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DF6LI > MF 10.06.12 23:33l 262 Lines 11876 Bytes #999 (60) @ DL
BID : M5F40LDB0BLO
Read: DK3UZ GUEST
Subj: MFRs 22/12
Path: DB0FHN<DB0MRW<DB0ERF<DK0BLN<DB0BLO
Sent: 120610/2011z @:DB0BLO.#BLN.DEU.EU [Berlin OP:DL8RO] DP6.00 $:M5F40LDB0BLO
From: DF6LI @ DB0BLO.#BLN.DEU.EU (Klaus)
To: MF @ DL
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MF-Rundspruch (MFRs) 22/12 (Nr. 1704 seit 1977)
Aussendung: ab 2 Juni 2012
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M F - R U N D E e.V.
Homepage: www.marinefunker.de
Redaktion : DL1NL / MF 779 Fred
e-mail: vorsitzender@mf-runde.de
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Hinweise:
1. Einsendeschluss: Donnerstags 20:00 LT
2. Dieser MF-Rundspruch kann auch nach der Funkaussendung auf
der Homepage der MF-Runde e.V. (Service=>Rundspruch=>
Auswahl) eingesehen oder heruntergeladen werden.
3. Ab montags ist der MFRS als PR-Version DL-weit in den
Packet Radio Mailboxen Rubrik "MF" zu lesen.
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1. Geburtstage 2 Jun - 8 Jun 2012:
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02.06.2012 MF485 OE6ESG 83 Jahre
04.06.2012 MF228 DK9HH
Die MF-Runde gratuliert herzlich und wuenscht Gesundheit,
Wohlergehen und Freude im neuen Lebensjahr.
(Mary/DF7PM)
2. MF-Mitgliederbewegung
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keine Meldungen
3. Diplome
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Die MF-Plakette 3 mit der Nr. 590 geht an Larry Donchenko R0JY.
OM Donchenko ist inzwischen verstorben.Die Familie des Verstor-
benen wollte unbedingt das Diplom haben und hat die Bezahlung
ueber einen Freund via Paypal organisiert.
Das Cap San Diego Award mit der Nr. 190 in SSB geht an den
OM Thorben Lage DB1BAC.
Herzlichen Glueckwunsch!! 73, Wilf - dj6tk -
4. MF-Intern:
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Wichtige Mitteilung:
1) Durch ein Versehen des Administrators haben in dieser Woche
viele MF- Mitglieder einen Entwurf unseres neuen MF-QTC 1/2012
per E-Mail erhalten, der noch geaendert wird. Der korrekte
Versand erfolgt in den naechsten Tagen.
Wir bitten von weiteren Kommentaren und Anrufen zu der Vor-
version abzusehen. (Fred DL1NL)
2) Nik OE8NIK MF426 schrieb u.a. am 25 Mai aus dem Mittelmeer
per E-Mail: "Bin gerade mit Kreuzfahrtschiff im Schwarzen Meer
und sind aus Odessa nach Yalta ausgelaufen. Aber mit Internet
geht ja heute auch am Schiff die WLAN-Kommunikation. Gruss an MF"
Am 27 Mai kam eine weiter Nachricht von Nik: "Wir sind gerade
durch die Dardanellen in die Aegaeis zurück. In Istanbul war
letzten Mittwoch auch die deutsche Fregatte RHEINLAND-PFALZ zu
Besuch, gemeinsam mit der niederlaendischen EVERTSEN. Das dazu
beigefuehte schoene Foto der beiden Schiffe vor der Silhouette
von Istanbul soll nun noch ins fertige "MF-QTC" aufgenommen
werden. Danke Nik !
3) Zum Int. Museum Ships Weekend aktivieren wir wieder das
Uboot U995 in Laboe. Wir sind unter DL0DMB auf den bekannten
Navalfrequenzen zu erreichen. Die Aktivitaetszeiten sind aber
wegen der Museumsoeffnung auf jeweils 1000 - 1800 LT begrenzt.
Die DL0DMB-Funkercrew besteht diesmal aus: Bob N4XAT MF1031,
Bill G0ELZ MF969, Harald DL5XI MF218, Hans-Juergen DK9OS MF787
sowie temporaer Albert DF8LD MF797. (DK9OS)
4) Da die "Cap San Diego" am kommenden Samstag 2 Jun zu einer
Sonderfahrt unterwegs ist (s. Pkt. 5), nimmt DL0MFH nur am
3 Jun am Int. Museum Ships Weekend teil. (DK9OS)
5. Dienst an Bord / TMs:
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1) Cap San Diego:
02 Jun Heino/DK9HH und Olaf/DL6BAI (Sonderfahrt)
03 Jun Manfred/DL5HL und Bert/DL2HCB
09 Jun Gerd/DL3HCV und Peter/DK6HT
10 Jun Claus/DL1HBL, Uwe/DK2QI und Harry/DL6LV
2) TMs CW/SSB:
02 Jun Manfred/DH2MS
03 Jun Mary/DF7PM
09 Jun Klaus/DF6LI
10 Jun Kaerl-Heinz/DL6KHW
6. Unsere Funkrunden:
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MF-Kloenrunde:
An der Kloenrunde vom 30.05.12 beteiligten sich 12 Stationen
darunter waren 4 Clubstationen. Die Condx waren gut.
Vy 73 Dorothea DL3DBN
Donnerstags-Handtastenparty:
Unter der Leitung von Manfred DK2VN trafen sich bei guten
condx 9 Stationen. Die Bedingungen im 40 m-Band vormittags
scheinen sich jetzt wieder zu verbessern. (Fred DL1NL)
Donnerstags-CW-Runde:
Unter der Leitung von DL1NL waren 5 Stationen im CW-Netz.
Abgesehen von etwas QSB gab es durchweg gute bis maessige
Signale. (Fred DL1NL)
7. Unsere Nachbarn
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Keine Meldungen
8. Amateurfunk
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Keine Meldungen
9. Aus Seefahrt und Funkwesen:
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Fortsetzung des Beitrags aus dem "Marinefunker QTC" Nr.
4/1988:
(In einer Kiste mit Nachlass von Horst DJ2HN, die auf dem
Dachboden von DL1NL lagert, lassen sich dokumentierte
Schaetze aus vergangenen Marinefunker-Tagen heben. Die
Fortsetzung des Artikels stammt wieder von Silent Key
Hans DL1BD: ....)
Hans DL1BD war also auf seiner ersten Reise als 3. FO
auf Dampfschiff "Ussukuma/DDUA" der Deutsch-Ostafrika-Linie,
einem Passagier- und Frachtdampfer.
Hier nun die Fortsetzung aus MF-Rundspruch 21-2012:
Wenn ich davon sprach, dass unser "Coup" niemanden aufgefallen
sei, so stimmt das nur bedingst.Wir jungen Anfaenger (als
Funkoffiziere), die wir in Berlin den gleichen Lehrgang ab-
soviert hatten, waren zumindest auf der ersten Reise Schiffen
zugewiesen, fuer welche eine Dreierbesetzung Vorschrift war.
Ebenso klar war auch, dass wir die Funkgehilfenwache zu ueber-
nehmen hatten, d.h.: von Mitternacht bis 0400h und von 1200
bis 1600h. Was lag da naeher, als zu naechtlicher Stunde,
nach Ende der eineinhalb-stuendigen Nauen-Presse ("POZ",
spaeter "DIS") Kloenrunden von Schiff zu Schiff zu veranstal-
ten. Einige Kollegen hatten natuerlich unseren "Mogel- tfc"
mitgehoert und wollten wissen, wieviel Telegramme wir nun
wirklich an Swinemuende abgesetzt hatten. Dass in dieser
Runde dann auch persoenliche Erlebnisse, die neuesten Witze
und aehnliches ausgetauscht wurden, war klar. Und das alles
in Telegrafie, versteht sich.
Aber es konnte auch ganz legal und unverhofft zu einer ausser-
gewoehnlichen Telegrammbescherung kommen, die dann bei der
Endabrechnung zu einem "warmen Regen" fuehrte. ...
Ich hatte inzwischen auf einem dicken Hapagliner, Dampfer
"General Artiges/ DDYB" als 2. FO angemustert. Er befand
sich auf dem Wege: Hamburg-Lissabon-Madeira-Rio-Santos-
Montevideo-Baires mit der gleichen Route fuer die Rueckreise.
Da es dabei zu einer einmaligen Funkverbindung kam, moechte
ich diese und die kleine Vorgeschichte dazu nicht vorenthalten.
In Lissabon hatte die "Artigas" eine aussergewoehnliche Liege-
zeit von 1/2 Tag. Die Zeit nutzte ich, um den Dornierwal "Do X"
aufzusuchen, der nach einem Brandschaden einer Tragflaeche
in der dortigen Werft zur Reparatur lag. Die reine Neugierde
hatte mich dort hingefuehrt. Dort traf ich auf den FO des
Flugbootes, den Kollegen Kiel, ebenfalls ein Angehoeriger der
DEBEG (dem ich etwa 10 Jahre spaeter auf LZ 130 wieder begegnen
sollte). Er gab mir preis, dass er zumeist 900 m geschaltet
habe. Das Wissen um diese 900 m liess mich waehrend der ganzen
Reise nicht mehr los. Ausser dem alten Loeschfunkensender
verfuegte die"General Artigas" ueber einen "modernen" Roehren-
sender (dessen Waermeabstrahlung den Funkraum leicht haette
heizen koennen, hi) - meiner Erinnerung nach tonmoduliert,
damalige Bezeichnung A2, heute A2A. Ich hatte sehr schnell
heraus,, dass der Sender mit wenigen Handgriffen auf 900 m zu
bringen war und traf alle Vorkehrungen, das kurzfristig tun
zu koennen. Dem Boss (1.FO) war das nu garnicht recht, er
fand mich idiotisch und einiges mehr. Nur - verbieten konnte
er es mir nicht, auch nicht, dass ich empfangsseitig auf 900 m
stand, solange es die Dienstbelange nur erlaubten. Fuer meine
Wache war ich allein verantwortlich.
So waren Tage vergangen. Wir waren auf Heimreise begriffen und
kurz vor Funchal. Es mochte so kurz vor 1100h sein, als ich
folgende Zeichen mit ufb Laustaerke aufnahm: "DAN de DANAB -
hr QTC". Dieser Ruf wiederholte sich einige Male. Wie sehr
wuenschte ich jetzt, dass er unbeantwortet bliebe, denn "DANAB"
war der Dornierwal. Mein Stossgebet hatte Gehoer gefunden - hi.
Es blieb still. Norddeichradio hatte die Flugfunkfrequenz 900 m
im gegenwaertigen Zeitpunkt offenbar nicht geschaltet. Aber
welch Schreck, die "Do X" versuchte das gleiche Spielchen mit
"EAL"/Las Palmasradio, wohin das Flugboot ohnehin unterwegs
war. Aber auch EAL huellte sich in Schweigen.
Jetzt war der Augenblick gekommen, an dem ich eingreifen konnte.
... !DANAB de DDYB hr QSO DAN QSP als direkt". Schwapp, ich
hatte ihn an der Angel, die Verbindung klappte auf Anhieb.
Ja, und nun setzte der "warme Regen" ein - ganz legal. Gruss-
botschaften zwischen Comodore Christiansen und unserem Kapitaen
gingen hin und her. Aber dann folgten die endlos langen Presse-
telegramme von Berichterstattern an Bord der "Do X" in fast
alle europaeischen Hauptstaedte und nach Uebersee, die die
"Artigas" anschliessend an Norddeich weitervermittelte. Von
"Idiot" war ploetzlich keine Rede mehr, wir schrieben und
schrieben, was uns Kollege Kiel vorsetzte und was die Schreib-
maschine verkraftete. Ich bekenne, dass die gut 60 Minuten
dieser MM-AM-Verbindung in beruflicher Hinsicht mit zu den
interessantesten meines Lebensgehoeren. Mir ist, als waere
es erst gestgern gewesen, dass sie zustand kam.
Von anderen Ereignissen aehnlicher Bedeutung oder gar darueber
hinausgehend, scheue ich mich zu schreiben. Und was man an-
sonsten beispielsweise auf den Musiklinern mitbekam, einfach
nicht uebersehen konnte - darueber schweige lieber des Saengers
Hoeflichkeit.
Der Autor, Hans DL1BD, schrieb anschliessend noch an Ernst,
DJ3GK der den meisten von uns noch als treuer und beliebteer
Vorlogger der sonntaeglichen MF-SSB-Runde in Erinnerung ist:
"Lieber Ernst, machs gut und bleib gesund; ich versuche es
auch und wunsche mir, Deine Stimme am Sonntagmorgen noch
recht lange zu hoeren. Ich zolle Dir Respekt fuer die Art,
wie Du die Vorloggung abwickelst."
(Damit endet dieser Beitrag von 1988, geschrieben von Hans
Fischbeck DL1BD MF 317, der seit 11 Okt 1993 Silent Key ist. )
10. Zu guter Letzt:
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Tante Olga macht zum ersten Mal in ihrem Leben eine Seereise.
Am vierten Tag aendert sich das Wetter und es kommt schwerer
Sturm auf. Als es immer schlimmer wird, verlangt sie den
Kapitaen zu sprechen. "Herr Kapitaen" fragt Tante Olga
aengstlich, " wie weit sind wir vom Land entfernt ?" "Ach,
gar nicht so weit, nur etwa 1500 m" erwidert er laechelnd.
Da bin ich aber beruhigt", sagt sie. "Und nach welcher
Richtung ?" "Nach unten" sagt der Kapitaen.
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Ende MF-Rundspruch
Die Redaktion/der TM des MFRs wuenschen ein ufb Wochenende
und den Kranken gute Besserung.
Moin Moin
tot 10/2010z jun 2012 li
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