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DK3CZ > IMKER 26.01.97 12:30l 54 Lines 2683 Bytes #999 (999) @ DL
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Subj: Ist das Zanderrähmchen noch zeitgemäß?
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Neues Zanderrähmchen
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Liebe Imkerfreunde,
einige OM,s haben jetzt Bezug auf das neue modifizierte
Zanderrähmchen genommen, das ich in meiner letzten Mail erwähnt
habe.
Also es wurde im Oberträger verändert, und zwar wurde das
Dadanträhmchen nachgebaut. Die Trägerstärke ist nicht 10 sondern
19mm stark. Dann wurden die Seitenteile an das Hoffmannsrähmchen
angepaßt, d.h. im unteren Bereich 27 und oben 35mm stark. Die
Länge des 35mm Teils ist ca 85mm lang, also ca 1/3.
Der Ersthersteller, ein guter Bekannter von mir, in der Nähe von
Selb/Oberfranken hat sich vielleicht von einem Artikel in der
Zeitschrift "Imkerfreund" etwas zu sehr beeindrucken lassen.
Erstens ist das Dadanträhmchen wesentlich größer als das
Zanderrähmchen und in der Regel arbeitet man dort, m.e. nur auf
einem Brutraum. Bei Zandermagazin arbeitet man fast
ausschließlich auf zwei Bruträumen und bis zu zwei Honigräumen.
Die Bienen bauen wohl das neue mod. Zanderrähmchen schöner aus,
also gleichmäßiger über die ganze Fläche und bringt natürlich bei
der Honigernte, also Entdeckeln schon Vorteile.
Was man aber bedenken sollte und das ist gravierend, daß der neue
Oberträger auch zu der darüberliegenden Wabe einen größeren
Abstand zur Wabe bringt. Im Sommer mag das kaum eine Rolle
spielen, dennoch bin ich der Überzeugung, daß das unnatürlich
ist, denn das Brutnest wird auf jeden Fall zerrißen.
Bei der Winterzehrung dürfte das dann auch eine ganz natürliche
Sperre zum darüber oder darunter liegenden Rähmchen werden.
Jedenfalls ist das auch die Aussage von einigen bekannten
Imkermeistern, die sich mit dem neuen Rähmchen nicht anfreunden
können.
Ich hatte mir schon diese Rähmchen bestellt habe mir dann aber
die Argumente dieser Leute überlegt und muß sagen daß ich auch in
dieser Hinsicht einsichtig geworden bin. So stelle ich nun von
dem ganz normalen Zanderrähmchen auf Zander/Hofmann um damit die
lästigen Kreuzklemmen wegfallen können und bei Tragen der Beuten
die Bienen vor Quetschungen besser geschützt sind.
Wenn sich jedoch jemand näher dafür interessiert und via Fax
erreichbar ist kann ich die Bemaßung auch zusenden.
Vor allem der sehr hohe Preis hat mich auch abgeschreckt, selbst
in Teilen ist es um 30% teurer als das Zander/Hofmann-Rähmchen
und um 50% teurer als das normale Zanderrähmchen in Teilen.
Zusammenfassend möchte ich sagen. Nachdem sich unsere Staatl.
Bayerische Bienenzuchtanstalt in Erlangen noch zu keiner Äußerung
veranlaßt sah, dürfte das vielleicht wieder einmal ein
Versuchsballon von einem sich zu profilierenden Imker sein!
Also dann weiterhin viel Spaß mit unseren Bienen.
73 de Walter, DK3CZ
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