OpenBCM V1.13 (Linux)

Packet Radio Mailbox

DB0FHN

[JN59NK Nuernberg]

 Login: GUEST





  
DO9ST  > TECHNIK  09.02.04 11:01l 46 Lines 2709 Bytes #999 (0) @ DL
BID : 92EDB0FHN00F
Read: GUEST DK4IR DJ9AO DL4DBX DB0FHN OE7FMI
Subj: Funkschlüssel - SAT1
Path: DB0FHN
Sent: 040209/1001z @:DB0FHN.#BAY.DEU.EU [JN59NK Nuernberg OP:DG8NGN] openbcm1.0
From: DO9ST @ DB0FHN.#BAY.DEU.EU (Thomas)
To:   TECHNIK @ DL
Reply-To: DO9ST @ DB0LJ.#RPL.DEU.EU
X-Info: No login password

Folgender Bericht stammt von SAT1.

 Haben sie eigentlich auch eine Funkfernbedienung für ihren Wagen? Die Dinger 
sind ja ziemlich praktisch – aber auch gefährlich. Denn schon ein kleines 
Handfunkgerät reicht aus, um Funkschlüssel außer Gefecht zu setzten.
Die zum Auf- und Abschließen von Autos benötigten Datenmengen werden meist 
auf Frequenzen zwischen 433,600 und 433,850 MHz gesendet. Einige Funkgeräte 
senden auf der selben Frequenz, aber sehr viel stärker und damit wird das 
Funksignal des Schlüssels überlagert, der Funkschlüssel funktioniert nicht 
mehr.
Gefährlich kann das dann werden, wenn jemand einen Autofahrer daran hindert 
seinen Wagen wirklich abzuschließen. Denn sehr oft wird die Funkfernbedienung 
gedrückt ohne danach zu kontrollieren, ob der Schließmechanismus auch 
wirklich funktioniert hat. Ergebnis: Das Auto bleibt offen. Diebe können nun 
ungehindert und ohne Spuren zu hinterlassen Dinge aus dem Auto oder sogar den 
Wagen selbst stehlen. Es ist sogar möglich das Signal der Funkfernbedienung 
abzufangen und zu speichern. So haben Kriminelle relativ schnell und einfach 
eine zweite Fernbedienung. Der Einbruch in Autos ist dann wirklich nur noch 
ein Kinderspiel.
Walkie-Talkies, Computerverbindung, Baby-Phone, Funkkopfhörer und eben auch 
Fernbedienungen für das Auto - alle senden auf der selben Frequenz.
Mit größeren Geräten wie z.B. einem Amateur-Funkgerät, das 50 mal stärker ist 
als ein Handfunkgerät kann man sogar relativ große Flächen lahm legen.
Funkaussetzer durch Funkgerät. So einfach und doch so wirksam.
Nur warum ist das so einfach möglich?
Funkfernbedienungen für Autos laufen auf einer ISM-Frequenz. Der Vorteil: Der 
Anwender braucht die Geräte nicht anzumelden, er braucht auch keine extra 
Gebühren zu zahlen. Der billige Preis bei diesen Geräten hat aber auch zur 
Massenproduktionen geführt. Dadurch müssen sich jetzt immer mehr Funkgeräte
die ISM-Frequenzen teilen. Da kommt es zwangsläufig zu Störungen.
Die Autohersteller kennen das Problem. Mercedes zum Beispiel hat das
Keyless-Go-System eingeführt. Mercedes-Fahrer brauchen weder Schlüssel noch 
Funkschlüssel. Mit einer Key-Card wird die Tür geöffnet und der Motor 
gestartet.
Und der Code dieser Key-Card ist um ein vielfaches komplizierter als der 
einer normalen Funkfernbedienung – also nicht so leicht zu knacken. Renault 
hat ein ähnliches System.
Übrigens: Es gibt kein Gesetz, welches das Stören durch Funk-Frequenzen 
verbietet.
Unser Tipp an alle Autofahrer mit Funkschlüssel: Nicht einfach nur das 
Knöpfchen drücken und gehen. Immer kontrollieren ob der Wagen auch wirklich 
richtig verschlossen wurde.

Quelle: http://www.sat1.de/auto/automagazin/themen/02328/

73 de Thomas


Read previous mail | Read next mail


 22.03.2026 18:50:44lGo back Go up