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DK3CZ > IMKER 21.01.97 19:01l 57 Lines 2681 Bytes #999 (999) @ DL
BID : L17DB0MAK004
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Subj: Varrobehandlung RE
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Sent: 970121/1700z @:DB0MAK.#BAY.DEU.EU [Marktredwitz, JO60BA] BCM1.38
From: DK3CZ @ DB0MAK.#BAY.DEU.EU (Walter)
To : IMKER @ DL
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Varroabehandlung.
Hallo Günter, DL4AI.
Vielen herzlichen Dank für deinen sehr ausführlichen Bericht!
Schade daß du ihn auf 30 Tage Liefetime begrenzt hast, denn bei
uns in DB0MAK ist genügend Speicher vorhanden, sodaß man fast von
einer Archiv-Box sprechen kann. Gerade letzte Woche wurde die
Speicherkapazität nochmals aufgebohrt!
Nun muß ich gleich einen Irrtum ausräumen, bzw. widersprechen.
Ich hatte geschrieben, daß man jetzt, in den nächsten Tagen,
nochmals eine Behandlung durchführen kann, wer es im Herbst
versäumt oder zu spät durchgeführt hat. Natürlich kann man, in
der Regel, bis 6 Wochen vor Trachtbeginn noch eine Behandlung
durchführen, ist aber nicht zu empfehlen, aus bekannten Gründen.
Nun zur Behandlung mit der IMP (Illertissener Milbenplatte).
Ich habe sehr ungern mit dieser Methode gearbeitet aber in
Bayern, ganz speziell in unserem fränkischen Raum waren die
beiden Verdunster nicht bekannt. In unserer Imkerzeitung
(Imkerfreund) war darüber so gut wie nichts zu lesen.
Beim Einlegen dieser Platte in der richtigen Größe, nach
Beendigung des Flugbetriebs, hörte man ein starkes Aufbrausen in
den Völkern und das Flugloch war im Nu schwarz vor Bienen und es
hingen bis spät in die Nacht richtige große Bärte aus den Beuten
heraus. Dabei ist es bei mir einige Male zu Brutschäden und
Königinenverlusten gekommen. Daher bin ich sehr froh, daß wir
diese Rubrik auf Vorschlag vom Edi, DK8FI, in den Boxen
eingerichtet haben. Nur durch diesen Umstand bin ich auf die
beiden Verdunster aufmerksam geworden und habe einen tollen
Erfolg erzielt. Nach meiner letzten Behandlung habe ich nur noch
vereinzelt Varroamilben auf den Varraogittern gefunden.
Deinen Beitrag, lieber Günter muß man öfters und intensiv lesen.
Es zeigt sich immer wieder, daß man aus den Fehlern, oder
Erfahrungen Anderer, sehr viel lernen kann.
Wichtig war auch für mich, daß man im Herbst die etwas
hochprozentigere AS, (85%) benutzen muß um da auch noch einen
guten Wirkungsgrad zu erzielen.
Zur Michsäurebehandlung wäre noch die Frage erlaubt, ob mit
rechts-o.linksdrehender Milchsäure gearbeitet wurde, oder bleibt
sich das gleich?
Bei uns hat man immer die rechtsdrehende Milchsäure favorisiert!
Erstaunlich war dein Bericht über die Reise nach Uruguay.
Imkereien mit 1500 - 4000 Völkern kennt man hier in unseren
Breitengraden überhaupt nicht!
vielleicht kannst du uns auch nochmal darüber einen Bericht geben
wie dort die Behandlung durchgeführt wird. Das muß ja Wochen
dauern bis so eine Behandlung erfolgreich abgeschlossen werden
kann.
Also Günter nochmals vielen Dank für deinen ufb Bericht
Mit imkerlichen Gruß Walter DK3CZ
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