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DB0FHN

[JN59NK Nuernberg]

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DJ8WL  > VLF      08.11.97 00:05l 136 Lines 6085 Bytes #-10474 (0) @ DL
BID : 07B729DB0GV
Read: GUEST
Subj: DA0LF - Testergebnisse (Okt.)
Path: DB0KCP<DB0KFB<DB0ZKA<DB0ABH<DB0SRS<DB0ZDF<DB0GV
Sent: 971107/2155z @:DB0GV.#HES.DEU.EU [Frank4t/Mtl OP:DF5FF] $:07B729DB0GV
de DJ8WL @ DB0GV.#HES.DEU.EU   (Peter)

to VLF @ DL


DA 0 LF, (2. Testreihe, 27.-30. Okt. 1997)
******************************************


Liebe LOWFER-Gemeinde,

Bevor ich auf die Ergebnisse eingehe, moechte ich mich zunaechst
bei den folgenden OMs bedanken, welche durch Beobachtungen und
Rueckmeldungen (teils sogar mit Bandaufnahmen!) zu den Ergebnissen
beigetragen haben, auch wenn sie teilweise DA0LF nicht hoeren
konnten. Auch diese Meldungen waren sehr nuetzlich!
In alphabetischer Reihenfolge: 

DF2HL, DF2OK, DF4AY (+3 weitere ungenannte), DF4IP, DF5OQ, DF6NM,
DF9HD, DG1HUA, DG3UAP, DJ2LF, DJ2RE, DJ2YA, DJ5QY, DJ6BZ, DJ6XV, DJ7RD,
DJ7ZY, DJ8CY, DJ8TX, DJ9RB, DK1KH, DK1ZZ, DK2WH, DK3FB, DK4RM (und
DL4RU), DK5FJ, DK5ZF, DK6AJ, DK8KW, DK8OK (+1 weiterer ungenannter),
DL1IAZ, DL1KS, DL1SAN, DL1ZU, DL2FCN, DL2JSH, DL2KCL, DL6WT, DL8YV,
DL9FBS, DL9GHT, DL9KR, DL9MH, DL-SWL Arendt, DL-SWL Thiel, F3GC,
HB-SWL Baertschi, IK1QFK, IN3GHZ. Es waren also }ber 50 "Beobachter",
die Beitraege lieferten...

A) Die Hoerbarkeitsgrenze war waehrend der 4 Testtage auf ca. 180 km
   Umkreis um Darmstadt (QRA=JN49JV) beschraenkt. Das ist etwa die
   Haelfte der im Test im August 1997 ueberbrueckten Entfernung.

B) Die abendlichen Stoerungen durch *man-made noise* sind erheblich
   staerker in ihrem Einfluss als am Tage (ca. 20% aller Meldungen 
   enthalten entsprechende Hinweise). Auch atmosphaerisches QRN
   ueberdeckte die Signale von DA0LF teilweise so sehr, dass eine
   einwandfreie Lesbarkeit nicht moeglich war. Man stellte lediglich
   fest, "dass da etwas ist, was tief im QRN liegt und wie *DA0LF*
   klingt"...

C) Das Signal hatte ein nur geringes aber sehr langperiodisches QSB.

D) Die Ausbreitungsbedingungen waren offenbar schlechter als beim
   letzten Test im August (in Nord-DL konnten die Funkuhren teil-
   weise nicht einmal mehr DCF77 richtig empfangen! Info via DF9HD
   von DL4HZ/Hamburg, tnx!).

E) Empfang mit *langen* Antennen war offenbar nicht so gut wie mit
   kurzen. Loops/Antennen mit etwas Richtwirkung zum Ausblenden von
   Nahfeldstoerungen waren besser. Teilweise versagten sie jedoch
   auch in den Staedten, waren jedoch bei Plazierung in stoerungs-
   armer Umgebung (DJ5QY mit Vergleich, tnx!) voellig ausreichend
   zum Empfang.

F) Ein kurzer 2x5m Dipol brachte in ca. 60km Entfernung (bei DL9KR)
   ein *lupenreines* Signal von DA0LF (ich konnte es am Telefon hoe-
   ren).

G) Es ist bei einigen OMs ein einfacher Konverter (mit SO42-Baustein)
   in Verwendung. Moderne Transceiver versagten teilweise beim direkten
   Empfang von LW (warum nur ???), obwohl der Bereich im RX freigegeben
   ist. Der Konverter mit dem SO42 ist etwas empfindlich bei starken
   Signalen aus dem Lang-/Mittelwellenbereich am Abend (ich habe auch
   so ein *Kaestchen*!). Eine verbesserte Filterung (evtl. mit abge-
   stimmtem Eingang) mildert dieses Problem etwas.

H) Einige OMs trotzten der Kaelte (Minusgrade!) und zogen mit den
   Empfangsgeraeten in's Freie. Etwa 70 Prozent der Zuhoerer sandten
   Meldungen fuer mindestens 3 Abende. Damit kann man schon was an-
   fangen!!! Tnx!

I) Trotz am letzten Testtag auf ca. 60 Watt erhoehter Senderleistung
   (abgestrahlt wurden ca. 50 ... 60 Milliwatt!), waren einfach nicht
   mehr als 180 km "drin"....(sri).

K) DL2KCL - mit softwaregesteuerter NF-Signalnachbereitung - konnte
   das Signal an allen Testtagen hoeren. Das Signal war deutlich leiser
   als im August mit damals sogar noch geringerer Leistung. DL2KCL ist
   ca. 160 km entfernt.

L) OMs mit etwa gleicher Ausruestung (RX, vergleichbare Antenne) und
   in etwa gleicher Entfernung konnten bzw. konnten nichts hoeren. Hier
   wirkte sich wohl lokales QRN aus.

L) Der weiteste Hoer-Bericht kam aus Erlangen/Nuernberg.
   Erfreulich auch die Teilnahme von Hoerern aus dem benachbarten Aus-
   land (HB, F, I)!

M) Die verwendete Sendefrequenz war offenbar gut. Vielfach kam der
   Hinweis "saubere Frequenz" (137.100 kHz). Die Abweichung der Sende-
   frequenz vom Sollwert mit +/- 1 Hz war sehr gering. Gesendet wurde
   an den ersten drei Tagen mit ca. 45 Watt, am 4. Tag mit ca. 60 Watt
   (Senderausgangsleistung). Die Verluste im Antennensystem/Erdsystem
   bei DA0LF sind immer noch zu hoch (das werde ich wohl auch nicht
   so schnell in den Griff bekommen, sri). Als Sendeantenne wurde eine
   15m hohe Vertikal mit aufgefaechertem Flat-Top verwendet, um aehn-
   liche Verhaeltnisse wie bei den US-Lowfers zu erhalten und um Pa-
   rallelvergleiche ziehen zu koennen...

Wer selbst eigene Feldstaerkebeobachtungen machen moechte, findet
in dem Sender DBF39 (steht in Burg bei Magdeburg) ein lohnendes Ob-
jekt (gemessene Frequenz = 138.820 kHz, Soll wohl 139,000 kHz...)
Er liegt damit unmittelbar am Rand des DA0LF bzw. DA0VLF zugewie-
senen Bereichs 135,7 ... 137,8 kHz.

Nun eine Vorabinformation zu den naechsten Testsendungen:
*********************************************************

Es kam der Vorschlag, die Bake DA0LF einmal an einem Wochenende ueber
laengere Zeit (mehrere Stunden) laufen zu lassen. Ich greife diesen
Vorschlag gern auf und werde die *Maschine* an zwei Tagen von morgens
9 Uhr bis abends 19 Uhr (UTC) durchlaufen lassen. Mehr ist in dieser
Hinsicht z. Zt. leider nicht machbar. Ich hoffe aber, es reicht. Voraus-
sichtlich wird dies am 22./23. November der Fall sein. Bitte beobachten
Sie daher die Rubrik *VLF* oder *DARC* in der naechsten Zeit wieder.
Ich werde den Termin aber noch bestaetigen....

Allen nochmals ein grosses *TNX*! Die Auflistung der Stationen am
Anfang des Berichtes soll auch dazu dienen, die *Gemeinde der LOWFER
in DL* etwas untereinander bekannt zu machen...

Selbstverstaendlich gehen an die *Neu-Hoerer* SWL-QSL-Karten von DA0LF
auf die Reise, sofern DA0LF gehoert wurde....

Vy 73,

Peter/DJ8WL/DA0LF (DARC/HF-Referat).


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        (ca. 700 Seiten, wissenschaftlicher Inhalt)

             "VLF Radio Engineering"

        von   Arthur D. Watt, Boulder/Colorado, USA
              PERGAMON PRESS, Braunschweig
 


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