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DK8FI > IMKER 02.02.97 15:04l 75 Lines 4447 Bytes #999 (999) @ DL
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Subj: Re:"Berichtigung d. R.-Maße!"
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Hallo lieber Walter, liebe Imkerfreunde,
Ich habe in der letzten Mail die Fragen von Martin (DL2NED) bezüg-
lich der Rähmchen beantwoten wollen. Dabei wollte ich auch evtl.
auftretende kleinere Probleme nicht verschweigen. Nun ist ja Holz
ein relativ einfach zu bearbeitender Werkstoff, insbesondere dann,
wenn man eine Holzbearbeitungsmaschine mit verstellbarem Anschlag
einsetzen kann.
Mit meinen Äußerungen habe ich nun eine Diskussion angeregt, die
nun zunächst mal das Sollmaß in Frage stellt. Es geht insbesondere
um die Breite der Rähmchen. Wenn ich dazu den Pfefferle aufschlage
"Imkern mit dem Magazin", so ist auf Seite 235 das Zander-Hoffmann-
Rähmchen mit 35mm Breite vermaßt. Wenn ich den Katalog 95/96 von
Bienen Ruck, Seite 21 aufschlage, so ist dort das Zander-Hoffmann-
Rähmchen ebenfalls mit 35mm Breite vermaßt.
Wenn ich solche Rähmchen bestelle, werden mir solche mit bis zu
37mm Breite geliefert. Grundsätzlich besteht also kein Widerspruch
zwischen meinen Angaben und denen von Dir, lieber Walter. Das Pro-
blem ist nur generell vorhanden, und deshalb habe ich es angespro-
chen.
Ich habe z.B. bei der o.g. Firma die Rähmchen und einen "Marburger
Feglings-, Schwarm- und Drohnen-Siebkasten" für 7 Waben erworben.
Der Kasten hat eine lichte Breite von 259mm. Dies würde bei der von
Dir genannten und der gelieferten Rähmchenbreite von 37mm
(7x37mm=259mm) gerade ausreichen die Rähmchen einzuhängen. Bei die-
ser Anordnung sind aber die Randgassen für die Bienen zu schmal.
Ich wollte die Randgassen in der gleichen Breite wie zwischen den
Waben ausführen. Ich habe deshalb gewählt: (7x35mm)+(2x6mm)=257mm.
Zur Kastenbreite von 259mm bleiben dann noch 2mm Luft. Dies ist
auch sinnvol, weil Holz bekanntlich etwas aufquellen kann.
Das Sollmaß der Erlanger-Abstandshalter ist 35mm. Die Qualität der
Ausführung schwankt allerdings manchmal etwas. Es kommt bei einigen
Chargen vor, das sie eine vorstehende Preßnaht aufweisen. Da diese
Preßnaht sehr schmal ist und die Rähmchen im Magazin meist auch zur
Seite hin etwas Spiel haben, stoßen diese Preßnähte selten genau
aufeinander, sodaß sich trotzdem ein Rastermaß der Rähmchen von
35mm ergibt. Wenn die Preßnähte mich zu sehr gestört haben, habe
ich diese mit einem Messer entfernt. Beim letzten Einkauf habe ich
eine maßhaltige Charge ohne Preßnaht mit 35mm Breite erwerben kön-
nen.
Letztlich sind wir ja alle Techniker, und jeder kann selber aus-
rechnen wie breit die Rähmchen für seine Beute sein dürfen. Ich
will mich daher auch nicht weiter über dieses Thema auslassen. Das
eine Nacharbeit nötig sein kann, haben wir an der Diskussion gese-
hen. Mehr wollte ich eigentlich auch garnicht sagen.
Modifizierte Rähmchen-Oberträger, sei es nun geschlitzt, keilförmig
oder einfach dicker, sind keine Erfindung von mir. In einem Lehr-
gang der VHS wurden die geschlitzten und die keilförmigen Oberträ-
ger zur Befestigung des Anfangsstreifens bzw. zum imkern ohne Mit-
telwand vorgestellt. Auf die verstärkten Oberträger zur Vermeidung
von Verbauungen zwischen den Rähmchen zweier Magazine hast Du, lie-
ber Walter, uns hingewiesen, und wir waren alle ganz gespannt auf
Deine Ausführungen. Meine Idee bestand nur darin, um teure Spezial-
profile zu umgehen, einfach zusätzliche Leisten der gewünschten
Form in oder auf ein Standardrähmchen mit wasserfestem Leim (Ponal)
aufzukleben. Das geht natürlich nur bei neuen Rähmchen, da die Kle-
bestellen sauber sein müssen.
Ich habe überwiegend 9-Waben-Holzmagazine "Apicol", hier stehen die
Waben so dicht übereinander, daß sie sich teilweise schon berühren,
und ich zwischen den Magazinen oder an der Rähmchenauflage dünne
Streifen unterlegen mußte. Für diese Toleranzprobleme können wir
wohl Herrn Prof. Zander nicht verantwortlich machen.
Trotz dieser geringen Abstände zwischen den Rähmchen versuchen die
Bienen die Rämchenoberteile des unteren Magazins mit den Rähmchen-
unterteilen des aufgesetzten Magazins miteinander zu verbauen. Beim
abheben eines Magazins muß man daher immer darauf achten, daß man
keine Waben aus dem unteren Magazin anhebt. Durch einseitiges vor-
sichtiges Anheben und Lösen mit dem Stockmeißel läßt sich größerer
Schaden vermeiden. Diese ganze Bautätigkeit ist natürlich auch von
der Bienenrasse abhängig, aber das ist ein anderes Thema.
Für heute will ich mal schließen. Vy 73 von Euerem BB Edi, DK8FI
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