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DF6LI > MF 19.11.11 09:03l 245 Lines 10935 Bytes #999 (60) @ DL
BID : LUWDL1DB0BLO
Read: DK3UZ GUEST
Subj: MFRs 39/11
Path: DB0FHN<DB0MRW<DB0ERF<DB0TUD<DK0BLN<DB0BLO
Sent: 111119/0748z @:DB0BLO.#BLN.DEU.EU [Berlin OP:DL8RO] DP6.00 $:LUWDL1DB0BLO
From: DF6LI @ DB0BLO.#BLN.DEU.EU (Klaus)
To: MF @ DL
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MF-Rundspruch (MFRs) 39/11 (Nr. 1677 seit 1977)
Aussendung: ab 12 Nov 2011
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M F - R U N D E e.V.
Homepage: www.marinefunker.de
Redaktion : DL1NL / MF 779 Fred
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Hinweise:
1. Einsendeschluss: Donnerstags 20:00 LT
2. Dieser MF-Rundspruch kann auch nach der Funkaussendung auf
der Homepage der MF-Runde e.V. (Service=>Rundspruch=>
Auswahl) eingesehen oder heruntergeladen werden.
3. Ab montags ist der MFRS als PR-Version DL-weit in den
Packet Radio Mailboxen Rubrik "MF" zu lesen.
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1)Geburtstage 12 Nov - 18 Nov 2011:
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15 Nov MF893 DL3BJX
16 Nov MF570 DL1BHM
Die MF-Crew gratuliert herzlich und wuenscht Gesundheit,
Wohlergehen und Freude im neuen Lebensjahr.
(DF7PM)
2. MF-Mitgliederbewegung
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Keine Meldung
3. Diplome
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Keine Meldung
4. MF-Intern:
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1) Wir begruessen Dierk/DL8LD/MF274 als Wiedereinsteiger als
CW-TM und wuenschen viel Spass in der Runde am 12 Nov.
(DF6LI, DL1NL)
2) Am Sonnabend 12 Nov 2011 10:00 l.t. findet die Vorstands-
sitzung 2/2011 der MF-Runde statt. Die Mitglieder des MF-
Vorstands sind an diesem Wochenende nicht telefonisch bzw. nur
ueber Mobiltelefon zu erreichen. E-Mails werden nach dem Wochen-
ende gelesen. (DL1NL)
3) Unser Diplommanager Wilf DJ6TK teilt mit, dass sich unser
neues MF-Mitglied Klaus/DJ4SO/MF1061 in der Zeit vom 17 Nov bis
12 Dez 2011 in Namibia aufhält. Er wird wieder unter V5/DJ4SO
in CW,RTTY und PSK31 QRV sein. Gelegentlich und auf Wunsch macht
er auch SSB. Er wird auch im CQWW Contest (CW Teil Ende Nov) QRV
sein. QSLs wie immer via Bureau oder LOTW (keine eQSLs) (DJ6TK)
4) Josef MF928 schreibt: Herzlichen Dank fuer die Zustellung
Deiner immer sehr interessanten MF-Rundsprueche. Vor allem die
Berichte ueber Seefahrt und Funkwesen sind ueberaus spannend
und enthalten vergessene Facts aus der Vergangenheit des See-
funks an die ich mich noch sehr oft gut erinnern mag, vor allem
an die grossen deutschen Kuestenfunkstellen in Ost und West.
Josef, HB9DAR
Danke lieber Josef. Es ist schoen, wenn die Arbeit des Redak-
teurs mal auf diese Weise gewuerdigt wird. Auch Ray/DK5VC/MF74
herzlichen Dank. (DL1NL)
5. Dienst an Bord / TMs:
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1) Cap San Diego:
12 Nov Juergen/DL8HCI und Eddi/DK3UZ
13 Nov Fritz Gessner
19 Nov Gerd/DL3HCV und Peter/DK6HT
20 Nov Heino/DK9HH und Olaf/DL6BAI
2) TMs CW/SSB:
12 Nov Dierk/DL8LD (fuer Juergen/DL3HRH)
13 Nov Karl-Heinz/DL6KHW
19 Nov Wolfram/DF5LW
20 Nov Dieter/DK9QD
6. Unsere Funkrunden:
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An der Kloenrunde vom 09.11.11 waren 19 Stationen beteiligt,
darunter waren 5 Clubstationen. Die Condx waren gut.
Vy 73 Dorothea DL3DBN
In der Donnerstags-Handtastenparty vom 10 Nov auf 7026 khz
waren 7 Stationen unter Leitung von DL0MF (op DL1NL). Etwas
unterhalb von 7025 kHz war ein Pile-up, den wir nicht stoeren
wollten. Wie der Funkwetterbericht meldet, sind wir im Auf-
waertstrend des gegenwaertigen Sonnenfleckenzyklus (s. auch
Rubrik "Amateurfunk"), wovon auch schon seit einiger Zeit
unsere 40 m-Runde profitiert. (DL1NL)
Im CW Net um 1830 lt waren die condx gut, aber leichtes
Dauer-QRM ueberlagerte die schwaechste Station DD1WG. Im
Netz waren DF4BV (NCS), DL1NL, DF8LD, DL3HRH, DD1WG und
als Nachmelder kam DK6LH dazu. (DF4BV)
7. Unsere Nachbarn
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Keine Meldungen
8. Amateurfunk
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Der DARC-Funkwetterbericht meldet u.a.: "Wir sind voll im
Aufwaertstrend des 24. Sonnenfleckenzyklus, dessen Maximum
nach neuesten Modellrechnungen für das spaete Fruehjahr 2013
erwartet wird.
9. Aus Seefahrt und Funkwesen:
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Fortsetzung der Vorstellung deutscher Kuestenfunkstellen.
Weiter zur Historie der KuefuSt Ruegen Radio:
Peter Volk (von "FX Intern" - d. Red.) schrieb in "40 Jahre
Seefunk der DDR": "Der Funkverkehr hielt sich zunaechst in Grenzen,
da die Kutter erst nach und nach mit 25 Watt-Grenzwellenanlagen
ausgeruestet wurden. Neben der Uebermittlung von Seefunktele-
grammen mittels Sprechfunk (A3) zwischen den Kuttern und der
Fischereigenossenschaft sowie den Besatzungsmitgliedern und
ihren Angehoerigen, bestand der Dienst zunaechst nur in der
Ausstrahlung von Wetterberichten, Sturm- und Navigationswar-
nungen fuer die mittlere und oestliche Ostsee."
Nachdem neben den bereits vorhandenen Grenzwellensendern auch
ein Mittelwellensender den Betrieb aufnahm, erfolgte neben dem
Verkehr in Funktelefonie nun auch die Aufnahme des Telegrafie-
verkehrs auf den Sendefrequenzen 500 kHz und 432 kHz. Nach der
Installation eines Kurzwellensenders im Jahre 1953 konnte
erstmalig nach dem Kriege auch Weitverkehr im Kurzwellenbereich
aufgenommen werden. Damit schuf man gleichzeitig die Voraus-
setzungen fuer die Ausstrahlung einer Schiffspresse zur
aktuellen Information der Seeleute.
Der weitere Ausbau der Kuestenfunkstelle war zunaechst durch
ein militaerisches Grossprojekt verzoegert worden. Aus mili-
taerischen Gruenden sollte suedlich von Glowe fuer die Schiffe
der Seestreitkraefte der DDR ein Kanaldurchstich zwischen
Grossem Jasmunder Bodden und Ostsee erfolgen, genau am geplanten
Standort der Gebaeude der neuen KueFuSt. Ploetzlioch kamen
alle Aktivitaeten in dieser Richtung zum Erliegen und mit
betraechtlicher Verzoegerung konnte die uerspruenglich geplante
Erweiterung und Modernisierung der KueFuSt wieder aufgenommen
werden.
Inzwischen befuhren die Fischereiflotten die Ost- und Nordsee
und Schiffe der Handelsflotte auch das Mittelmeer. Die Hoer-
bereitschaft auf Kurzwelle wurde erweitert, ein Geschenkfunk-
dienst (GF) mit den Versandhaeusern in Leipzig und Karl-Marx-
Stadt eingerichtet und 1958 die "Seeblume Rostock" ins Leben
gerufen. Mit letzterem Dienst konnten Blumengruesse von Bord
aus ueber Fleurop an Land verschickt werden. Der Geschenkfunk-
dienst fand mit dem Verschwinden der Versandhaeuser Anfang der
1970er Jahre ein natuerliches Ende.
Als ab 1958 DDR-Schiffe alle Weltmeere befuhren, begann der
Kurzwellen-Sprechfunkdienst. Anfang der 1960er bemuehte man
sich, die Empfangsmoeglichkeiten der Schiffspresse zu verbes-
sern, indem die automatischen Telegrafieaussendungen nicht
mehr nur in zwei, sondern in drei verschiedenen Frquenzbaen-
dern gleichzeitig erfolgten. Sehr zum Unmut der Funkoffi-
ziere auf den Handelsschiffen lagen die Sendezeiten ausser-
halb der international festgelegten Wachzeiten der FO auf
der Not- und Anruffrequenz 500 kHz, so dass auf See eine
obligatorische Ueberstunde anfiel, die jedoch auf den
meisten Schiffen waehrend der Liegezeiten in auslaendischen
Haefen wieder abgegolten werden konnten. Die regelmaessige
Unterbrechung der Presseuebermittlung waehrend der sog.
Seenotperioden zur besonders konzentrieten Ueberwachung
der Seenotfrequenz erregte ebenfalls die Gemueter. Die Fre-
quenz wurde ja ausserhalb der Wachzeiten in der Regel mit
einem Autoalarmempfaenger automatisch ueberwacht. Aller-
dings hatte mancher Funkoffizier bei schwierigen Empfangs-
bedingungen die Verschnaufpause manchmal dringend noetig.
Die Uebermittlung der Presse von Rostock an "Ruegen Radio"
erfolgte regelmaessig sehr spaet und in einer katastropha-
len Qualitaet. 60 bis 80 und teilweise noch mehr Uebermitt-
lungsfehler pro Presse ergaben im Lochstreifen 120 bis 260
Klebestellen, die selbst die sehr robusten Fernschreiber
von Hell vor Schwierigkeiten stellten. Die Abtaststellen
verklebten staendig mit Kittifix . Es war unverstaendlich
wie Fernschreibkraefte beschaeftigt werden konnten, die
sich ausserstande sahen, drei Zeilen ohne Schreibfehler
zu uebermitteln. Durch die notwendig werdenden Berichti-
gungen kam es zu Situationen, dass die Presse schon auf
Sendung ging, als noch geklebt wurde. Beim Empfang an
Bord bestand keine Moeglichkeit mehr, korrigierend einzu-
greifen.
(Anmerkung des Redakteurs: Die Presse kam mit hoher Geschwin-
digkeit und wir tippten sie an Bord direkt in die Schreib-
maschine. Besonders bei der Uebermittlung der Fussballergeb-
nisse wurde es von der Besatzung uebel vermerkt wenn man sich
vertippt hatte. Oft stand bei der Presseaufnahme der Kapitaen
schon hinter dem FO und warf neugierige Blicke ueber die
Schulter auf das entstehende Schreibmaschinenblatt, hi. Auf
diese Weise haben wir flotte CW-Aufnahme taeglich trainiert.
Wenn bei schlechtem Wetter das Schiff stark kraenkte, kam
noch hinzu, dass der Schreibmaschinenwagen dann machte was er
wollte und bei gegenlaeufigen Fliehkraeften einfach stehenblieb
oder ploetzlich nach rechts ausfuhr. Noch heute macht es den-
jenigen, die auf diese Weise Telegrafietraining hatten, grossen
Spass, hohes CW-Tempo im Kopf komplett mitzulesen.)
(Aus einer Veroeffentlichung der SFK Bremen, Autor: Friedrich
Seibicke. - Diesmal mit Anmerkungen des Rundspruch-Redakteurs.
Wird fortgesetzt.)
10. Zu guter Letzt:
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Herr Schulze aus Berlin war mit dem Dampfer nach New York
gefahren. Waehrend der ganzen Reise war er seekrank.
Als er das Schiff verlaesst, sieht er, wie ein Taucher aus
dem Wasser steigt.
"Wenn ich gewusst haette, dass man auch zu Fuss gehen kann,
waere ich doch nicht mit dem bloeden Schiff gefahren",
wettert Herr Schulze.
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Ende MF-Rundspruch
Die Redaktion/der TM des MFRs wuenschen ein ufb Wochenende
und den Kranken gute Besserung.
Moin Moin
tot 19/0747z nov 2011 li
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