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DJ7XU > QRP 10.05.03 05:46l 68 Lines 2898 Bytes #999 (0) @ DL
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Read: GUEST DB0FHN
Subj: Re: Direktimport aus USA
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From: DJ7XU @ DB0PV.#BAY.DEU.EU (Hermann)
To: QRP @ DL
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Hallo Leute,
zuerst einmal zum Kommemntar von Olaf, dl4hg in seiner Frage:
.. im Moment wegen des kräftigen Dollars ziemlich interessant ..
Also: ob der Dollar nun im Moment "kräftig" oder "schwach" ist Ansichtssache.
Tatsache ist aber, dass der Wechselkurs zwischen Dollar und Euro jetzt gerade
mal da ist, wo ihn unsere "Weisen" in Europa und Bonn bei der Einführung des
Euro hingelegt haben. Wir europäischen Amateurfunker haben also erst mal die
Möglichkeit, unsere Verluste in den vergangenen Jahren auszugleichen.
Beim Kauf von Bausätzen und Zubehör in den USA kann meist kräftig Geld
gespart werden. Wenn ich zum Zubehör mal ein Fertiggerät als Beispiel anführen
darf:
der neue FT-857 wird in den USA schon seit Januar mit 860 Dollar angeboten.
Lokale Angebote liegen seit Mai (!) aber nicht etwa bei 800 oder 900 Euro
sondern bei über 1100 Euro. Wohlgemerkt: es sind nicht unsere Händler sondern
die Vertriebsgesellschaften der jeweiligen Herstellerfirmen in diesem,
unserem Lande dafür verantwortlich. Da lohnt selbst ein Vergleich mit Preisen
in Italien oder Spanien!
Wenn einer also eine Reise tut - und sich sowas als Souvenir mit bringt, dann
ist das unschlagbar obwohl die Gewährleistung der US-Anbieter meist nur bei 6
Monaten liegt.
Beim Versand nach DL sieht es nicht ganz so gut aus:
Die Bezahlung per Kreditkarte und Fax-Übertragung ist problemlos auch in der
Umrechnung und der Abbuchung. Nur: seine deutsche Hausbank sollte wohl keiner
beauftragen, wenn er nicht äusserst unangenehm überrascht sein will von einem
hemmungslosen Selbstbedienungseffekt dieser Institute.
Die Frachtkosten bei Einzelversand können zwischen 15 Euro und 90 Euro
liegen. Wenn es dann noch über einen deutschen Spediteur geht, dann wird
nochmal kräftig zugeschlagen mit ca. 20 bis 50 Euro. Deshalb benutzen manche
US-Anbieter die althergebrachte POST.
Und der deutsche Grenzer verlangt zwar für Afu-Artikel ( zur Zeit ) keinen
Zoll ( Verzollung erfolgt zu Null Prozent wenn die passende Zolltarifnummer
vom US-Versender aussen an der Verpackung angebracht ist ). Aber er kassiert
16 % des brutto Warenwertes als Einfuhrumsatzsteuer.Brutto, das ist hier der
Warenwert selbst PLUS Versandkosten etc.. Nicht so bei geringen Beträgen,
aber die Grenze ist fliessend und kaum vorhersehbar.
Fazit:
Als Mitbringsel sollte man diesen Weg bevorzugt planen. Optimal ist es, wenn
man sich die Ware von einem US-Händler eines anderen Bundesstaates in sein
Hotel schicken lässt ( UPS ist sehr billig und dann fällt auch noch die sonst
übliche sales tax von 4 bis 9 Prozent weg ). Im Versandweg sind die lokalen
Anbieter m. E. meist nicht aktuell aber schneller, einfacher und billiger.
Viel Erfolg es vy 73 de Hermann
PS: Keine Gewähr im Einzelfall - ich bitte um Verständnis!
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