OpenBCM V1.13 (Linux)

Packet Radio Mailbox

DB0FHN

[JN59NK Nuernberg]

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DF6LI  > MF       11.06.11 07:15l 228 Lines 10011 Bytes #999 (60) @ DL
BID : LMM3BTDB0BLO
Read: GUEST DK3UZ DB1YAK
Subj: MFRs 23/11
Path: DB0FHN<DB0FOR<DB0SIF<DB0EAM<DB0ERF<DB0SAW<DB0TGM<DB0BLO
Sent: 110611/0602z @:DB0BLO.#BLN.DEU.EU [Berlin OP:DL8RO] DP6.00 $:LMM3BTDB0BLO
From: DF6LI @ DB0BLO.#BLN.DEU.EU (Klaus)
To:   MF @ DL


     ===============================================================
              MF-Rundspruch (MFRs) 23/11 (Nr. 1661 seit 1977)
                            Aussendung: ab 11 Juni 2011
     ===============================================================
                          M F - R U N D E  e.V.
                          (www.marinefunker.de)
                     Redaktion : DL1NL / MF 779 Fred
                    e-mail: vorsitzender@mf-runde.de
     ===============================================================
     Hinweise:
     1. Einsendeschluss: Donnerstags 20:00 LT
     2. Dieser MF-Rundspruch kann auch nach der Funkaussendung auf
        der Homepage der MF-Runde e.V. (Service=>Rundspruch=>
        Auswahl) eingesehen oder heruntergeladen werden.
     3. Ab montags ist der MFRS als PR-Version DL-weit in Packet
        Radio Mailbox Rubrik "MF" zu lesen.
     ==============================================================

     1. Geburtstage 11 Juni - 17 Juni 2011:
     ------------------------------------
     11 Juni  MF423 PA3EBA
     11 Juni  MF961 DL2LH
     13 Juni  MF884 DH4BEN
     14 Juni  MF469 DL4BCJ 80 Jahre
     14 Juni  MF678 OH1WR
     15 Juni  MF778 DF7QN 70 Jahre
     15 Juni  MF977 DL5HAN
     17 Juni  MF984 DJ5LB

     Die MF-Runde gratuliert herzlich und wuenscht Gesundheit,
     Wohlergehen und Freude im neuen Lebensjahr.
     (Mary/DF7PM)


     2. MF-Mitgliederbewegung
     ------------------------
     Keine Meldungen


     3. Diplome
     ----------
     Keine Meldungen


     4. MF-Intern:
     -------------
     1) Vom 27 Jun bis 6 Aug geht der MF-Rundspruch in die
     Sommerpause 2011. Letztmalige Ausstrahlung am 26 Jun.

     2) Zum Thema "Buchstabieralphabet" schreibt Heinz DF4BV:
     "Die Erfahrung von Eddi dk3uz kann ich nicht teilen. Waehrend
     meiner Passagierfahrtzeit auf der Hanseatic und auf Fracht-
     schiffen konnte ich diese Beobachtung nicht machen. Allerdings
     bevorzugten die US Stationen das amerikanische Alphabet. Darum
     verwendeten wir mit europäischen Stationen das internationale
     und mit US Stationen das amerikanische Alphabet. Ein Nicht-
     verstehen kann man eher auf nationale Gepflogenheiten zurueck-
     fuehren, weil das Gehirn vorprogrammiert ist. Aber ich stimme
     mit Eddi ueberein: Bei CW haben wir diese Probleme nicht und
     darum CWFE ." (Diese Abkuerzung kommt von "CW for ever" und
     tauchte in den letzten Jahren in den CW-Runden auf. DL1NL)

     Denjenigen, die zu diesem Thema noch weitere Anmerkungen
     machen moechten, steht der MF-Rundspruch offen. Bitte
     wendet euch dazu an den RS-Redakteur.

     4) Info ueber TM-Wechsel (Wiederholung): Fred DL1NL ist am
     18 Jun CW-TM. (DL1NL).


     5. Dienst an Bord / TMs:
     -------------------------
     1) Cap San Diego:
        11 Jun  DL8BEL und Fritz Gessner
        12 Jun und 13 Jun DL8BEL
        18 Jun  DK9HH und DK2QI
        19 Jun  keine Meldung

     2) TMs CW/SSB:
        11 Jun  Wolfram/DF5LW
        13 Jun (Pfingstmontag)  Mary/DF7PM
        18 Jun  Fred/DL1NL
        19 Jun  Ernst/DJ2IT


     6. Unsere Funkrunden:
     ---------------------
     Es beteiligten sich 16 Stationen, davon drei Clubstationen
     an der Kloenrunde vom 08.06.2011. Die Conds waren gut.
     Dorothea, DL3DBN

     Die H T P am Donnerstag um 11:00 lt war von so schlechten
     Bedingungen gepraegt, dass wir zwar muehsam einen 1. Durchgang
     vollbrachten, aber dann auf 3565 kHz wechselten wo wir uns
     erheblich besser hoeren konnten. Fast alle machten den Wechsel
     mit soweit die Info aufgenommen werden konnte. 9 Stationen
     waren trotz allem dabei. (Heinz DF4BV)

     Am Abend trafen sich die MF-CW-Freunde bei guten Bedingungen
     erstmals wieder um 18:30 lt auf 3565 kHz. 7 Stationen kamen
     ins Log, darunter Mary df7pm mit ihrem YLWM Sonder Call DL0YLZ
     und als Kuttergast dl6bbe/p und Oldtimer Willi dj4fl. Allen
     Freunden zum Wochenende FF und gutes Wetter.  (Heinz DF4BV)


     7. Unsere Nachbarn:
     -------------------
     Am 19 Jun von Ø8:ØØ bis 2Ø:ØØ LT wird eine kleine daenisch/
     deutsche Grenzaktivitaet im "Niemandsland" zwischen DL und
     OZ auf dem alten deutschen Zollhof an der B2ØØ Krusau/Kupfer-
     muehle durchgefuehrt. Gearbeitet wird mit zwei Rufzeichen,
     naemlich OZØDL und DAØOZ. An diesem Geschehen nehmen auch
     die grenznahen MF-Mitglieder DB7LM, DF5LW und DF8LD teil.
     Gaeste sind willkommen. (Albert/DF8LD)


     8. Aus Seefahrt und Funkwesen:
     ------------------------------
     Aus dem Bericht eines Funkoffiziers von 1984, uebersetzt
     von DL9CM und veroeffentlicht von der SFK Bremen:

     Die TECTUS/GOVZ, ein 65000 Tonnen Massengutfrachter war auf
     der Fahrt von Daenemark nach Suedafrika. Mit meiner Frau ging
     ich am 21 Maerz 1984 zusammen mit dem Kapitaen und anderen
     Offizieren in Appenrade an Bord. Dort stellte ich fest, dass
     das Sailor UKW-Geraet im Funkraum seit einiger Zeit defekt
     war und so plante ich die Reparatur auf einen ruhigen Tag auf
     See, aber erst, wenn wir suedlich der Canaren waren.

     Als der Tag gekommen war, kehrte ich nach der morgendlichen
     Wache und dem Mittagessen zurueck in den Funkraum um endlich
     loszulegen. Um die Notfrequenz 500 kHz zu ueberwachen, war das
     Autoaoarmgeraet eingeschaltet, aber wie es sich gehoerte, war
     gleichzeitig der Hauptempfaenger auf diese Frequenz abgestimmt.

     Ich hatte bereits einige Zeit mit der Fehlersuche verbracht
     als ich ploetzlich das Morsesignal "SOS SOS SOS CQ CQ CQ
     DE ..." im Lautsprecher hoerte. Schnell kontrollierte ich
     die Position gegenueber unseres Mittagsstandortes und ahnte:
     Wir waren etwa 15 Meilen entfernt. Spaeter, als der 2. Offizier
     die Position auf der Karte ueberprueft hatte, stellte es sich
     heraus, dass es nur 12,5 Meilen waren. Ein ghanaisches Schiff
     hatte das Rettungsboot eines spanischen Fischerbootes entdeckt
     und sechs Ueberlebende an Bord genommen.

     Das Fischerboot war am Vorabend nach einem Feuer im Machinen-
     raum und einer Explosion gesunken. 18 Stunden im offenen Boot
     war den Ueberlebenden nicht gut bekommen. Deshalb brachte sie
     das ghanaische Schiff in einen Hafen, um sie medizinisch
     betreuen zu lassen. Es gab allerdings sechs weitere vermisste
     Personen. Alle diese schriftlichen Informationen gab ich dem
     Kapitaen, der gerade auf die Bruecke eilte. Dieser begann ein
     Suchverfahren. Da kein Autoalarmsignal gesendet worden war,
     waren wir die Einzigen in diesem Gebiet, nachdem das ghanaische
     Schiff den Platz verlassen hatte.

     Ich nahm Verbindung mit LAS PALMAS RADIO/EAL auf woraufhin
     die Kuestenfunkstelle die Leitung uebernahm. Sie schickte
     einen Hubschrauber, der bei der Suche behilflich war. Er
     schwirrte um das Schiff herum, auf dem die meisten Frei-
     gaenger auf Ausguckposten standen. Die Ehefrauen unterbrachen
     das Sonnenbaden und schlossen sich den Ausgucks an. Meine
     Frau hielt mich auf dem laufenden ueber das was an Deck
     geschah. Dafuer war ich sehr dankbar, denn ich sass in meiner
     Station und auf der Bruecke waren alle viel zu beschaeftigt,
     um mich zu informieren.

     Irgendwann hoerte ich einen Aufschrei der Maedchen. Eine
     aufblasbare Rettunsinsel war gesichtet worden und wir hielten
     darauf zu. Gleichzeitig teilte der Hubschrauber Las Palmas
     Radio mit, er habe drei Leichen entdeckt und er bat uns, sie
     aufzufischen. Bevor ich die Chance hatte, diese Neuigkeit
     auf die Bruecke zu bringen, entdeckte man, dass einer aus der
     Rettungsinsel winkte. Kurz darauf erschienen drei weitere
     Koepfe. Zusammen mit den sechs Ueberlebenden auf dem ghana-
     ischen Schiff, unseren drei in der Rettungsinsel und den drei
     vom Hubschrauber entdeckten Toten waren alle Besatzungsmit-
     glieder gefunden.

     Wir holten die Jungs und die verwahrloste Rettungsinsel an
     Bord. Einer von ihnen war der Skipper. Sie waren alle in einem
     besseren Zustand als die auf dem ghanaischen Schiff. Glueck-
     lich ueber die Rettung genossen sie die Gastfreundschaft der
     Besatzung und diese war, unnoetig zu sagen, grosszuegig.
     Wir suchten mit den Scheinwerfern vergebens nach den drei
     Toten und gaben irgendwann auf. Aber wir hatten drei Seeleute
     gerettet und das alleine zaehlte fuer uns und sorgte fuer eine
     gute Stimmung in den Tagen danach.

     Ich fuehlte an diesem Tag, dass ich wirklich etwas erreicht
     hatte. Mehr jedenfalls als beim oft vergeblichen "Mann ueber
     Bord"-Suchen, das ein leeres Gefuehl hinterlaesst wenn man
     nichts findet und alle an Bord fuer eine Weile in Depressionen
     fuehrt.

     Am naechsten Tag dauerte es nur zehn Minuten bis der Fehler
     lokalisiert und weitere 30 Minuten bis die Reparatur abge-
     schlossen war. Ich war froh, dass ich die SOS-Meldung
     empfangen hatte und somit drei spanische Fischer retten konnte.
     Oft frage ich mich, wie lange die Jungs wohl in der Rettungs-
     insel getrieben waeren, haette ich nicht die Reparatur des
     UKW-Geraetes gerade an diesem Tage gemacht und dabei die
     Notmeldung gehoert.


     9. Zu guter Letzt:
     ------------------
     Der Kapitaen eines Schiffes laesst einen jungen Offizier
     auf hoher See die Position bestimmen. Nach einer ganzen
     Weile legt dieser ihm seine Berechnungen vor.
     Der Kapitaen geht an die grosse Weltkarte und sagt:
     "Nehmen Sie die Muetze ab meine Herren. Wir laufen
     soeben im Petersdom in Rom ein".


     ---------------------------------------------------------------
                          Ende MF-Rundspruch
       Die Redaktion/der TM des MFRs wuenschen ein ufb Wochenende
       und den Kranken gute Besserung.
                              Moin Moin



tot 11/0602z jun 2011 li



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