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DL4AI  > IMKER    17.02.97 15:38l 66 Lines 2298 Bytes #999 (999) @ DL
BID : H27DB0MAK002
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Read: GUEST
Subj: Fütterung mit Honig
Path: DB0MAK
Sent: 970217/1335z @:DB0MAK.#BAY.DEU.EU [Marktredwitz, JO60BA] BCM1.38
From: DL4AI @ DB0MAK.#BAY.DEU.EU  (Günter)
To  : IMKER @ DL
Reply-To: DL4AI @ DB0VER.#NDS.DEU.EU
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Hallo Imkerfreunde!

Die Anfrage von Hans (DF2GP) habe ich gelesen.
Gerade schreibe ich an einem Bericht über Honig. Dabei
habe ich Zahlen herausgefunden, die etwas über die 
Haltbarkeit von Honig aussagen. Wenn der Honig schonend 
behandelt und dunkel aufbewahrt wurde, dann haben die 
Honigwirkstoffe eine gewisse Halbwertzeit, also die Zeit 
nach der noch die Hälfte der Fermente wirksam ist.

Das wäre bei einer Aufbewahrungszeit von Tagen ...bei 
einer Lagertemperatur von...

                   Halbwertzeit

Temp. in C    Diastase            Saccharase
___________________________________________________
10            12 600 Tage         9600 Tage
20             1 480 Tage          820 Tage
35                78 Tage           28 Tage
....
80                 1,2 Stunden       8,6 Minuten

Die Temperatur hat also den bedeutenden Einfluß.

Also Hans, vielleicht kannst Du ihn ja noch selber essen.

Grundsätzlich sehe ich keine Bedenken, diesen Honig zu 
verfüttern. Es gibt Berichte von Imkern in den 
Imkerzeitungen, die gute Erfahrungen damit gemacht haben 
und keine Verluste an Völkern gezeigt haben, die auf Ruhr 
oder ähnliche Krankheiten zurückzuführen gewesen wären.

1990/91 wurden an der Landesanstalt für Bienenzucht 
Hohenheim Versuche mit der Einfütterung von Rapshonig
gemacht. Das Ergebnis war gut. Es bestehen meiner Meinung
nach keine Bedenken. Nur mit den Honigtauhonigen wurden 
allgemein schlechte Erfahrungen gemacht, da diese einen 
hohen Anteil an Ballaststoffen enthalten.

Den Honig würde ich bei der Verfütterung nur abends in 
kleinen Portionen verabreichen. Bei der Verfütterung von 
Honig sind die Bienen sehr unruhig, und es kann dabei zur 
Räuberei kommen.  Wenn der Honig in der Beute verfüttert 
wird, wird dieser auch schnell wieder weich.
Dabei sollte darauf geachtet werden, daß die Bienen nicht 
im Honig verkleben!!. Kleine Oberflächen, Stroh oder 
andere Hilfsmittel auf denen die Bienen gefahrlos laufen 
können.

Mit den Besten Grüßen an alle Leser

                                  Günter DL4AI




PS.:
Liebe Imkerkollegen, ich habe mir gerade einen neuen PC 
gekauft und schlage mich mit Windows 95 herum. Dagegen 
sind Bienen angenehme Zeitgenossen.
Im nächsten Imkerjournal kommt wahrscheinlich ein Bericht 
über Versuche mit Oxalsäure.

Z


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