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DB0FHN

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DL2OCD > QRP      15.05.01 23:05l 74 Lines 3797 Bytes #-9020 (0) @ DL
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 Urlaub, Sylt, Nordsee, QRP, SIERRA, CW.

In diesen sechs Stichworten steckt das Wesentliche unseres
zehntaegigen Aufenthalts auf der Nordfrieseninsel. Dabei
treffen die letzten drei Begriffe mehr auf mich zu, meine
XYL war nur die Betroffene meines taeglichen zwei bis
drei Stunden Aufenthalt im Amateurfunkaether. Die ersten
drei galten fuer uns beide, Erholung pur, in diesem Jahr im
Mai, zehn Tage lang.

Die Frage, zu welcher Tageszeit ich mit meinen zwei Watt
in die Luft gehe, ist seit Jahren geklaert: Des Abends, nachdem
wir erschoepft von unseren taeglichen Fussmaerschen in unsere
Ferienwohnung zurueck kommen (fallen). Und die lag in diesem Jahr in
Wenningstedt, ziemlich genau im mittleren Teil der Insel, auf
der Westseite. Syltkenner wissen das ohnehin. Die Wohnung und
die oertlichen Gegebenheiten fuer die Antenneninstallation waren
mir bekannt. Ich haette also meinen QRP-Koffer mit dem Inhalt
fuer alle nur denkbaren Antennengegebenheiten gar nicht mitnehmen
muessen, aber man ist ja nie ganz sicher, ob wirkliche alles noch
so ist, wie im Jahr davor.

Es war wie im vergangenen Jahr. Vor der Ferienwohnung eine
Wiese, ca. 30 Meter lang, gross genug, um meinen 7 Meter
Steckmast aufzustellen, und daran den Langdraht bis ins Fenster
der Ferienwohnung zu ziehen, 20 Meter Laenge.

Mein Urlaubshack war ein von uns nicht genutzter, zweiter Schlafraum
der Ferienwohnung, der ausgebaute Dachraum des zweigeschossigen
Hauses. Durch eine steile Holzstiege, vom Wohnzimmer aus erreichbar.
Diese Bedingungen waren geradezu ideal, unser gegenseitiges Versprechen
einhalten zu koennen. Taeglich abends geht jeder von uns, zwei bis drei
Stunden seinen ganz persoenlichen Neigungen nach. Sigrid, meine XYL,
lesend, ich funkend.

Mein Urlaubsequipment bestand aus dem SIERRA, mit Steckmodulen fuer
die Baender 80, 40, 20, 15 und 10 Meter, Antennentuner VCI, VC3000LP,
einem Netzgerät und einem seit langem unentbehrlich gewordenem MFJ
Antennen-SWR Analyser. Er erleichtert das Tunen ungemein, ohne den
Transceiver damit zu quaelen. Die Grundeinstellungen fuer die
gewuenschten Baender lassen sich mit dem Analyser bequem und ohne
stoerende Abstimm-HF finden. Die Feinabstimmung ist dann eine kurze
Prozedur mit dem Transceiver.

Mein endgespeister Langdraht war an der Spitze meines 7 Meter
Alusteckmastes abgespannt, der auf der Wiese neben dem Ferienhaus
aufgestellt war. Die 20 Meter isolierte Kupferlitze fuehrte durch die
kleine Fensterluke in mein Shack. Als Gegenabspannung diente eine
Kunststoffplatte, ca 5 mal 5 cm. Durch zwei Bohrungen fuehrte die
Antennen-Kupferlitze. Durch eine dritte Bohrung war die Schnur fuer
die Gegenabspannung gezogen, die ich an der Gardinenstange der Fensterluke
verknotet hatte. Der Funkbetrieb konnte losgehen.

Und er ging los. Auf dem 20 Meterband ging es mit 2 Watt fast an jedem
Abend bis ca. 23 Uhr MEZ, europaweit, problemlos. Zwei Ausnahmen:
In der ersten Maiwoche war eine Verbindung mit KZ1H in Bosten die
Ueberraschung. Dafuer ging in der zweiten Maiwoche auf 20 Meter spaet abends
kaum noch etwas, zumindest mit meiner Drahtantenne nicht. Auf 40 und 80 Meter
war die die Welt dann auch fuer mich wieder in Ordnung. Wenn ich denn mit
meiner QRP-Leistung gehoert wurde, kamen auch auf diesen Baendern
Europa- und Deutschlandverbindungen zustande.

Da ich ja die Abmachung mit meiner XYL einhalten wollte, waren die 4 bis
5 Verbindungen pro Abend das, was ich mir fuer diesen zehntaegigen
Urlaub auf Deutschlands noerdlichster Insel vorgestellt hatte. Tagsueber
Nordseeluft und Sonne pur, und abends ein wenig Lust mit Taste und 2 Watt
im Aether. CQ, CQ, CQ de DL2OCD/p.

73 de Klaus, nun wieder in der ehemaligen EXPO-Hauptstadt Laatzen.

PS. Einmal Sylt, immer Sylt, probiert es mal.



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