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DK8FI > IMKER 10.09.96 18:22l 85 Lines 4844 Bytes #999 (999) @ DB0MAK.#BAY.
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Subj: Antwort auf Fragen
Path: DB0MAK
Sent: 960910/1516z @:DB0MAK.#BAY.DEU.EU [Marktredwitz, JO60BA] BCM1.37s
From: DK8FI @ DB0MAK.#BAY.DEU.EU (Edi)
To : IMKER @ DB0MAK.#BAY.DEU.EU
Reply-To: DK8FI @ DB0NDK.#NRW.DEU.EU
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Hallo funkende Imker,
Hallo imkernde Funkamateure,
nun habe ich scheinbar ein Wespennest losgetreten, denn es sind in
kurzer Zeit sehr viele interessante Mails bei mir eingetroffen. Die
meisten waren an mich direkt gerichtet, woraus ich schließe, daß
die bisherige Form der Kommunikation noch etwas beliebter ist. Ich
bedanke mich für alle eingegangenen Mails und bemühe mich diese
soweit möglich und nötig auch zu beantworten.
Aus dem Inhalt der bisherigen Zuschriften entnehme ich, daß wir
zunächst alle unsere Mails an die Mailbox "IMKER @ DB0MAK" senden
wollen, jedenfalls solange bis sich der Kreis der Interessenten an
unserer Runde nicht wesentlich erweitert.
Der Georg, DF2AU schrieb mir: "Und in der Box (DB0MAK-8 Anm. von
mir) müssen dann alle funkenden Bienen saugen gehen".
Der Sysop von DK0WX, es ist der Jupp, DL1WX hat uns freundlicher-
weise ebenfalls eine reichlich bemessene LIFETIME für unsere Rubrik
angeboten. Ich hoffe in Euerem Sinne gehandelt zu haben, wenn ich
diese Möglichkeit zunächst mal zurückstellen ließ. Trotzdem habe
ich mich über diese positive Resonanz sehr gefreut, wo doch andere
OM's mir geschrieben haben: "Das schaffst Du nie - das kannst Du
vergessen." Es gibt eben doch Sysops, die einem eine Rubrik mit
LIFETIME anbieten, sogar ohne daß man sie persönlich darum gebeten
hat. Wichtig erscheint mir nur, daß wir als User nichts Unerlaubtes
in die Box schreiben.
Ich will nicht alle Zuschriften ohne Einverständnis der Autoren in
unsere Rubrik transferieren, bitte aber darum, bei allgemeinem In-
teresse, dies als Absender der Mail selbst zu tun.
Der Erste, der sich mit einem Thema aus dem Bereich der Imkerei in
die Box gewagt hat, war der Martin, DL2NED.
Es geht um die Verdunstungsmenge beim Burmeister-Verdunster. Auch
ich habe diesen Verdunster, wie bereits berichtet, dieses Jahr
erstmalig eingesetzt und kann die Erfahrungen von Martin zunächst
mal bestätigen. Die mitgelieferten Dochte sind von minderer Quali-
tät. Sie lösen sich in der Säure sofort auf, und die Verdunstung
ist schlecht. In der Abteilung Haushaltswaren gibt es sogenannte
Schwammtücher. Diese haben die Abmessungen 17cm x 21 cm und sind
etwa 5mm dick. Diese Schwammtücher sind sehr saugfähig. Sie sind
säurefest d.h. mehrfach verwendbar, und sie haben eine fuselige
rauhe d.h. große Oberfläche. Aus diesen Schwammtüchern habe ich
Dochte passender Größe ausgeschnitten und in den Schutzkäfig der
Verdunster als Docht eingeschoben. Sie werden vom Schutzkäfig in
aufrechter Position gehalten. Die Verdunstung funktioniert jetzt.
Genaue Werte kann ich noch nicht nennen, da es wieder mal ein neues
Experiment von mir ist. Die Tücher selbst sind aber langjährig zum
Verdunsten von AS erprobt. Als Alternative bleibt die Möglichkeit
eine AS-Verdunsterplatte im Imkerfachhandel zu erwerben und daraus
Dochte selbst zu schneiden. Fertige Dochte sind viel teurer und
dann meist noch aus ungeeignetem Material. Für den Nassenheider-
Verdunster sind die Schwammtücher nicht verwendbar.
Die von Martin festgestellte Verdunstungsmenge von 6 ml/Tag ist für
einen 5-Waben-Ableger natürlich schon ausreichend. Nur der 9-Waben-
Ableger könnte etwas mehr vertragen, wenn auch die Mindestdosis von
5,4 ml/Tag/Zarge auch hier schon erreicht wurde. Angestrebt werden
Werte zwischen 6 und 10 ml/Tag/Zarge.
Die Verdunstungsmenge ist von der Säurequalität kaum abhängig. Wohl
ist es aber so, daß bei Verwendung der 85%igen statt der 60%igen
Säure auch entsprechend geringere Verdunstungsmengen zum gewünshten
Erfolg führen. Deshalb gehen viele Imker bei kühler Witterung und
nachlassender Verdunstung auf 85%ige Säure über. Ich benutze diese
jetzt auch. Eine Auskunft über Säurespezifikationen liefert eine
Abhandlung auf S.15 in Heft 6 der Zeitschrift "die biene".
Nun haben wir schon eine 3. Lösungsmöglichkeit gefunden. Die 4.Mög-
lichkeit wäre, in den 9-Waben-Ableger einen 2. Verdunster einzuhän-
gen.
Zum Einhängen der Verdunster muß man natürlich eine Futterwabe bie-
nen- und wespensicher in einem Schrank aufbewahren. Bei Wachsmot-
tenbefall kann man die Waben tiefgefrieren. Dies sollte man aber
nur bei erkennbarem Befall tun, da das eingelagerte Winterfutter
teilweise kandieren könnte. Die Bienen können es dann nur noch be-
grenzt aufnehmen. Die gekühlten Waben sollten erst nach dem Auftau-
en in den Stock zurückgegeben werden.
Ich muß hier manchmal Dinge schreiben, die mir überflüssig erschei-
nen. Ich habe aber gesehen, daß einige Newcomer Schwierigkeiten
haben.
Ich will mal schließen, obwohl noch viele Fragen offen sind. Das
Thema Verdunster habe ich nochmal vorgezogen, weil es dringend ist.
Es grüßt Euch mit einem freundlichem Summ Summ
DK8FI, Edi aus Köln
Köln, den 10.09.96
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