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DK8FI  > IMKER    02.02.97 15:04l 75 Lines 4447 Bytes #999 (999) @ DL
BID : 227DB0MAK005
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Subj: Re:"Berichtigung d. R.-Maße!"
Path: DB0MAK
Sent: 970202/1257z @:DB0MAK.#BAY.DEU.EU [Marktredwitz, JO60BA] BCM1.38
From: DK8FI @ DB0MAK.#BAY.DEU.EU  (Edi)
To  : IMKER @ DL
Reply-To: DK8FI @ DB0NDK.#NRW.DEU.EU
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Hallo lieber Walter, liebe Imkerfreunde,

Ich  habe in der letzten Mail die Fragen von Martin (DL2NED) bezüg-
lich  der  Rähmchen  beantwoten wollen. Dabei wollte ich auch evtl.
auftretende  kleinere  Probleme nicht verschweigen. Nun ist ja Holz
ein  relativ einfach zu bearbeitender Werkstoff, insbesondere dann,
wenn  man  eine Holzbearbeitungsmaschine mit verstellbarem Anschlag
einsetzen kann.
Mit  meinen  Äußerungen  habe ich nun eine Diskussion angeregt, die
nun  zunächst mal das Sollmaß in Frage stellt. Es geht insbesondere
um  die Breite der Rähmchen. Wenn ich dazu den Pfefferle aufschlage
"Imkern mit dem Magazin", so ist auf Seite 235 das Zander-Hoffmann-
Rähmchen  mit  35mm  Breite vermaßt. Wenn ich den Katalog 95/96 von
Bienen  Ruck, Seite 21 aufschlage, so ist dort das Zander-Hoffmann-
Rähmchen ebenfalls mit 35mm Breite vermaßt.
Wenn  ich  solche  Rähmchen  bestelle, werden mir solche mit bis zu
37mm  Breite geliefert. Grundsätzlich besteht also kein Widerspruch
zwischen  meinen Angaben und denen von Dir, lieber Walter. Das Pro-
blem  ist nur generell vorhanden, und deshalb habe ich es angespro-
chen.
Ich  habe z.B. bei der o.g. Firma die Rähmchen und einen "Marburger
Feglings-,  Schwarm-  und Drohnen-Siebkasten" für 7 Waben erworben.
Der Kasten hat eine lichte Breite von 259mm. Dies würde bei der von
Dir   genannten   und   der  gelieferten  Rähmchenbreite  von  37mm
(7x37mm=259mm) gerade ausreichen die Rähmchen einzuhängen. Bei die-
ser  Anordnung  sind  aber die Randgassen für die Bienen zu schmal.
Ich  wollte  die Randgassen in der gleichen Breite wie zwischen den
Waben  ausführen. Ich habe deshalb gewählt: (7x35mm)+(2x6mm)=257mm.
Zur  Kastenbreite  von  259mm  bleiben dann noch 2mm Luft. Dies ist
auch sinnvol, weil Holz bekanntlich etwas aufquellen kann.
Das  Sollmaß der Erlanger-Abstandshalter ist 35mm. Die Qualität der
Ausführung schwankt allerdings manchmal etwas. Es kommt bei einigen
Chargen  vor, das sie eine vorstehende Preßnaht aufweisen. Da diese
Preßnaht sehr schmal ist und die Rähmchen im Magazin meist auch zur
Seite  hin  etwas  Spiel haben, stoßen diese Preßnähte selten genau
aufeinander,  sodaß  sich  trotzdem  ein Rastermaß der Rähmchen von
35mm  ergibt.  Wenn  die Preßnähte mich zu sehr gestört haben, habe
ich  diese mit einem Messer entfernt. Beim letzten Einkauf habe ich
eine  maßhaltige Charge ohne Preßnaht mit 35mm Breite erwerben kön-
nen.
Letztlich  sind  wir  ja alle Techniker, und jeder kann selber aus-
rechnen  wie  breit  die  Rähmchen für seine Beute sein dürfen. Ich
will  mich daher auch nicht weiter über dieses Thema auslassen. Das
eine  Nacharbeit nötig sein kann, haben wir an der Diskussion gese-
hen. Mehr wollte ich eigentlich auch garnicht sagen.
Modifizierte Rähmchen-Oberträger, sei es nun geschlitzt, keilförmig
oder  einfach  dicker, sind keine Erfindung von mir. In einem Lehr-
gang  der VHS wurden die geschlitzten und die keilförmigen Oberträ-
ger  zur Befestigung des Anfangsstreifens bzw. zum imkern ohne Mit-
telwand  vorgestellt. Auf die verstärkten Oberträger zur Vermeidung
von Verbauungen zwischen den Rähmchen zweier Magazine hast Du, lie-
ber  Walter,  uns hingewiesen, und wir waren alle ganz gespannt auf
Deine Ausführungen. Meine Idee bestand nur darin, um teure Spezial-
profile  zu  umgehen,  einfach  zusätzliche Leisten der gewünschten
Form in oder auf ein Standardrähmchen mit wasserfestem Leim (Ponal)
aufzukleben. Das geht natürlich nur bei neuen Rähmchen, da die Kle-
bestellen sauber sein müssen.
Ich habe überwiegend 9-Waben-Holzmagazine "Apicol", hier stehen die
Waben so dicht übereinander, daß sie sich teilweise schon berühren,
und  ich  zwischen  den Magazinen oder an der Rähmchenauflage dünne
Streifen  unterlegen  mußte.  Für diese Toleranzprobleme können wir
wohl Herrn Prof. Zander nicht verantwortlich machen.
Trotz  dieser geringen Abstände zwischen den Rähmchen versuchen die
Bienen  die Rämchenoberteile des unteren Magazins mit den Rähmchen-
unterteilen des aufgesetzten Magazins miteinander zu verbauen. Beim
abheben  eines  Magazins muß man daher immer darauf achten, daß man
keine  Waben aus dem unteren Magazin anhebt. Durch einseitiges vor-
sichtiges  Anheben und Lösen mit dem Stockmeißel läßt sich größerer
Schaden  vermeiden. Diese ganze Bautätigkeit ist natürlich auch von
der Bienenrasse abhängig, aber das ist ein anderes Thema.

Für heute will ich mal schließen. Vy 73 von Euerem BB Edi, DK8FI



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