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OE1KWA > VEREIN 09.05.97 08:20l 216 Lines 10595 Bytes #999 (0) @ OE
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Subj: Bericht v d 13.PR-Tagung
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Subj: 13. Int. Packet-Radio Tagung / Bericht
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Presseinfo, 13. Int. PR-Tagung / Kurzfassung
Die 13. Internationale Packet-Radio Tagung an der TH Darmstadt am 26.
und 27. April 1997 wurde vom stellv. Distriktsvorsitzenden des DARC
Distriktes Hessen, Bernd Schneider, DB3PA, eröffnet.
Die Tagung, die zuerst an der Universität Frankfurt und seit 1994 an der TH
Darmstadt stattfindet, ist mit mehr als 200 Teilnehmern die größte ihrer Art
in Europa und hat auch weltweit eine überragende Bedeutung. Hier werden
Grundsatzvorträge gehalten und Verfahren entwickelt, die das Packet-Radio
Netz nachhaltig verbessern. Die TH Darmstadt war an dem letzten
Aprilwochenende wieder der Treffpunkt aller bedeutender Entwickler und
Betreiber des Packet-Radio Netzes.
Die diesjährigen Vorträge befassten sich schwerpunktmässig mit
Kanalzugriffsverfahren, der Einbindung von TCP/IP, sowie Packet-Radio im
Geschwindigkeitsbereich deutlich oberhalb 64 Kbit/S.
Neben den Vorträgen wurde an mehreren Ständen die neusten
Entwicklungen im Bereich Packet-Radio dargestellt. Als Link zum Packet
Netz diente ein 70cm Breitbandzugang mit 76.800 Bit/S. Die verwendeten
Rechner liefen unter Windows 95 und Linux. An diversen Messplätzen
bestand die Möglichkeit Modems und Transceiver mit modernsten
Messmitteln zu überprüfen und abzugleichen.
Thomas Beiderwieden, DL3FDU
Presseinfo, 13. Int. PR-Tagung / Langfassung
Die 13. Internationale Packet-Radio Tagung an der TH Darmstadt am 26.
und 27. April 1997 wurde vom stellv. Distriktsvorsitzenden des DARC
Distriktes Hessen, Bernd Schneider, DB3PA, eröffnet.
Die Tagung, die zuerst an der Universität Frankfurt und seit 1994 an der TH
Darmstadt stattfindet, ist mit mehr als 200 Teilnehmern die größte ihrer Art
in Europa und hat auch weltweit eine überragende Bedeutung. Hier werden
Grundsatzvorträge gehalten und Verfahren entwickelt, die das Packet-
Radio Netz nachhaltig verbessern. Die TH Darmstadt war an dem letzten
Aprilwochenende wieder der Treffpunkt aller bedeutender Entwickler und
Betreiber des Packet-Radio Netzes.
Prof. Dr.-Ing Zürneck, DL4FBI, hielt als Vertreter des Hausherren den
Eröffnungsvortrag. Er referierte über das internationales Bakensystem auf
Kurzwelle. Es wird auf verschiedenen Bändern von insgesamt 18 Baken
betrieben, die, zeitlich synchronisiert, auf einer Frequenz pro Band mit
wechselnden Ausgangsleistungen senden. Prof. Zürneck hat ein
Programm entwickelt, das die Feldstärken der Baken automatisch von
einem KW Transceiver abtastet und aufbereitet.
Danach begonnen die Fachvorträge, die hier kurz erwähnt werden sollen.
Matthias Welwarsky, DG2FEF
Kanalzugriffsverfahren in PR
Matthias stellte ausführlich die heute benutzten Zugriffsverfahren vor und
skizzierte einen neuen Ansatz zur Realisierung von OPTIMA. OPTIMA ist
ein Konzept, welches mehr Durchsatz auf Duplex-Digipeatern bringt.
Vereinfacht gesagt ist OPTIMA eine geschickte Implementierung von
DAMA auf Duplexdigis. Hier arbeitet der Digi im Vollduplexmode und
benutzt die beiden ihm zur Verfügung stehenden Frequenzen unabhängig
voneinander. So können Stationen zum Senden aufgefordert werden,
während noch Daten an andere Stationen ausgesendet werden.
Pieter-Tjerk de Boer, PA3FWM
Duplex-DAMA/OPTIMA Experimente
Pieter-Tjerk hat eine eigene Knotensoftware entwickelt, die unter anderem
Benutzereinstiege nach dem OPTIMA Prinzip verwalten kann. Sein "AX" ist
multiprotokollfähig und kann als NetRom- und IP-Router arbeiten. "AX" wird
zur Zeit auf zwei Netzknoten in den Niederlanden eingesetzt. Die
Knotensoftware befindet sich zur Zeit noch in der Experimentierphase, die
Erfahrungen mit Duplex DAMA/OPTIMA sind jedoch sehr gut.
Ralf Zimmermann, DL1FDT und Bernd Ludewig, DH5IAE
Digitale Nutzlasten auf AMSAT Phase 3D
Ralf und Bernd stellten den neuesten AMSAT Satelliten "Phase 3D" vor.
Sie waren im Auftrag der TH Darmstadt an der Entwicklung der
Lageregelung des Satelliten beteiligt.
Der Schwerpunkt des Vortrages lag bei den Transpondern und den
mitfliegenden Experimenten. So ist der P3D der erste Amateursatellit (es
gibt überhaupt nur einen weiteren kommerziellen Satelliten mit einer
solchen Ausrüstung), der über eigene GPS Empfänger verfügt. Der Satellit
ist weiterhin mit zwei CCD Kameras ausgerüstet, die von der AMSAT-JA
bereitgestellt werden. Das englische Experiment CEDEX stellt
Informationen über Weltraumstrahlungen zur Verfügung.
Alle Experimente werden im RUDAK-U zusammengeführt und für
Funkamateure abrufbar gemacht.
Herausragend bei der verwendeten Funktechnik sind die 300 Watt
Ausgangsleistung auf 70cm, sowie 70 Watt aus einer kommerziellen
Wanderfeldröhre auf 10GHZ, die dem Satelliten zusammen mit einem
Antennengewinn von 22dBi eine Strahlungsleistung geben, die
kommerzielle Satelliten, wie z.B. ASTRA übertrifft.
Der Satellit wird auf Frequenzen zwischen 144 MHz und 24Ghz zu
erreichen sein.
Christian H. Geuer, DG5EAW
Kryptografische Verfahren im Amateurfunk
Christian stellte ein neues Konzept zur Sicherung des Netzwerks vor, d.h.
im Gegensatz zu PGP wird hier die Netzwerkebene gesichert, also z.B.
schon der Weg vom User zum Digi. Er geht von der Voraussetzung aus,
daß das Netzwerk an sich (Digis und Mailboxen) sicher ist und durch die
Absicherung der Verbindung User <-> Digi eine größtmögliche Sicherheit
gegeben ist.
Thomas Sailer, HB9JNX
Packet-Blaster97
Thomas stellte seine Weiterentwicklung für Packet-Radio über
Soundkarten unter Windows95 und Linux vor. Mit seinen Flexnettreibern ist
es möglich unter beiden Betriebssystemen Paket-Radio mit
Geschwindigkeiten bis zu 9600 Bit/s über Audiodevices zu realisieren
Roland Wagner, DB9ZY
13cm Transceiverbaugruppen und ihr universeller Einsatz in PR
Roland stellte verschiedene kommerzielle Chipsätze für den 2.4 GHz-
Bereich vor, die in entsprechende Schaltungen eingebaut, für den
Amateurfunkverkehr nutzbar sind. Die Schaltungen wurden von ihm im
Rahmen einer Studienarbeit entwickelt.
Felix J. Riess, DL8OBC
Mailbox Store und Forward richtig einrichten
Felix erklärte wie das Routing für Mails an sich funktioniert und gab Tips
und Hinweise, wie die Konfiguration optimiert werden kann.
So ist es z.B. sinnvoll Usermails so weit wie möglich in die Nähe des Ziels
zu forwarden, wohingegen Infomails nur zu den benachbarten umliegenden
Boxen geschickt werden sollten.
Wichtig ist auch, das aufgrund des hierarchischen Routings alle Boxen der
gleichen Region (#HES, #RPL) direkt eingetragen sein müssen, ebenso
müssen alle Regionen und Länder des eigenen Kontinents bekannt sein.
Frank Knoll, DL2FCH
DSPCOM
Frank stellte in diesem Vortrag noch einmal kurz seinen DSPCOM vor.
Regelmäßigen Tagungsteilnehmern ist dieser Multimodecontroller für die
Datenübertragung mit den meisten im Amateurfunk gebräuchlichen
Betriebsarten schon von den Veranstaltungen 1993 und 1996 bekannt.
Der DSPCOM dient auch als Entwicklungsplattform für neue
Modulationsverfahren, z.B. eines OFDM Verfahrens. Hier wurde ein Viterbi-
Coder/Decoder in Software realisiert, eine Chiprealisierung steht noch aus.
Martin Liebeck, DL2ZBN und Alexander Kurpiers, DL8AAU
Hochgeschwindigkeits-PR
Martin und Alex stellten ein Konzept für Hochgeschwindigkeits Packet-
Radio (größer 64 KBit/S) vor. Es werden die neuen Breitbandkanäle
(200KHz) im 70cm Band benutzt. Ein funktionierender Prototyp war auf der
Tagung in Betrieb. Mit Hilfe dieses Konzepts wird es in Zukunft möglich
sein, u.a. digitale Sprache zu übertragen.
Gunter Jost, (D)K7WJ
Neues von FlexNet
Gunter stellte einige Features der neuesten RMNC Version 3.3g vor. Die
neue ist jetzt verfügbar und sollte auch, gerade bei Knoten mit vollen
Linkstrecken baldmöglichst eingesetzt werden.
Einen neuen RMNC Slave hat Gunter noch nicht angekündigt, aber er
stellte seine neuesten Ideen und Planungen (CPU, Speicher,
Geschwindigkeit, usw.) vor.
PC/FlexNet (Usermodul) ist jetzt unter Windows95 verfügbar. Es erfreut
sich großer Beliebtheit, die Software wurde allein in der Woche vor der
Tagung mehr als 500mal von Usern angefordert.
Im letzten Jahr wurde sehr viel an der Integration von TCP/IP in PC/FlexNet
getan. Da FlexNet schon immer transparent für höhere Protokolle war, ist
eine Implementation von TCP/IP oder eines IP-Routers bei FlexNet nicht
notwendig.
Ein Modemadapter für den Enhanced Parallel Port (EPP)
Dieses Gemeinschaftswerk von Henning Rech, DF9IC, Gunter Jost,
(D)K7WJ, Johannes Kneip, DG3RBU und Thomas Sailer, HB9JNX, ist ein
Hochgeschwindigkeitsmodem für User. Es ist sozusagen die Gegenstelle
zu den neuen Hochgeschwindigkeitsdigis, deren Technik von DL2ZBN und
DL8AAU vorgestellt wurden. Ein EPP Modem wurde auf der Tagung im
Praxisbetrieb gezeigt, es wurde mit diesem Modem eine 76,8 Kbit/S
Vollduplex-Verbindung auf 70cm zu DB0DAR realisiert.
Jürgen Hasch, DG1SCR
Bitfehlermessungen mit DSP-Modems
Jürgen hat Routinen entwickelt, die es ermöglichen Augendiagramme von
empfangenen Signalen zusehen und gleichzeitig Bitfehlermessungen an
den Empfangssignalen vorzunehmen. Sie basieren auf einem
DSP56002EVM Modem und PC/FlexNet kompatiblen Treibern. Die
Augendiagramme werden online auf dem PC-Bildschirm dargestellt.
Der Aufbau von Linkstrecken im 6cm-Band ist immer noch Neuland in der
deutschen Packet-Radio Szene. Alexander Kurpiers, DL8AAU und Martin
Liebeck, DL2ZBN leiteten einen Workshop, der Sysops und Bastlern, die
sich mit dieser Technologie beschaeftigen, Tips und Anregungen gab.
Der Schwerpunkt des zweiten Tages der Veranstaltung lag bei TCP/IP.
DC6IQ, (D)K7WJ und DG2FEF gaben eine Einblick in die Grundlagen
dieses wichtigen Protokolls und zeigten auf, wie es im Amateurfunk genutzt
wird, bzw. welche Möglichkeiten es in Zukunft noch damit gibt.
Neben den Vorträgen wurde an mehreren Ständen die neusten
Entwicklungen im Bereich Packet-Radio dargestellt. Als Link zum Packet
Netz diente ein 70cm Breitbandzugang mit 76.800 Bit/S. Die verwendeten
Rechner liefen unter Windows 95 und Linux. An diversen Messplätzen
bestand die Möglichkeit Modems und Transceiver mit modernsten
Messmitteln zu überprüfen und abzugleichen.
Thomas Beiderwieden, DL3FDU
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