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DK8FI  > IMKER    12.09.96 20:29l 89 Lines 4679 Bytes #999 (999) @ DB0MAK.#BAY.
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Subj: September
Path: DB0MAK
Sent: 960912/1710z @:DB0MAK.#BAY.DEU.EU [Marktredwitz, JO60BA] BCM1.37s
From: DK8FI @ DB0MAK.#BAY.DEU.EU  (Edi)
To  : IMKER @ DB0MAK.#BAY.DEU.EU
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                          S E P T E M B E R
                          ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ

Im  September lassen sich noch letzte Kontrollen an den Bienen durch-
führen. Wer es im August nicht mehr geschafft hat, der kann auch noch
zu  Beginn  dieses  Monats die Weiselrichtigkeit seiner Völker prüfen
und korrigieren. Schwache Völker sollten mit schwachen vereinigt wer-
den.  Schwache  Völker in den Winter führen, bringt meist nur Enttäu-
schungen  im Frühjahr. Sie haben nicht die Anzahl von den Bienen, die
zum Überleben des Winters nötig sind. Sie brechen häufig zur Zeit der
Wintersonnenwende  zusammen. Dann beginnt die Königin mit dem Anlegen
des  neuen  Brutnestes,  und  die Arbeitsbienen werden zur Brutpflege
benötigt. Wenn die Bienen jetzt nur wenige Kreaturen in der Winterku-
gel  haben, so ist die Substanz schnell verbraucht: das Volk kann die
Brutnesttemperatur nicht halten und unterkühlt.
(Anm.d.Red.:  Bei  gut  isolierten Beuten, z.B. Styrodur, können auch
kleine Völker mit 3 Zanderwaben überleben.)

Ist  ein Bienenvolk mit bestem Futter reichlich versorgt, so kann der
Imker  beruhigt  dem  Winter  entgegensehen.  Das letzte Winterfutter
sollte  bis Mitte September in den Völkern sein. Jedes Volk erhält 15
kg  Futter.  Vor  der letzten Fütterung werden die Völker noch einmal
durchgesehen und das vorhandene Futter geschätzt. Drei Quadratdezime-
ter  (ca  17cm x 17cm) beiderseits verdeckelte Wabenfläche entspricht
einem Inhalt von etwa 1 kg.

Nun braucht kein Imker mit einem Maßstab das Futter nachzumessen. Der
Abstand zwischen dem leicht gespreizten Daumen und dem kleinen Finger
entspricht dem Maß von ungefähr 17 cm. Nach einiger Übung erfährt man
ohnehin Sicherheit beim Schätzen der Vorräte.

Diese  Kontrolle  ist sehr wichtig, da einige Völker beim ersten Füt-
tern noch einmal stark in Brut gehen können und dann mehr Futter ver-
brauchen  als andere. Würde man bei der Bemessung der Vorräte nur von
dem  gereichten  Futter ausgehen, so könnte auch das zu einer Enttäu-
schung im Frühjahr werden.

Die noch erforderliche Futtermenge sollte jetzt schnell in die Völker
kommen.  Schnelle Auffütterung verringert einen großen Bruteinschlag.
Würde es zu einer vermehrten Brut kommen, so belastet dieses den Bien
mehr als es nützt. Die körpereigenen Reserven sollen ja erst im Früh-
jahr zur Aufzucht der Brut gebraucht werden.

Eine  kühle  Überwinterung  spart Bienenfleisch. Das Brutgeschäft ist
weitgehend abgeschlossen oder wird eingestellt, wenn die Bienen jetzt
kühl  sitzen. Die Verpackungen sollten entfernt werden und die Sauer-
stoffzufuhr  zum Bien groß sein - Fluglöcher weit auf. Da die Auffüt-
terung  abgeschlossen  ist, kann es nicht mehr zu einer Räuberei kom-
men.
(Anm.d.Red.:  Die Ausführungen sind umstritten. Die Bienen werden von
Wespen  hart bedrängt, und Räuberei ist sehr wohl noch möglich. Daher
Flugloch weiterhin klein halten!)
Die  Spitzmäuse  werden durch das Mäusegitter vom Flugloch abgewehrt.
Erst wenn das Brutgeschäft Anfang des nächsten Jahres wieder beginnt,
wird eingepackt und eingeengt.

In  den  kommenden Monaten heißt es auch das Vereinsleben zu aktivie-
ren!

Die  Bienen haben die Aktivität des Imkers nicht mehr nötig. Sie sind
versorgt  und  warten  auf das nächste Jahr. Jetzt kommt die Zeit des
Erfahrungsaustausches unter den Imkern. Versammlungen können abgehal-
ten  und  besucht  werden. Auch die Vortragsredner der Landesverbände
haben jetzt wieder mehr Zeit in Versammlungen zu sprechen. Nutzen Sie
die  Chance,  von Erfahrungen anderer zu profitieren. Es muß ja nicht
jeder Fehler von jedem Imker wiederholt werden, um eigene Erfahrungen
zu machen.

Jetzt  sollte  der  Imker  jede Gelegenheit nutzen auch überregionale
Veranstaltungen  zu besuchen. Informationen kann man nie genug haben!
Gerade  die Informationen zur Vermarktung der Bienenprodukte sind au-
ßerordentlich  wichtig.  Jeder Bienenhalter muß ein guter Handwerker,
ein besserer Imker und ein bester Kaufmann sein, wenn er seinem Hobby
auch noch ein paar Mark abgewinnen will.

Literaturquelle: Deutscher Imkerkalender

Zum  Beginn  des neuen Bienenjahres im September habe ich Euch diesen
Text  aus  dem Imkerkalender übertragen. Der Text wurde nicht von mir
verfaßt  und gibt daher nicht immer meine Meinung wieder. Bei krassen
Gegensätzen in der Meinung habe ich Anmerkungen eingefügt.

     ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
     º Û²±°  Viele Grüße von    E d i    aus  K o e l n    °±²Û º
     º Û²±°   DK8FI @ DB0NDK             QRG  430.675 MHz  °±²Û º
     º Û²±°       12.09.1996             19:00  MESZ       °±²Û º
     ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ


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