
Read: GUEST DH1NEK
Subj: RE4: Frage zu Transponderbetrieb
Path: DB0FHN<DB0RGB<DB0SL<DB0FSG<HB9EAS
Sent: 051205/1041z @:HB9EAS.CHE.EU [Basel JN37TM] DP6.00 $:IR0TJCHB9EAS
From: HB9SKA @ HB9EAS.CHE.EU (Thomas)
To:   SAT @ DL 
Reply-To: HB9SKA @ HB9PD.CHE.EU
X-Info: Einspielung ohne Passwortschutz


>HB9SKA:
>>Genau darin liegt die Krux. Nicht jeder hat diese beiden erwähnten
>Programme. 
>Und eigentlich hat es mit Betriebstechnik auch nichts zu tun.
>DB3DH:
>Wenn Betriebstechnik voraussetzt, dass manuelle Eingriffe erforderlich,
>dann muss ich Dir zustimmen.
Nein, das hat mit manuell oder automatisch nichts zu tun. Nehmen wir an, bei
allen Programmen funktioniert die Dopplerkorrektur richtig, wäre es einfach,
sich an folgende Betriebstechnik zu halten:

Bei LEO-Sats wie FO-29 mit schneller Dopplershift und Lineartransponder:
Nur Uplink-QRG korrigieren lassen, Downlink-QRG bleibt fix.

Bei HEO-Sats wie AO-40 mit langsamer Dopplershift und Lineartransponder:
Uplink-QRG und Downlink-QRG werden korrigiert.

Bei LEO-Sats wie SO-50 & AO-51 mit Digitaltransponder/FM-Repeater:
Uplink-QRG und Downlink-QRG werden korrigiert.

> Eine Korrektur der Uplink- und Downlinkfre-
>quenzen um den aktuellen Betrag der Dopplershift versetzt den Operator
>in eine Situation, als wenn er "auf dem Satelliten sitzt", d.h. Seine 
>eigene Up- und Downlinkfrequenzabweichungen werden komplett kompensiert.
>Gleich welches Verfahren der Gesprächspartner verwendet, ist es dem 
>Operator auch möglich, seine Empfangsfrequenz am der Empfängerabstimmung
>manuell auf die aktuelle Frequenz des Gesprächspartners einzustellen.
>Sobald der Operator wieder auf Sendung geht, ist sein Sendesignal gleich
>wieder transceive und er hört sich korrekt zurück.
Dies ist theoretisch schon richtig, aber die Durchgänge sind meist so kurz,
dass ich die Downlink-QRG nicht sofort finde. Dann sitzt noch ein OM wenige
Hertz daneben und beim nächsten Durchgang ist der anzurufende OM schon wieder
ein paar hundert Hz weiter unten zu suchen. Und so vergeht wertvolle Zeit und
FO-29 verschwindet langsam hinter dem Horizont. Würde sich jeder an obige
Regel halten, hätte ich schon mehr als nur ein einziges QSO über FO-29 ge-
fahren.

>HB9SKA:
>>Dies war nur bei den P3-(HEO)-Satelliten sinnvoll. Bei den LEO-Sats wie
>>FO-29 sollte jeder OM nur die Uplinkfrequenz korrigieren, damit die Down-
>>link-QRG stabil bleibt. Voraussetzung ist natürlich, dass dies jeder
>>Programmierer richtig programmiert hat. Bei FO-29 ist es mir aus diesem
>>Grund viel zu hektisch, weil jeder OM die QRG verschieden regeln lässt.
>DB3DH:
>Diese Meinung teile ich nun absolut nicht! Rein physikalisch gibt es dafür
>auch keine Begründung, denn es gibt nur den Unterschied, dass die Änderungs-
>geschwindigkeit der Frequenz bei den HEOs geringer ist als bei den LEOs.
>Ich bin sogar der Meinung, dass es gerade bei den LEOs aus diesem Grunde
>wichtiger ist, den Dopplereffekt auf beiden Strecken (up- und Downlink)
>zu kompensieren.
Da sind wir nun mal verschiedener Meinung. Betriebstechnik hat nichts mit
Physik zu tun, siehe oben meine Vorschläge. Wenn wir Programmierer (habe
mein Programm selbst für mich geschrieben) die Physik verstehen und die
Dopplerfrequenzen richtig programmieren können, dann können wir uns doch
das Operating vereinfachen, Physik hin oder her.

73 von Thomas - HB9SKA


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