OpenBCM V1.13 (Linux)

Packet Radio Mailbox

DB0FHN

[JN59NK Nuernberg]

 Login: GUEST





  
DK6XH  > RELAIS   02.07.04 09:46l 90 Lines 4428 Bytes #999 (0) @ DL
BID : 27EDB0ZKA001
Read: GUEST DG6OU DC5JQ DG8NGN DG9NFL DF5EI DO6NP
Subj: DB0UA  -  2 m  -  Störungen auf der Eingabe
Path: DB0FHN<DB0FOR<DB0SIF<DB0FSG<DB0ZKA
Sent: 040702/0817z @:DB0ZKA.#BAY.DEU.EU [Augsburg JN58ki] obcm1.06b2
From: DK6XH @ DB0ZKA.#BAY.DEU.EU (Hermann)
To:   RELAIS @ DL
X-Info: Sent with login password


DB0UA - 2m   Störungen auf der Eingabe
Ursache ermittelt - Verursacher gesucht
---------------------------------------


Hallo allerseits,

seit geraumer Zeit treten immer wieder Störungen auf der Eingabefrequenz
des 2 m Relais DB0UA auf, die nicht mutwillig (z. B. durch Aussendung von
Trägern) erfolgen und auch nichts mit dem EchoLink-Gateway zu tun haben,
wie manche Benutzer von DB0UA vermuteten. 

Die beobachteten Störungen sind von unterschiedlicher Intensität; sie reichen
von kurzzeitigem Öffnen der Rauschsperre bis zur dauerhaften Übertragung eines
"eigenartig klingenden", verrauschten Signals mit "Echo-Effekten".

Ich habe lange Zeit nach der Ursache gesucht, die ich erst mal in der DB0UA-
Technik vermutete, zumal die Störsignale nur bei eingeschaltetem Relaissender
vorhanden sind, was unzweifelhaft auf Intermodulation unter Beteiligung des 
eigenen Senders schließen lässt. Erschwerend bei der Ursachenforschung war,
dass dieses Störsignal nicht permanent vorhanden ist und extrem unterschied-
liche Pegel aufweist. Messungen mit dem Spektrum-Analyzer brachten auch keine
nützlichen Erkenntnisse, weil die Signalstärken am Relaisstandort zwar teil-
weise hoch sind, aber bei der bei DB0UA verwendeten Technik eigentlich keine 
Intermodulationsprodukte erwarten lassen. 

Nachdem ich nicht so recht weiter wusste, habe ich einige Änderungen vorge-
nommen, die zwar nicht unbedingt Sinn machten, aber auch nicht schaden 
können; u. a. baute ich im TX-Zweig einen zusätzlichen Zirkulator ein, um so
ganz sicher auszuschließen, dass in der Senderendstufe Intermodulationen mit 
anderen starken Signalen am Relaisstandort auftreten können - war freilich
erfolglos.

In der zurückliegenden Woche traten die Störungen wieder sehr intensiv auf 
und nun habe ich wenigstens die Ursache gefunden - wenn auch noch nicht den 
Verursacher. Ein parasitärer lokaler Oszillator mit 600 kHz einer im Bereich 
Schwabencenter und Umgebung arbeitenden Computer- und/oder Netzwerk-Anwendung
mischt offenbar die Sendefrequenz von DB0UA auf die Eingabefrequenz herunter.
Also ähnlich der Störung des Zugspitzrelais DB0ZU Anfang Mai dieses Jahres,
die durch eine digitale Messeinrichtung verursacht wurde.

Dieses Intermodulationsprodukt 2. Ordnung erzeugt eine Rückkopplung, die bei 
DB0UA nicht als Heulton (ähnlich wie bei einer Audioanlage, wenn Lautsprecher
und Mikrofon nicht genügend entkoppelt sind) hörbar ist, sondern eben mit 
diesem "Echo-Effekt", weil das empfangene Signal durch die Einrichtung
"AudioDelay"  mit einer zeitlichen Verzögerung von 125 Millisekunden 
ausgesendet wird.

Den Verursacher zu ermitteln wird nicht einfach sein, weil das Störsignal
sehr schwach (ein paar dB über dem Rauschen) ist. Peilen auf der Eingabe-
frequenz scheitert deshalb, weil das Störsignal ja nur dann auftritt, wenn 
der DB0UA-Sender eingeschaltet ist, der dann aber im Nahbereich den 
Peilempfänger hoffnungslos zustopft. Hinzu kommt, dass das störende Gerät
nicht ständig in Betrieb ist. 

Ich kann jetzt nur versuchen, mit einem Sender und Peilantenne bewaffnet,
durch die Hochhäuser des Schabencenters mit einigen hundert Parteien und 
die Häuser in der Umgebung zu streifen (Fuchsjagd mal anders rum, hi), und 
am Relaisempfänger beobachten zu lassen, ob sich irgendwo das IM-Produkt 
einstellt, wenn ich auf der Relaisausgabe sende. Und dann ist das Gerät 
einzukreisen, welches "getriggert" wird - vorausgesetzt, man lässt mich 
in die Wohnung bzw. Geschäftsräume.

Der zur Störungsermittlung erforderliche Aufwand wird also nicht unerheblich
sein, und - falls erfolgreich - muss man ja auch noch mit dem Verursacher
klar kommen. Falls der sich auf sein CE-Papperl beruft, bleibt nur noch die
Hoffnung auf die Unterstützung durch die RegTP.

Die lokalen Benutzer bitte ich daher um Verständnis und Geduld, ebenso die
Gäste, die DB0UA über EchoLink besuchen und dabei vielleicht auf ihren 
Ruf nur "komische Geräusche" zur Antwort bekommen.

Abschließend noch die Frage noch an die Relaisbetreiber: 
Wer hat(te) schon ähnliche Probleme und wie wurden sie beseitigt?


73 de Hermann, DK6XH                                       2. Juli 2004
-----------------------------------------------------------------------

DB0UA 2 m       EchoLink KnotenNummer 14422

Infos:
http://www.darc.de/t01/db0ua.htm
db0zka-bbs Rubrik DB0UA

 


Read previous mail | Read next mail


 06.10.2026 12:07:14lGo back Go up