OpenBCM V1.13 (Linux)

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[JN59NK Nuernberg]

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DL9RDZ > UNIX     15.10.97 13:43l 48 Lines 2073 Bytes #-10501 (0) @ DL
BID : FA7OE5XBL00T
Read: OE1SMC GUEST
Subj: Re: Frage LILO
Path: OE1XAB<OK0PBX<OE3XSR<DB0WGS<OE5XBL
Sent: 971015/0929z @:OE5XBL.#OE5.AUT.EU [Mailbox Braunau JN68PC] BCM1.39s
From: DL9RDZ @ OE5XBL.#OE5.AUT.EU  (Hansi)
To:   UNIX @ DL
X-BID: FA7OE5XBL00T


Hallo Bernd,

> Was mir aber noch nicht ganz klar ist, trotz lesen in Buechern, ist,
> hat der Bootmanager LILO auch seine Finger drin wenn ich von der DOS-Ebene
> mit LOADLIN Linux starte.

Nein, LILO ist ganz unabhängig von LOADLIN, beide machen im Prinzip
nichts anderes, als daß sie den Linux-Kernel (vmlinuz, zImage, wie auch
immer) laden und dann ausführen. Was dann kommt hängt nur mehr allein
vom Kernel ab.
(LOADLIN hat natürlich den Nachteil daß man a) zuerst DOS starten muß und
b) sich der Kernel auf der DOS-Partition befinden muß (nicht vergessen diesen
dort hin zu kopiern, wenn man den Kernel neu kompiliert) - aber solang man
Linux nicht als Haupt-Betriebssystem sondern nur gelegentlich benutzt,
macht das wohl nichts)


> Oder anders gefragt, gibt es eine Config die beim Booten abgearbeitet wird?
> Oder sind alle Infos in vmlinuz versteckt??
Viele Informationen stecken direkt im Kernel drinnen, insbesondere welche
Gerätetreiber fest beim Starten geladen werden. Um diese Konfiguration
zu ändern, muß man den Kernel komplett neu kompilieren. (Falls Du ältere
Literatur hast, die zum Kernel konfigurieren "make config" verschlägt:
tu's nicht, verwende statt dessen im Textmodus "make menuconfig" oder unter
X11 "make xconfig", das vereinfacht vieles...)
Inzwischen gibt es aber auch ladbare Treiber-Module, also Treiber, die
man nachträglich laden kann, ohne den Kernel auszutauschen. I.a. muß man
aber diese auch erst passend zum Kernel kompilieren.

Alles weitere wird dann nach dem Starten durch Config-Dateien in dem 
Verzeichnis /etc gesteuert, wie die Konfiguration von Netzwerk-Routen,
vom Mail-System, etc. Vor allem wenn man damit keine Erfahrung hat, sollte
man aber dort wenig direkt ändern, sondern soweit möglich lieber komfortable
Konfigurationsprogramme, wie sie inzwischen bei jeder neueren Linux-
Distribution dabei sind, verwenden...


Nunja, das solls vorerst von hier gewesen sein. Vielleicht hilfts ja ein
klein wenig weiter...


73 de Hansi DL9RDZ


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