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DD9QP > HAMNET 26.04.10 18:42l 58 Lines 3103 Bytes #999 (0) @ DL
BID : Q4KDB0RES0BM
Read: DK5SG GUEST DG8NGN DL6DBA DL1RG DL3SJB DG5MPQ DJ3PU DD3IA DB1YAK DM8BS
Read: DL5SFI DL6PM DK3EL
Subj: Mehr AS-Nummern für DL verfügbar
Path: DB0FHN<DB0FOR<DB0MRW<DK0WUE<DB0RES
Sent: 100426/1635z @:DB0RES.#NRW.DEU.EU [JO31ES Rees/Germany] obcm1.07b3
From: DD9QP @ DB0RES.#NRW.DEU.EU (Egbert)
To: HAMNET @ DL
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Hallo zusammen,
wie bereits in unserer letzten Mitteilung angekündigt, haben wir in DL anstelle
bisher 50 ab sofort 64 AS-Nummern für den Aufbau des HAMNET zur Verfügung:
http://www.de.ampr.org/doku.php/dokumentation/as-nummern
Nachdem Luxemburg sich freundlicherweise bereit erklärt hatte, seine AS-Nummern
weiter nach oben zu verlegen, konnten alle 64 ASNs für DL an einem Stück
angeordnet werden. Dazu besteht zwar keine technische Notwendigkeit, es macht
die Sache aber optisch übersichtlicher. Wir haben die Übersicht über die
AS-Nummern und IP-Netze in DL auf unserer Website aktualisert:
http://www.de.ampr.org/doku.php/dokumentation/as-nummern/as-list-de
An den bisher in die Regionen verteilten 12 AS-Nummern ändert sich nichts
außer, dass auf die neuen IP-Netze umgestellt werden muss.
Neben bisher 5 zu administrativen Zwecken zugeteilten AS-Nummern, 3 temporär
zuteilbaren AS für Großveranstaltungen und 5 AS-Nummern für Testzecke stehen
aktuell 39 weitere AS-Nummern für die Vergabe in den Regionen bereit, die
deutschlandweit möglichst gleichmäßig verteilt werden können (aber nicht
müssen). Richtwert zur Orientierung ist dabei die Anzahl der zu vernetzenden
automatischen Stationen und die Dichte der Funkamateure in einer Region, die
ein AS (Autonomes System) werden will.
Wer nur zwei eigene Standorte mit einer WLAN-Strecke verbinden will oder nur
einen Standort mit einem Internet-Uplink versehen will, braucht keine AS-Nummer
und keine Netze mit 1200 IP-Nummern pro AS. Eine solche Konstruktion ist auch
nicht automatisch als "HAMNET" zu betrachten. Jeder, der so etwas vorhat,
sollte aber überlegen, ob er bei der Hardwarebeschaffung nicht gleich
kompatibel zu einem möglicherweise in seinem Gebiet entstehenden HAMNET sein
will und seinen Standort dann für das HAMNET zur Verfügung stellen kann.
Ein AS sollte mindestens aus 4 bis 10 Standorten bestehen, die sich zu einem
gemeinsam administrierten IP-Netzwerk zusammenschließen wollen. Es können alle
Betriebsarten beteiligt sein. Ein AS sollte über mindestens einen BGP-fähigen
Router pro Standort verfügen. Ein AS muss letztlich auch immer eine Anbindung
an ein benachbartes AS haben bzw. aufbauen. Das könnte in der Anfangsphase auch
ein IP-Tunnel zum nächst gelegenen Nachbarn sein, der möglichst bald gegen
einen Hf-Weg ausgetauscht werden sollte. Eine gut geplante Hf-Strecke ist
selbst mit Zwischenhops nämlich deutlich schneller als eine Kette von
IP-Tunneln durch diverse ADSL-Anschlüsse! Das gilt bei gut laufenden
Hf-Strecken und schneller Linkhardware (z.B. Mikrotik mit 680MHz-Prozessoren)
im Übrigen auch für die Latenzzeiten. Gerüchte, eine Hf-Strecke sei wegen zu
schlechter Latenzzeiten beispielsweise grundsätzlich nicht geeignet für die
Versorgung eines D-Star-Relais sind völlig aus der Luft gegriffen.
Dass wir natürlich mit dem HAMNET eine weitgehend von anderen Netzen
unabhängige Infrastruktur aufbauen wollen, sollte in diesem Zusammenhang auch
nicht unerwähnt bleiben.
73 de Egbert DD9QP
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