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DB0FHN

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DL8MCG > RELAIS   03.07.04 11:25l 71 Lines 4272 Bytes #999 (100) @ DL
BID : 374OE2XOM00Z
Read: GUEST DG8NGN OE5RCO DB3LU DG4FEQ DF5EI DO6NP
Subj: re: DK6XH Relais-Störungen
Path: DB0FHN<DB0FOR<DB0SIF<DB0MRW<DB0PV<DB0WGS<OE2XUM<OE2XOM
Sent: 040703/0925z @:OE2XOM.#OE2.AUT.EU [PR-ARGE Salzburg JN67MW] BCM1.42
From: DL8MCG @ OE2XOM.#OE2.AUT.EU  (Hans)
To:   RELAIS @ DL
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Hallo Hermann,

ich hatte auch einen ähnlichen Effekt, als ich das neue 70cm DB0WB-Relais hier
im Shack aufgebaut und getestet habe. Auf der Eingabe wanderte ein Störträger 
in den Relais-Empfangsbereich, sobald der Relaissender eingeschaltet wurde. 
Das Störsignal war mit der Modulation des Relaissenders beaufschlagt, weshalb 
ich anfangs an ein relaisinternes Störprodukt dachte und lange danach suchte.
Ich stellte fest, dass sich die Frequenz des Störsignals mit der Höhe der 
Sendeleistung des Relais verschieben lässt. Ausserdem war die Störfrequenz 
auch noch temperaturabhängig, d.h. morgens war die Störung unterhalb der RX-
Frequenz und gegen Mittag wanderte sie in den RX-Bereich des Relais.
Im Relais selbst fand ich keine Stelle, wo ich die Störung beeinflussen 
konnte, bis auf die Veränderung der Senderleistung. Ich kam immer mehr zu dem 
Schluss, dass die Störung ein Mischprodukt von aussen sein müsste.
Mit einem 6-kreisigen Notchfilter (Notch auf Relaissendefrequenz eingestellt) 
und einer Handfunke als Empfänger peilte ich mit meiner drehbaren Dachantenne 
die Richtung des Störsignals. Die Richtung konnte ich eindeutig feststellen. 
Also schaltete ich das Relais auf Dauersendung, packte das Filter und die 
Handfunke ins Auto und fuhr in die Richtung los, aus der ich das Signal vorher 
gepeilt hatte. Nach Abfahren einiger Querstrassen befand ich mich vor dem 
Gebäude einer Baufirma, in ca. 300 m Entfernung. Dort war das Störsignal mit 
"Vollausschlag" vorhanden. Mehrere Baufahrzeuge standen dort, die mit 
Betriebsfunkgeräten ausgestattet waren. Vermutlich ist eines dieser Geräte 
defekt. Nun wusste ich eindeutig, dass es sich um einen entfernten Störer 
handelt und das 70cm Relais in Ordnung war. Ich verzichtete auf weitere 
Massnahmen gegen die Baufirma, da das Relais nach Fertigstellung an seinem 
Relaisstandort betrieben werden sollte.

Jedoch stellte ich anschliessend einen weiteren 70cm Störer fest, der ca. 
alle 30 s eine ca. 2 bis 3 Sekunden andauernde instabile Störung aussendete. 
Mit einem Spektrumanalysator am Relais-Duplexfilter stellte ich fest, dass die 
Störung gleichzeitig mehrfach im 70cm Bereich auftrat, im Abstand von ca. 
800 kHz. Die Störung trat wieder nur bei eingeschaltetem 70cm Relaissender 
auf. 
Nach längerer Beobachtungszeit fand ich heraus, dass die Störung kurz vor 
Aktivierung eines 70cm Funkthermometer-Senders (433,9 MHz) irgendwo in der 
Nachbarschaft auftrat. Interessanterweise verschwand die Störung, sobald der 
70cm Thermometersender tatsächlich zu senden begann. Die einzige Erklärung 
sehe ich darin, dass kurz vor Sendung ein Mikrokontroller aktiviert wird, der 
die Messdaten vorbereitet. Seine Taktfrequenz mischt sich mit dem 70cm 
Relaissignal und erzeugt in diesem Moment die Störlinien. 

Das Relais wurde letzten Sommer an seinen Standort gebracht.
Im Januar diesen Jahres tauchte dann plötzlich auf 433,92 MHz wieder dieser 
starke Dauerträger auf. Ich kannte dieses Signal bereits und wusste, dass es 
sich dabei um einen Funkkopfhöerer in der Nachbarschaft in ca. 200 m 
Entfernung 
handelt. Er ist seither ununterbrochen auf Sendung. 
Das Bemerkenswerte daran ist, dass nun wieder alle 30 s diese Störungen im 
70cm Band im Abstand von 800 kHz auftreten. Kurz vor Beginn der Aussendung des 
Funkthermometersenders. Wie gesagt, das 70cm Relais befindet sich nicht mehr 
bei mir am Standort. Es ist diesmal der 433,92 MHz ISM-Funkkopfhörer, der sich 
mit dem Mikrokontrollertakt des 433 MHz Senders mischt und im Abstand von 
800 kHz Störaussendungen verursacht und das nicht nur auf das 70cm 
Amaterfunkband begrenzt, sondern auch darüber hinaus!! 

"Natürlich" ist das noch nicht alles. Ein paar Häuser weiter wird ein 433 MHz 
Babyfon betrieben. Das bemerkenswerte an diesem Gerät ist, dass es beim Ein- 
und Ausschalten des Senders erst einen "schönen Schlenkerer" von 432 MHz bis 
435 MHz vollführt, um anschliessend in der Gegend um 433,8 MHz einzurasten. 
Auf diese Weise wird alle 5 s ein schönes Knacken in meinem Rx erzeugt.

Es gibt also inzwischen reichlich Störquellen, die für störunsreichen Betrieb 
eines 70 cm Amateurfunkrelais sorgen können.

Vy 73 de Hans, DL8MCG



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 06.10.2026 10:03:50lGo back Go up