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DB6WY > STANDARD 15.05.99 21:56l 225 Lines 10618 Bytes #999 (999) @ DL
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Subj: umbauanleitung C508 und 9k6
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umbauanleitung für das C508 15.5.99
ich übernehme keine garantie auf funktion mit anderer hardware als bei mir
getestet, auch zeichne ich nicht für schäden verantwortlich, die beim umbau von
dem kleinen gerät entstehen.
folgende warnhinweise sind zu beachten:
1) superfeine lötspitze nötig, notfalls ne neue kaufen, spitz, lang, heiß !
2) wer zittert oder keine ruhe um sich rum hat, sollte sich nicht dranwagen
3) wer keine erfahrung in SMD hat, finger weg
4) beim auf und zuschrauben, rumwerkeln jeglicher art: AKKUS RAUS
5) sollte man doch mal nen akku vergessen, qualmts nit so arg wenn man seine
alten NiCad-akkus benutzt anstatt der üblichen 1200er oder 1400er NIMH
6) wer sichs nit zutraut: versierten smd-löter suchen.
7) ohne oszi: finger weg
8) schlechtes licht: finger weg
das gerät eignet sich nach meinen tests recht gut für 9k6, besser wie z.b. das
rv400 oder das rl402, leider kanns nicht soviel leistung wie andere handfunken.
das txd liegt recht günstig, nur das txd muß etwas länger sein, weil die
umschaltung mit einem richtigen 9k6-trx nicht mithalten kann. es ist und
bleibt nur ne handfunke mit 2 abgriffen.
die ausgangsspannung am modem/tnc sollte man so einstellbar machen, daß man
zwischen 0 und 50mV einen schönen regelbereich hat, das 508 läuft hier bei mir
mit 20mVss einwandfrei.
wer kein oszi hat muß probieren und mit einem kontroll-rx nach gehör einstellen
grundeinstellungen:
filterkurve am par96: alle schalter nach unten (on)
filterkurve am df9ic-modem: alle brücken setzen
ausgangsspannung auf 20-25mVspitze-spitze einstellen
txd 12-15, je nach lokalem digi.
zum umbau selbst:
die arbeitsplatte mit einem weißen blatt papier belegen, eventuell das papier
festkleben mit tesafilm, dann sieht man die schrauben gut, man verkratzt sich
auch nicht die gehäuseteile (front).
antenne entfernen, akkudeckel abziehen, oberen akku entfernen, gerät auf die
front legen und auf der rückseite die 4 schrauben entfernen und gut
aufbewahren (schüsselchen, rama-dose, tütchen, etc)
kanal-drehknopf abziehen und zu den schrauben legen.
das hintere gehäuse teil kann man nun mit spitzen fingern auf die seite
klappen, vorsicht mit dem flachbandkabel !
nun sieht man die inneren vom gerät, an der rückseite muß gearbeitet werden,
also entfernt man vorsichtigst (pinzette oder so) den haltebügel von dem
flachbandkabel. 1-2mm läßt der sich anheben, dann kann man vorsichtig das
flachbandkabel aus der halterung zupfen.
danach entfernt man die verbindungen von lautstärke-poti und den drehknopf und
legt die front-seite zur seite.
dann liegt die rückseite allein auf dem tisch, mit einem kleinen
schraubenschrauber entfernt man die 3 schrauben, die die platine auf dem
chassis halten, vorsicht, die schrauben fallen weit weg wenn sie mal fallen.
die platine an der unteren seite ganz leicht anheben, so daß die senkrechte
platine mit ptt-taste etc über die gehäusenasen paßt.
danach mit dem lötkolben (feine spitze!) die masseverbindung und die seele von
der antennebuchse ablöten. vorsicht bei der seele, der stift lötet sich sofort
aus der platine aus und dann gibts zusätzlichen umstand.
nach der lötung kann man die platine aus dem chassis rausnehmen. für den
rx-abriff zu finden legt man sie so hin: antennenanschluß oben links,
flachbandanschluß unten rechts. dann sieht man rechts neben dem
flachbandanschluß 2 kleine potis, der obere iss für den squelch.
nebendran sitzt ein grünes filter, mit der beschriftung 15A, leicht oberhalb
davon sieht man den demodulator-chip, 31136 genannt.
an der rechten oberen ecke ist der pin 9 aus dem das rohsignal was wir brauchen
rauskommt. mit dem feinen lötkloben, feinem zinn und viel geduld kann man da
den draht den man rausführen will anlöten. der draht sollte ca 15cm lang sein
und keinesfalls zu dick.
wer nicht drankommt, kann sich neben dem pin 9 auch die durchführung auf die
platinenrückseite suchen und dort anlöten (VOR dem tiefpaßfilter!), eine exakte
beschreibung erspar ich mir, es gibt dazu auch JPG-bilder.
hat man den draht angelötet, kontrolliert man nochmals die lötstelle, nicht daß
pin 9 und 10 miteinander kurzgeschlossen sind.
das wäre der nf-abgriff für den emfpang.
der sendeabgriff ist recht leicht zu finden: beim öffnen des gerätes fällt dem
geübten bastler gleich das silberne blechgehäuse auf der hinteren platine auf.
unter diesem gehäuse sitzt ein fertiger baustein, K001 genannt, wir sagen VCO
dazu. der baustein hat insgesamt 8 beine die durch die platine gehen und auf
der anderen seite verlötet sind. also drehen wir die platine mal rum.
rechts und links sind 2 masse-anschlüße von der blechkappe eingelötet, neben
dem rechten anschluß sitzen 4 lötpunkte übereinander, am linken sitzen 2
lötpunkte. sieht in etwa so aus:
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zwischendrin sitzt natürlich jede menge SMD, also nicht verwirren lassen !
den massenanschluß links kann man sich zunutze machen, wenn man dünne,
geschirmte litze verwendet, bei mir tuts ungeschirmte recht gut.
der obere pin auf der linken seite iss der interessante pin für uns, da speisen
wir nämlich unser 9k6-signal ein, sprich wir löten auf den draht fest.
vor dem festlöten aber schauen wir uns an, wie der draht zwischen
gehäuserücken und platine zur gerätemitte (da wo das flachbandkabel iss)
hingeführt werden kann.. ich habs zur seite geführt und dann hinter dem
flachbandkabel durchgezogen, ging recht gut.
wenn man sich das angeschaut hat und weiß wie man das rausführt, draht anlöten.
dabei keinen kurzschluß gegen masse oder den unteren pin machen. der untere pin
iss der mod-eingang für 144mhz, das gibt komische effekte wenn man die
vco-eingänge miteinander verbindet. theoretisch kann man aber auch 9k6 auf
144mhz machen, ich habs aber nicht probiert.
hat man die drähte angelötet, alles kontrolliert und ist sich sicher, daß alles
ok ist, dann steckt man die platine in den gehäuserücken und guggt, ob man den
tx-draht nicht quetscht. ist alles ok, platine anschrauben, danach erst die
antennebuchse anlöten (spannungsfreie lötstelle hält länger).
das lautstärke-poti kann man wieder draufstecken, die andere gehäusehälfte legt
man mal daneben also wären sie verbunden durch das flachband.
dann sieht man schon, daß rundrum kein platz mehr für eine 3.5mm klinkenbuchse
mehr ist, also muß man die drähte anders nach außen führen: durch den
akkuschacht und das loch für den reset-taster. man zieht die drähte durch und
biegt sie dabei so vor, wie sie später beim zusammenklappen liegen sollen.
trockenübung machen um zu sehen ob alles paßt.
paßt alles soweit zusammen, den drehknopf-stecker auf die frontplatine stecken
und dann das flachband in den stecker auf der platine schieben. vorsicht, wenn
der haltebügel verrutscht ist oder der einführwinkel nicht stimmt, macht man
das kabel kaputt.. sitzt das flachbandkabel, haltebügel gleichmäßig auf beiden
seiten runterdrücken, dabei darf sich das kabel nicht verschieben.
wenn bis dahin alles gut gegangen ist, kann man am offenen gerät im prinzip den
ersten connect machen. dazu braucht man aber noch die ptt, die besorgt man sich
über die klinkenbuchse vom mikrofon. wenn man am ptt-taster abgreift, hat man
das problem, daß shack-geräusche über das interne mike noch auf den modulator
kommen, das verschlechtert die qualität der aussendung durchaus.
masse bekommt man auch über den 2.5mm klinkenstecker vom mike, also recht
praktisch die lösung (auch wenns mehr kabelsalat ist).
vom tnc oder modem her braucht man nun ein entsprechendes offenes kabel,
entweder man lötet die 2 strippen an die 2 strippen vom tnc oder nimmt für die
schnelle die berühmten krokoklemmen. wo und wie man den 10æF elko in die tx-nf
einschleift bleibt jedem selbst überlassen, wenns ein bipolarer ist spart man
sich die ausmesserei. bei mir gehts aber auch ohne elko.
aufpassen, daß man die rx- und tx-nf nit vertauscht, bei meinen bildern ist tx
grün, rx gelb. ptt rein und den 2ten akku wieder in das gerät einsetzen.
antenne nicht vergessen.
qualmt was: feuerwehr rufen, qualmt nix: gerät einschalten, PC starten und
software für modem/tnc starten.
mitlesen sollte direkt möglich sein, wenn wenig los ist, kann es sein, daß der
akku-saver der den rx taktet die hälfte der frames verschluckt. um das zu
verhindern, kann man den oben geannnten squ-poti vorsichtig gegen den
uhrzeigersinn verdrehen bis rauschen aus dem lautsprecher kommt. für /p betrieb
ist das natürlich käse, aber zum testen gut.
geht das mitlesen, kann man sich ans senden machen, ob gummiwurst oder
außenantenne muß jeder selbst wissen...
das 508 auf eine unbelegte qrg stellen (25khz oberhalb der digiqrg oder so), am
PC txd von 60 einstellen und im monitor/unproto-mode eine zeile ääää oder öööö
schicken. dabei mit dem oszi am kontroll-rx das auge anguggen (der konmtroll-rx
muß natürlich nen 9k6-ausgang haben). das auge darf nicht verschoben sein oder
in eine richtung ausgefranst. mit dem kontroll-rx abnhören, ob das rauschen
ähnlich wie das vom digi klingt, wenn ja iss gut. wenn nicht, ist ein problem
da, eventuell mal die 20-25mV auf 10mV verringern oder auf 30-40 erhöhen.
sollte aber mit 25mV gehen.
danach kommt der digitest, txd runter auf 20 oder 15, dann auf die digi-qrg
wechseln (ablage ?) und einen connect probieren.
im download-test kam ich auf ca 4500baud, im upload durch die vielen RNR nur
auf 3500, aber 4500 sind da sicher auch möglich. das optimum für 9k6 liegt
oberhalb von 6500, hab ich bisher nur selten erreicht (mit t7f).
wenn der connect geht und alles läuft, akku rausnehmen und gerät wieder
zuschrauben, dabei drauf achten, daß kein kabel geklemmt wird.
an der akkulasche kann man nun einen durchbruch machen um die 2 kabel
rauszuführen, man kann sie aber auch weglassen (im shack sind normal keine
größeren erdbeben).
wie man die verkabelung zum tnc macht ist jedem selbst überlassen, ich werd vom
tnc her wahrscheinlich ein Y-kabel bauen, die eine seite geht direkt in die
mikrobuchse für GND und PTT, die andere seite ist ein 3.5er stecker stereo.
an den 2 drähten aus dem 508 wird eine stereokupplung angelötet, masse bleib
unbelegt wenn man kein geschirmtes kabel benutzt. vom tnc her sollte man den
masseanschluß jedoch benutzen (und dort auch geschirmtes kabel).
soweit meine tips zum umbau, über erfolgsmeldungen und weitere tips würd ich
mich freuen...
viel erfolg beim nachbau und spaß mit 9k6..
42s es 73s de wolfi, db6wy@db0psc, sys db0dig, co-sys db0psc-8
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