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DG2XK > UHF 11.11.97 00:15l 66 Lines 2658 Bytes #-10290 (0) @ DL
BID : AB7DB0LX021
Read: GUEST DD3IA
Subj: FM-Hub OK
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Sent: 971110/1937z @:DB0LX.#BW.DEU.EU [Ludwigsburg/JN48OV, OP:DL4SDA] BCM1.39
From: DG2XK @ DB0LX.#BW.DEU.EU (Klaus)
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X-BID: AB7DB0LX021
Hubeinstellung für Packet-Radio, SSTV, FAX
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Das hier vorgestellte Verfahren der FM-Hubeinstellung habe ich bei
einer Literaturdurchsicht mehr oder weniger nebenbei entdeckt und
möchte es wieder in Erinnerung bringen, weil eine ganze Reihe von
Amateuren - und nicht nur Newcomer - bei PR und SSTV im 70 cm-Band
mit einem falsch eingestellten Hub arbeiten.
Es erlaubt eine vergleichsweise einfache, aber trotzdem ausreichend
genaue Einstellung des Frequenzhubs ohne einen Hubmesser, der den
meisten Amateuren nicht zur Verfügung steht.
Benötigt werden ein SSB-Empfänger, der auf der gleichen Frequenz
arbeitet wie der abzugleichende Sender und ein Tongenerator für
den Bereich von ca. 1200 bis 1400 Hz. Für den Tongenerator kann
ersatzweise ein TNC im Calibrate-Modus oder die Testfunktion von
JVFAX benutzt werden.
Bei der Modulation eines FM-Senders bleibt die gesamte Ausgangs-
leistung konstant, es ändert sich nur die Verteilung der Leistung
zwischen dem Träger und den Seitenbändern.
Wird mit einem Einton - Signal moduliert, sinkt die Trägerleistung
mit steigender Amplitude der NF bis auf Null ab. Nach diesem Punkt
nimmt die Trägerleistung wieder zu, nun allerdings mit umgekehrter
Phasenlage.
Diese Abhängigkeit der Trägerleistung von der Amplitude des Einton-
Signals wird durch eine Besselfunktion (J(O)) beschrieben. In einem
FM-System, das mit einem Ton moduIiert wird, erscheinen die Seiten-
bänder bei Vielfachen der Tonfrequenz. Der Modulationsindex M ist
definiert als Quotient aus Hub und Modulationsfrequenz:
M = Frequenzhub / Modulationsfrequenz.
Bei M = 2,4 ist die erste Nullstelle der Trägerleistung. Für den
Abgleich ist es erforderlich, ein Einton-Signal auf den Mikrophon-
eingang zu geben und den Trägerton an einem SSB-Empfänger zu
verfolgen.
Der Hub ist so einzustellen ( ggf. mit Mike - Gain ), daß der
Trägerton nicht mehr zu hören ist. An diesem Punkt ist der Hub
gerade 2,4 mal so groß wie die Frequenz des Einzeltones, mit dem
moduliert wurde.
Bei einer Tonfrequenz von 1200 Hz erhält man einen Hub von 2880 Hz,
bei einer Tonfrequenz von 1400 Hz liegt der Hub bei 3360 Hz.
Dieser Wert hat sich z. B. als recht gut geeignet für den Packet-
Radio - Betrieb herausgestellt.
Quelle: Mort Cohan, KA 1 IU, Accurate Setting of FM Transceiver
Devitation, NEPRA Packet Ear, August 1985 //
siehe: CQ-DL 8/1986 Jürgen Sturhahn, DL8LE
Vy 73`s de Klaus, DG2XK
--------------------------------------------------- fmhub-ok.doc ---
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