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DK8KW  > VLF      12.11.95 03:43l 93 Lines 3371 Bytes #-11206 (0) @ DL
BID : 12B501DK0MAV
Read: DL5MCG DL5MFC DG2MLX DL5MDZ DC1NW DL9MAC DK8SB DL5MAV DJ5QY GUEST DO1KHS
Read: DF7RG
Subj: Vorschlag LOWFERS: QLH und QSX
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de DK8KW @ DK0MAV.#NDS.DEU.EU   (Holger/'Geri')

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Vorschlag zum LOWFERS-Betrieb: QLH und QSX


1. QLH

Ich erinnere mich noch gut daran, wie im Jahr 1964 (ich war
damals 7 Jahre alt) mein Vater, DL6PE einen allgemeinen Anruf
im 2-Meterband mit seinem quarzgesteuerten AM-Sender (mit der
QQE-03/40 in der Endstufe) mit den Worten abschloß "ich höre
nun das ganze Band sorgfältig von unten nach oben ab, bitte
kommen, dah-dit-doh". Dann kurbelte er mit dem Nogoton-
Empfänger den ganzen Bereich zwischen 144 und 146 MHz durch,
um andere Besitzer von Quarzsendern zu suchen, die ihn
anriefen.

In Telegrafie gab es für diese spezielle Art des Betriebs
besondere Q-Gruppen. So ist z.B. im "Hand-und Betriebsbuch"
von DL3JE, DL3HG und DL1EE [1] nachzulesen, daß QLH, von
anderen Funkdiensten teilweise abweichend verwendet, für die
Funkamateure die Bedeutung hatte "Ich suche das Band von der
niedrigsten Frequenz aus ab" (Q Low - High). Entsprechend
wurden auch andere Q-Gruppen "zweckentfremdet", so z.B.
Gruppen QHL (Q High-Low, von oben nach unten) oder auch QLM
(von unten bis zur Bandmitte) verwendet.

Da nach der erwarteten Freigabe eines kleinen
Langwellenbereich viele Funkamateure zunächst einen
Quarzsender bauen werden (nach dem "Scrapbook" von W2IMB [2]
eignet sich z.B. ein 74HCT4060 mit einem Quarz aus der
Grabbelkiste hervorragend als Oszillator), schlage ich vor,
die Verfahrensweise aus den Quarzsendertagen des Amateurfunks
auch im LOWFERS-Bereich anzuwenden. Ein nach dem CQ-Ruf
ausgesendetes QLH bedeutet also, daß ich bereit bin, auf
Stationen im ganzen Bandbereich zwischen 142 bis 147 kHz zu
hören (vorausgesetzt, die Zuteilung erfolgt wie erwartet).


2. QSX

Es ist noch gar nicht solange her, da war es im 160-Meterband
wegen der unterschiedlichen Frequenzzuweisungen in anderen
Ländern allgemein üblich, mit der Q-Gruppe QSX "Ich höre ...
auf ... kHz oder MHz" anzuzeigen, auf welcher Frequenz man
nach dem Umschalten auf Empfang geht. Beim Betrieb mit Japan
und auch anderen Ländern, die nicht in unserem Bereich 1815
bis 1835 kHz oder 1850 bis 1890 kHz senden dürfen (wann wird
eigentlich endlich die Lücke in ganz DL aufgehoben?) wird
dieses Verfahren auch heute noch angewendet.

Vor der allgemeinen Freigabe von 50 MHz in vielen europäischen
Ländern wurde von Funkamateuren aus Übersee, die auf 6m CQ
riefen, auf 28885 kHz nach Anrufern aus Europa Ausschau
gehalten. Auch das wurde in CW durch QSX 28885 nach dem Anruf
deutlich gemacht.

Um nun Funkamateuren aus dem benachbarten Ausland die
Möglichkeit zu geben, an den Versuchen im Langwellenbereich
teilzunehmen, sollten wir eine Frequenz im 160m-Band (z.B.
1825 kHz) oder auch im 80m Band als Crossbandfrequenz
einrichten und das mit QSX 1825 im CQ-Ruf angeben. Dadurch
können auch Funkamateure, die mit durchgehenden
Kurzwellentransceivern nur gelegentlich den Langwellenbereich
abhören, sich aber ansonsten sendemäßig nicht an den Versuchen
beteiligen wollen (oder dürfen), ein QSO mit einer LOWFERS
Station führen.

Pse hw? 73, awdh im 2000m-Band es best DX!

Holger Kinzel, DK8KW



Literatur:

[1] Hand- und Betriebsbuch für den Funkamateur, 4. Auflage,
München 1984, von Werner Feilhauer (DL3JE), Herbert Stolz
(DL3HG) und Igor Falster (DL1EE), Seite 4-40.

[2] The Low and Medium Frequency Radio Scrapbook, 8th edition,
1992, Ken Cornell, W2IMB, Seite 46-47.








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