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DK6XH > RELAIS 17.11.03 11:23l 293 Lines 12986 Bytes #999 (0) @ BAY
BID : HBDDB0ZKA005
Read: GUEST OE3KLU DO9ST DK7TD DB3LU DB0FHN DL4DBX
Subj: DB0UA aktuell - 17.11.2003
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To: RELAIS @ BAY
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DB0UA aktuell - 17.11.2003
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Inhalt
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- DB0UA-2m Software Update
- Hinweise zu EchoLink
- gESTOERT - Relaisabschaltungen aus Protest?
Hallo allerseits,
nachfolgend einige aktuelle Informationen um die Augsburger Relaisfunkstelle
DB0UA. Außerdem ein paar Gedanken zu den aktuellen Relaisabschaltungen in
Hessen, Hamburg und Niedersachsen.
1. DB0UA-2m Software Update
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Drei Wochen nach Inbetriebnahme des neuen 2m-Relais DB0UA erfolgte am Sonntag,
den 16.11. das erste Update der Steuerungs-Software. Olaf, DL1MOH, hat die
Software teilweise ueberarbeitet; dabei wurde auch der Bug des mitunter zu
beobachtenden unvermittelten Abschaltens des Senders - was einige Benutzer
als "Quasselsperre" interpretierten - beseitigt.
Oeffnem des Relais
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Der 1750Hz-Rufton muss nun mindestens eine halbe Sekunde lang gedrueckt
werden. Damit wird ein unbeabsichtigtes Oeffnen des Relais vermieden, wenn
jemand ein Nachbarkanal-Relais (RV50 - Winterberg oder RV52 - Kitzsteinhorn)
ansprechen moechte. DB0UA verfuegt zwar ueber eine Einrichtung, die Singale
mit mehr als +/- 5 kHz Abweichung von der Nennfrequenz unterdrueckt, aber
die Auswertung hierfuer benoetigt etliche Millisekunden.
Gegebenenfalls muessen Stationen, die ueber RV50 oder RV52 arbeiten wollen,
den 1750Hz-Rufton ueber eine kuerzere Zeitdauer als 0,5 Sekunden aussenden.
Sender-Haltezeit
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Die Sender-Haltezeit nach Ende der empfangenen Sendung wurde von 3 Sekunden
auf 10 Sekunden erhoeht; nach Abfall des Relaissenders laesst sich das Relais
weitere 10 Sekunden traegergesteuert oeffnen, also ohne 1750Hz-Rufton.
Dadurch soll vermieden werden, dass insbesondere bei zugeschalteten
EchoLink-Stationen der Relaissender in den Umschaltpausen immer wieder
abfaellt.
"Papagei"
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In Betrieb genommen wurde die "Papagei"-Funktion, deren Zweck (Beurteilung
der eigenen Modulation, Qualitaet der Uebertragung, etc.) ich bereits in
einem frueheren Info-Beitrag beschrieben habe.
Hier noch einmal die Funktionsweise:
Voraussetzung:
Das Relais muss abgeschaltet sein (= nur mit 1750Hz-Rufton zu oeffnen).
Dadurch sollen moegliche Stoerungen laufender QSO's durch "Witzbolde"
vermieden werden.
Bedienung:
Sendetaste und 1750Hz-Rufton gleichzeitig mindestens 2 Sekunden lang betaeti-
gen. Das Relais wird wie gewohnt geoeffnet. Dabei wird die AudioDelay-
Einrichtung vom Normal-Modus (Verzoegerung der ueber den Sender ausgegebenen
Modulation um 125 Millisekunden) in den Langzeit-Modus geschaltet.
Das empfangene Signal wird dabei in Echzeit uebertragen und gleichzeitig
digital aufgezeichnet. Die Dauer der Aufzeichnung betraegt 4 Sekunden und
erfolgt in einer Endlosschleife.
Um seine eigene Aussendung hoeren zu koennen, muss spaetestens nach Ablauf
des ausgegebenen CW-Rufzeichens (DB0UA) die Sendetaste betaetigt und gespro-
chen werden. Nach Loslassen der Sendetaste werden die letzten vier Sekunden
der eigenen Aussendung wiedergegegeben. Danach schaltet die AudioDelay-
Einrichtung wieder in den Normalmodus (125 ms Verzoegerung).
2. Hinweise zu EchoLink
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Die Bedienung scheint fuer viele noch ein "Buch mit sieben Siegeln" zu sein.
Weniger wenn sich jemand ueber EchoLink meldet, als wenn es darum geht, eine
Station ueber EchoLink zu connecten.
Hierbei ist freilich wichtig, zu wissen, wen man connecten moechte.
Empfehlenswert ist, die (umfangreiche) EchoLink-Hilfe zu lesen - wenigstens
ein klein wenig - bevor man losschimpft, dass EchoLink ueberhaupt nix taugt.
Diese Hilfe ist auch in deutscher Sprache verfuegbar; Peter Amsler, HB9DWW,
hat sich die Muehe gemacht, die englischen Texte zu uebersetzen.
Fuer PacketRadio zu umfangreich, aber ueber das Internet abrufbar:
http://www.satszene.ch/hb9dww/EchoLink%20help/help.htm
Bedienungshinweise
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Wenn eine Station ueber EchoLink connected werden soll, geschieht die am
einfachsten mittels der sog. Node Number. Hierzu gibt im Internet eine
Liste:
http://www.echolink.org/el/links.asp
Neben der Node Number sind darin zusaetzliche Informationen ueber die
jeweiligen Stationen (Standort, Locator, Stationsdaten) enthalten.
Nicht jede darin aufgefuehrte Station ist jederzeit erreichbar. Achten Sie
daher auf die Ansage (jene englische Computerstimme).
Wenn etwa die eingegebene Station nicht erreichbar ist, wird dies so
mitgeteilt: "24835 NOT FOUND".
Beim Aufbau eines Connects - zum Beispiel zu Node Number 123020 kommt
die Ansage "CONNECTING TO JA1CGA".
"ConnectING", nicht "ConnectED" - zu diesem Zeitpunkt wird noch versucht,
die Verbindung herzustellen, es besteht jedoch noch KEINE Verbindung zu
JA1CGA!
Wenn Sie jetzt bereits die Sation rufen, wird Sie niemand hoeren - ausser
auf der Relaisaugabe von DB0UA.
Die Herstellung der Verbindung wird signalisiert mit "CONNECTED", wobei
das Rufzeichen der verbundenen Station NICHT noch einmal ausgegeben wird.
Ist keine Verbindung herstellbar, etwa weil die Station nicht in EchoLink
eingeloggt ist, so erfolgt nach etwa 15 Sekunden die Ansage "TIMEOUT".
Der jeweilige Status leasst sich jederzeit abfragen ueber die
DTMF-Sequenz "08".
Ist eine Verbindung hergestellt, sollte man sich bei der Mikrofonuebergabe
Zeit lassen. Auf jeden Fall das AOS (dah-duet) von DB0UA abwarten. Je nach
Konfiguration der Gegenstation (insbesondere bei Link- und Repeater-
Verbindungen) kann es etliche Millisekunden dauern, bis die Gegenstation
Sie hoeren kann; viele arbeiten mit VOX-Betrieb (wie derzeit auch noch
die 2m-EchoLink-Anbindung bei mir - mit dem 23cm-Link wird dies
traegergesteuert - und damit schneller - erfolgen).
Bei DB0UA ist derzeit EchoLink wie folgt konfiguriert:
Connect Attempt: 15 Sekunden
Spezifiziert wie lange EchoLink versucht eine Verbindung mit einer
anderen Station herzustellen
Transmit Time Limit (TX-Quasselsperre): 300 Sekunden (5 Minuten)
Spezifiziert wie lange ein einzelner Durchgang mit EchoLink dauern
darf (von diesem Computer zu einer anderen Station im Internet).
Der Grund hierfuer ist, dass DB0UA auch mal "haengen" koennte,
beispielsweise durch einen empfangenen Traeger; in derartigen
Faellen erfolgt nach fuenf Minuten eine Trennung von EchoLink.
Receive Time Limit (RX-Quasselsperre): 180 Sekunden (3 Minuten)
Spezifiziert wie lange der Durchgang einer Gegenstation sein darf bis
EchoLink die Verbindung automatisch unterbricht (von einer anderen
Station im Internet zu diesem Computer).
Der Grund hierfuer ist, dass manchmal Nodes connected werden, die
keinerlei Umschaltpausen machen (warum betreiben die ueberhaupt
EchoLink?!), wodurch das Relais unnoetigerweise blockiert wird.
Weisen Sie Ihren Gespraechspartner ggf. darauf hin, nicht zu lange
Durchgaenge zu machen.
Inactivity Timeout: 20 Sekunden
Spezifiziert wie lange EchoLink die Verbindung aufrecht erhält, wenn
keine Station sendet. Wenn das Zeitlimit erreicht ist, wird die
Verbindung durch EchoLink automatisch disconnected.
Nach (unbeabsichtigtem) Abbruch einer bestehenden Verbindung kann diese
sofort wieder hergestellt werden mit der DTMF-Folge "09".
3. gESTOERT - Relaisabschaltungen aus Protest?
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Wie in der PR-Rubrik "RELAIS" nachlesbar, wurden regional etliche Relais-
funkstellen ausser Betrieb genommen. Betroffen davon sind einige Relais der
TAUNUS-RELAIS-GRUPPE, in Hamburg und dem Vernehmen nach in Niedersachsen.
Die Betreibergruppen wollen damit auf eine von ihnen als unbefriedigend
empfundene Situation aufmerksam machen. Demnach sollen mutwillige Stoerungen
von Relaisfunkstellen und neuerdings vermehrte "Anschwaerzungen" bei Behoerden
wegen angeblich nicht eingehaltener fuer Relaisfunkstellen geltender
Vorschriften nicht laenger hingenommen werden.
Zitat:
|Offenbar ist das alles selbstverstaendlich glaubt man und schliesslich war
| es in der Vergangenheit ja auch so, und deshalb wird es auch in Zukunft so
|bleiben! Es sei denn, diejenigen, die Relaisfunkstellen bauen und betreiben,
|haben es irgendwann satt. Nicht weil sie den finanziellen Aufwand scheuen
|oder weil ihnen die Zeit fehlt. Sie wollen nur nicht laenger ueber Huerden
|springen, die ihnen regelmaessig in den Weg gestellt werden. Und dazu noch
|von Funkamateuren, die eigentlich Solidaritaet mit anderen Funkamateuren
|zeigen sollten.
Das sprichwoertlich Fass zum Ueberlaufen brachte wohl ein Eintrag in das
Gaestebuch der Homepage der "TAUNUS-RELAIS-GRUPPE" mit folgendem Wortlaut:
|Joerg Sander (mailto:df3oj@t-online.de) http://www.df3oj.de
|
|Hallo, es freut mich, wie gut euer Relais DB0FT (qgf: >200km) auch
|hier zu hoeren ist, congrds. Leider ist es mir nur selten moeglich,
|trotz 100W und Richtantenne, über DB0FT zu arbeiten. Nein, sogar
|DB0NHM (qgf:20Km) wird gnadenlos niedergemacht. Ihr solltet mal
|euer \"Wattmeter\" neu kalibrieren , ich vermute einen Messfehler
|von mind. 10 dB Ggf. werden wir dieses veranlassen, VFDB hin oder her!
|
|i.A. Joerg Sander DF3OJ
|
|P.S: 6 Monate Ueberreichweite bei DF0HHH und DB0FT beides VFDB-Repeater?
|Gibt es neue Gesetze bzgl. der erlaubten Strahlungsleistung speziell
|fuer VFDB-Repeater?
|
|Ist schon ein Hammer, was ihr und die Leute von DF0HHH euch da rausnehmt!
|
|HALTET DIE GESETZE EIN!
Dies seien keine leeren Worte gewesen, der Schreiber haette "von seinem
Recht andere anzuschei... Gebrauch gemacht!", klagt die Betreibergruppe.
Es wuerde boeswillig unterstellt, die zulaessige ERP-Leistung könnte bei
einigen Relaisfunkstellen ueberschritten werden.
Die "TAUNUS-RELAIS-GRUPPE" weiter:
|Ueberflüssige Schreiberei und unsinnige technische Ueberprüfungen durch den
|Funkmessdienst fressen auch die Zeit der Relaisbauer und kosten unser aller
|Geld. Nutzen bringen solche Aktionen keinem; sie belasten nur die
|Solidargemeinschaft der Funkamateure, die mit weiter steigenden
|EMV-Beitraegen leben muessen.
Ich kann die Reaktionen dieser Betreibergruppen zwar gut verstehen, dennoch
halte ich sie fuer falsch. "Bestraft" werden dadurch im Endeffekt jene
Benutzer, die sich anstaendig verhalten. Ein Erfolgserlebnis stellt sich
hingegen bei jenen ein, deren Ziel es ist, Unfrieden zu stiften.
Mutwillige Stoerungen gibt es seit Bestehen des Relaisfunks und wird es immer
wieder geben. Die Frage ist, wie wir alle damit umgehen. Wenn wir mal einen
Vergleich mit dem ganz normalen Alltag ziehen: Wenn uns jemand auf der Straße
anpoebelt, was tun wir dann? Fangen wir ein Streitgespraech mit dem Poebler
an? Wohl kaum - wir lassen den Poebler stehen und gehen weiter.
Genau so sollen wir uns verhalten, wenn ein Anonymus zwanzigmal das Relais
auftastet, pfeift oder ruelpst. GAR NICHTS TUN - nicht mal erwaehnen, dass
er wahrgenommen wird! Denn mit jeder Reaktion geben wir solchen Zeitgenossen
jenes Erfolgserlebnis, das sie suchen. Und der Anonymus ist immer im Vorteil,
denn er weiss zwar, wer Sie sind, wenn Sie Ihr Rufzeichen nennen, aber ihm ist
auch bewusst, dass Sie nicht wissen, wer er ist. "Ach wie gut, dass niemand
weiss, dass ich Rumpelstilzchen heiss'..."
Wer keine Reaktion erntet, verschwindet schnell wieder und sucht seine "Opfer"
woanders. Damit ist zwar das Problem an sich nicht geloest, aber zumindest weg
verlagert von unserem Relais. Und wuerden Stoerer grundsaetzlich ignoriert,
waeren sie bald ueberhaupt kein Problem mehr, denn niemand geht in den Wald
und spricht zu den Baeumen.
Zurueck zu den aktuellen Relaisabschaltungen in Hessen, Hamburg und
Niedersachsen. Auch ich wurde angeschrieben, werde mich allerdings nicht
mit dieser Abschaltaktion solidarisieren, auch wenn diese auf Bayern
ausgedehnt werden sollte. Solche Massnahmen wirbeln nur Staub auf, sind
aber letztlich unserer Sache nicht dienlich. Irgendwann werden die
abgeschalteten Relaisfunkstellen wieder in Betrieb gehen, aber es wird
sich nichts veraendert haben.
Und was moegliche Anzeigen bei der RegTP betrifft: DB0UA wird den Vorschriften
entsprechend betrieben. Wenn dennoch jemand meint, mich anzeigen zu muessen,
um mir unnoetige Scherereien zu bereiten und Zeitressourcen zu blockieren,
so faende ich das nicht gerade nett, aber ich kann es nicht verhindern.
Deshalb aber die Relaisfunkstelle DB0UA abzuschalten wuerde bedeuten, dass
ich alle "friedlichen" Relaisbenutzer in eine Sache hineinziehe, mit der
sie ueberhaupt nichts zu tun haben - beziehungsweise: ich wuerde voellig
unschuldige Menschen abstrafen.
Aufgrund dieser aktuellen Anlaesse abschließend die dringende Bitte an
alle Benutzer von DB0UA:
GEBT STOERERN KEINE CHANCE - IGNORIERT SIE !
Denn sie verdienen es nicht, dass Ihr Euch mit ihnen auseinandersetzt und
ihnen damit ein Erfolgserlebnis gebt. Ausserdem: Ihr schont Eure Nerven!
In diesem Sinne
73 de Hermann, DK6XH
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