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DB0FHN

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DO1ERS > SWL      20.12.06 11:45l 104 Lines 4168 Bytes #999 (0) @ DL
BID : KCGDB0UHC012
Read: DK5RAS GUEST
Subj: SAQ sendet am 24.12.2006
Path: DB0FHN<DB0FOR<DB0SIF<DB0MRW<DK0WUE<ON0BEL<DB0RES<DB0LJ<DB0PRA<DB0UHC
Sent: 061220/1040z @:DB0UHC.#NRW.DEU.EU [Grevenbroich JO31HB] obcm1.06
From: DO1ERS @ DB0UHC.#NRW.DEU.EU (Ruediger)
To:   SWL @ DL
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Hallo SWL/OM/YL...

Der Längstwellensender mit dem Rufzeichen SAQ im schwedischen Grimeton sendet 
am
24.12.2006 ab 8:00 UTC in CW auf 17,2kHz.

SAQ ist der einzig erhaltende Längswellensender der Welt. Im ersten Weltkrieg 
gab es ein
ganzes Netzwerk solcher Sender, da nur so die Kommunikation zwischen Schweden 
un den USA
möglich war. Heute sendet er nur noch zu besonderen Anlässen.

Der Empfang ist sehr einfach. Alles was man benötigt ist ein PC mit 
Soundkarte, das
kostenlose Programm Specrum Lab (Download unter 
http://www.qsl.net/dl4yhf/spectra1.html),
ca 100m Klingeldraht, 1 10cm durchmesse Papp oder Plastikröhre und einen 
3,5mm Klinkenstecker.

Der Klingeldraht wird auf die Röhre gewickelt und der Anfang und das Ende an 
den
Klinkenstecker gelötet. Der Klinkenstecker wird in den Mic oder Line-In 
Eingang der
Soundkarte gestöpselt. Wichtig ist nur das die Zuleitung zwischen Computer 
und Spule
mindestens 2m lang ist, da der Computer (und besonders der Monitor) sonst zu 
viele
Störungen produziert.

Das Programm muss folgendermaßen eingestellt werden:

1. Farben auf Schwarz/Weiß stellen, da man sonst schenll den Überlick 
verliert: OPTION ->
   LOAD COLOR PALETTE

2. Einstellen der Samplingrate um die Frequenz festzulegen:
   OPTION -> AUDIOSETTINGS
   Die höhcste Empfangbare Frequenz  brechenet sich durch F = Samplingrate / 
(2 *Input Sample Rate Divisor).
   Für eine maximale Empfangsfrequenz von 24 kHz (handelsübliche Soundkarten 
können keine Eingangssignale
   mit höherer Frequenz verarbeiten), muß man also die Samplingrate auf 48000 
Hertz und den Input Sample
   Rate Divisor auf 1 setzen.

3. FFT einstellen:
   Für VLF-Empfang muß der FFT-Output auf "Logarithmic" gesetzt werden und es 
sollte als FFT-Typ
   "Real Number FFT Starting at 0" gewählt werden. Mit "FFT Input size 
("length")" wird die FFT-Größe
   eingestellt. Deren Wert bestimmt die Zeit- und Frequenzauflösung der auf 
den Spektrogrammen dargestellten
   Signale nach folgenden Formeln:

   Frequenzauflösung = Samplerate / FFT-Größe
   Zeitauflösung = FFT-Größe / Samplerate

   Allerdings ist bei der Wahl der FFT-Größe zu beachten, dass die 
Frequenzauflösung bei der Wahl eines großen
   Wertes für die FFT-Größe nicht durch diese, sondern durch die Breite der 
Darstellung begrenzt wird. Sie beträgt
   für eine Bildschirmauflösung von 640 × 480 Pixeln bei Vollbilddarstellung 
etwa 500 Pixel und nimmt mit höherer
   Auflösung entsprechend zu. Wählt man eine sehr kleine FFT-Größe, so wird 
in der Regel die Zeitauflösung nicht
   durch diese, sondern durch die Verarbeitungsgeschwindigkeit des PCs 
bestimmt. Da letztere durchaus beachtlichen
   Schwankungen unterworfen sein kann, erhält man in solchen Fällen 
Spektrogramme mit ungleichmäßiger Unterteilung
   der Zeitachse! Für die Darstellung eines Frequenzintervalls mit einer 
Breite von 9kHz bis 15kHz hat sich eine
   FFT-Größe von 8192 oder mehr in allen Fällen als geeignet erwiesen.

4. Anzeigemodus einstellen:
   OPTION ->DISPLAY SPECTRUM SETTINGS sollte der Amplitudenbereich zwischen 
-130 -60 db liegen.


Zum Schluß ist noch im Hauptfenster mit den beiden Schiebereglern B (für 
"Brightness") und C (für "Contrast")
unter "Color Palette" die optimale Empfindlichkeit einzustellen. Hierzu wird 
die Empfangsantenne abgesteckt
oder kurzgeschlossen und der Regler B so lange verschoben bis gerade noch ein 
weißer Hintergrund zu sehen ist.
Mit dem Regler C wird der Kontrast der Anzeige eingestellt. Er kann so 
eingestellt werden, dass man feine
Intensitätsunterschiede wahrnehmen kann oder auch nicht. Zu seiner optimalen 
Einstellung sollte die Antenne
wieder in Betrieb genommen werden. Da sich die Einstellungen der Regler B und 
C gegenseitig beeinflussen,
sind die hier beschriebenen Schritte unter Umständen mehrfach zu wiederholen, 
bis man mit der Anzeige
zufrieden ist. Der PC ist jetzt als Längstwellenempfänger betriebsbereit..

Um automatischen Betrieb durchzuführen ist unter dem Menüpunkt "File" der 
Untermenüpunkt
"Periodic Actions" auszuwählen.


vy 73 es gd DX de DO1ERS, Ruediger



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