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DB0FHN

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DL0BN  > BERLIN   19.06.14 15:03l 487 Lines 20228 Bytes #999 (0) @ DL
BID : N7F2J5DK0BLN
Read: DK3UZ GUEST
Subj: Rundspruch Berlin/Brandenburg 14/24
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From: DL0BN @ DK0BLN.#BLN.DEU.EU (Berlin)
To:   BERLIN @ DL

RUNDSPRUCH FÜR DIE DISTRIKTE BERLIN UND BRANDENBURG
               NR. 24/14 VOM 14.06.2014


Dieser Rundspruch ist jeden Sonnabend ab 18:00 Uhr auf folgenden Relais
zu hören:

Auf DBØSP auf 145,600 und 439,425 MHz, auf DBØBLO auf 439,275 MHz sowie
auf dem D-Star Relais DBØDF auf 439,4625 MHz in Berlin; auf DBØZEH bei
Zehdenick auf der Frequenz 439,100 MHz und auf DBØLY in Lychen auf der
Frequenz 439,325 MHz.

Jeden Sonntag wird der Rundspruch ab 10:00 Uhr auf den zuvor genannten
Frequenzen wiederholt und zusätzlich auf dem Relais DBØFOD in
Frankfurt/Oder auf 439,000 MHz.


ÜBERSICHT:

-	Neuer APRS-Digipeater des OV Hohenschönhausen, D20
-	Aufregung um DBØBC
-	"Schluss"-Meldung
-	Terminübersicht


Neuer APRS-Digipeater des OV Hohenschönhausen, D20

Am 5. Juni wurde ein neuer APRS-Digipeater aufgebaut. Der Standort ist
dieses mal etwas weiter entfernt von Berlin, nämlich in der Nähe von
Eisenhüttenstadt bei DBØFFO. Nach den ersten Betriebsstunden kann man
feststellen, dass die Absicht, einen Lückenschluß zwischen Frankfurt/
Oder und dem Spreewald vorzunehmen, erreicht wurde.

Der SysOp Uli, DL8RO, dankt den mutigen OM Jan, DG6IBT, und Falk,
DM7OKH, für die Unterstützung bei der Antennenmontage am Fernmeldeturm
in 70 m Höhe. Der Dank der APRS-Gemeinde gilt auch dem Standortverant-
wortlichen Wolfgang, DL2BWL, der die Erweiterung bei DBØFFO genehmigen
ließ.

Bilder von dieser Aktion kann man bei www.aprs-berlin.de sehen.

Viel Spaß weiterhin mit APRS wünscht

Uli, DL8RO



Aufregung um DBØBC

Am Donnerstag letzter Woche, also am 05. Juni 2014, gegen 18:00 Uhr
klingelten an der Tür von Jörg, DF3EI, drei Polizeibeamte sowie zwei
Mitarbeiter der Bundesnetzagentur, die zu dem Zeitpunkt Rufbereitschaft
hatten. Sie betraten die Wohnung und nahmen das neue ATV-Relais DBØBC,
das an gleichem Standort betrieben wird, durch Ausschalten der
Sicherungsautomaten außer Betrieb.

Was war geschehen?

DBØBC hatte durch die BNetzA antragsgemäß neben anderen Frequenzen eine
Zuteilung für eine DVB-T-Ausgabe im 70-cm-Band erhalten, die auf
434,500 MHz mit 2-MHz-Bandbreite Ende Mai ihren Testbetrieb aufnahm.
Der Sender war mit diversen Informationstafeln und Testbildern 24
Stunden am Tag in der Luft, um interessierten Funkamateuren den Aufbau
und Test ihrer Empfangsanlage zu ermöglichen.

In der Folge meldeten sich nach Angaben der Polizei im Zeitraum 31.05.
bis 05.06. mehrere Hundert Autobesitzer beim Polizeiabschnitt 24 in
Berlin-Charlottenburg, weil diese ihre Fahrzeuge mit den integrierten
Funksendern der Zentralverriegelung weder öffnen noch schließen konnten,
und das in einem Einzugsbereich von einigen Hundert Metern rund um
den Standort von DBØBC. In Unkenntnis der genauen Sachzusammenhänge sah
die Polizei die einzige Möglichkeit, Autoeinbrüche und -diebstähle zu
verhindern in der Abschaltung des Relais.

In eiligst durchgeführten Telefongesprächen mit der BNetzA wurde dem
SysOp Jörg versichert, gegen keinerlei Auflagen und Beschränkungen
verstoßen zu haben. Außerdem sicherte Jörg zu, das Relais auf der
Frequenz 434,500 MHz bis zur endgültigen Klärung der Situation nicht
weiter zu betreiben.

Am Dienstag nun gab es ein ausführliches Gespräch mit dem zuständigen
Sachbearbeiter der BNetzA in Mühlheim/Ruhr, in der nun Folgendes
vereinbart wurde:

- DBØBC stellt mit sofortiger Wirkung seinen Sendebetrieb auf der
Frequenz 434,500 MHz ein, um weitere polizeiliche Maßnahmen und sonstige
Aufregungen zu vermeiden,

- Jörg, DF3EI, als SysOp wird einen Änderungsantrag verfassen, in dem
ein Frequenzwechsel von DBØBC auf 436,000 MHz beantragt wird; bis dieser
abschließend bearbeitet und koordiniert ist, wird DBØBC einen vorläufig
genehmigten Testbetrieb auf  436,000 MHz durchführen, insbesondere um
auszuloten, inwieweit der Amateurfunkverkehr über Satelliten
beeinträchtigt werden könnte (da Jörg, DF3EI, selbst am Funkverkehr über
 Satelliten teilnimmt, sieht die BNetzA diese Aufgabe bei ihm in guten
 Händen).

Als Folge dieses Arrangements ist DBØBC mit seiner DVB-T-Ausgabe seit
Dienstagnachmittag auf 436,000 MHz wieder in der Luft.

Nun ist mit diesem Frequenzwechsel das Problem nicht automatisch aus der
Welt. Die auch bei teuren Karossen verbauten 433-MHz-Empfänger sind von
einfachster Machart und besitzen im Eingang keinerlei Selektivität,
sodass allein die Feldstärke  im Nahbereich von Aussendungen in der
Bandmitte des 70-cm-Bands zu Zustopfeffekten und damit zum
Nicht-Funktionieren dieser Schließanlagen führen kann. Zu dieser
Thematik gab es dann am Mittwoch ein Gespräch zwischen dem Leiter des
Polizeiabschnitts 24, der den Einsatz verantwortet hatte, und dem SysOp
des Relais, Jörg. In diesem Gespräch machte Jörg noch einmal deutlich,
dass Funkamateure im 70-cm-Band Primärnutzer sind, und die Nutzer sog.
Short-Range-Devices (SRD) Störungen durch Primär- und Sekundärnutzer
hinzunehmen haben. In diesem  Zusammenhang stellte Jörg der Polizei ein
entsprechendes Infoblatt der BNetzA zur Verfügung. Im Folgenden ist das
Gespräch noch einmal zusammengefasst:

1. Die Polizei bat um Verständnis, warum solch drastische Maßnahmen
eingeleitet worden waren. In Unkenntnis der genauen Sachlage ist die
Polizei erst einmal von einer versuchten Straftat ausgegangen, auch,
weil immer häufiger auf großen  Parkplätzen mit kleinen LPD-Funkgeräten
versucht wird, das Verschließen   von Kraftfahrzeugen zu verhindern
mit dem Zweck, diese ggf. auszurauben oder ganz zu stehlen.

2.	Die Polizei ist bereit, eine entsprechende Notiz zu verfassen, dass
 die Abschaltung des Relais durch technisch Unkundige durchgeführt wurde,
sodass ggf. Regressansprüche gegen das Land Berlin geltend gemacht
werden können; da kein Schaden  entstanden ist, wurde dies von Jörg
abgelehnt.

3. Die Polizei bedankt sich für das Info-Blatt der BNetzA; die Beamten
des Abschnitts 24 in Berlin-Charlottenburg werden davon eine Kopie
 erhalten. Ferner ist jeder Beamte in Zukunft angewiesen, beschwerde-
führenden Kraftfahrzeug-Besitzern eine Kopie dieser BNetzA-Info auszu-
händigen, mit dem Hinweis, sich selbst um  eine alternative
Sicherungsmöglichkeit ihres KFZ zu kümmern.

4. Die Polizei hat zugesichert, Daten über die Anzahl, den Zeitraum und
(so vorhanden) der Modelle der so beeinflussten Kraftfahrzeuge zur
Verfügung zu stellen, um ggf. unsere Argumentation gegenüber dem
Gesetzgeber mit belastbaren Fakten zu untermauern.

Was bedeutet dieser Vorfall nun für uns als Funkamateure?

Es ist mehr als deutlich geworden, dass die geltenden Gesetze nicht
ausreichen, um Kollisionen zwischen Funkanwendungen und Funkdiensten zu
verhindern, im Gegenteil, erst die Zulassung des 433-MHz-Bereichs für
solche Anwendungen hat absehbar zu diesen Kollisionen geführt. Bei der
Exekutive ist der Status der  Funkamateure weitestgehend unbekannt. So
legt allein das Teilwort "Amateur" bei der Polizei den Schluss nahe,
Amateurfunk sei eine Spielerei von "Spinnern", ähnlich dem CB-Funk,
ohne Prioritäten z. B. gegenüber der Lobby der Mittel- und Oberklasse-
Autobesitzern. Die Bundesnetzagentur möchte Konflikte verständlicher-
weise vermeiden und würde daher am liebsten Breitbandanwendungen ganz
aus dem 70-cm-Band verbannen.

Als Folge müssen wir wesentlich mehr Lobbyarbeit in der Politik aber
auch in der geneigten Öffentlichkeit betreiben, und z.B. den technisch
herausragenden und wissenschaftlich wertvollen Teil unseres Hobbys mehr
betonen. Auch sollten wir Funkamateure untereinander sorgfältiger
miteinander umgehen und vermeiden, unsere Konflikte über die
Schreibtische des BNetzA und anderer Stellen hinweg auszutragen, da
dies extrem Image schädigend wirkt!

Zum Abschluss

Trotz eines bitteren Beigeschmacks können wir letztlich über diese
Einigung sehr froh sein, erlaubt sie uns doch, in unserem 70-cm-Band
weitere interessante ATV-Versuche unternehmen zu dürfen. Nach Messungen
scheint die neue Frequenz 436 MHz  auch wesentlich geeigneter zu sein,
um störungsfreien ATV-Betrieb durchzuführen, als 434,500 MHz, wo die
ISM-Pegel wesentlich größer waren als das Nutzsignal von DBØBC.

Außerdem stellt das Gesprächsresultat mit der Polizei einen guten
Kompromiss dar. Mit den versprochenen Daten haben wir etwas bei unserer
Lobbyarbeit in der Hand und dazu noch von amtlicher Stelle erhoben.

Allseits guten Empfang wünscht Euch
Jörg, DF3EI, SysOp von DBØBC



"Schluss"-Meldung

Der Betreiber der Domain BB-Rundspruch.de Peter, DO1NIC, hat nach langer
Abstinenz vom Amateurfunk und dem Rundspruchgeschäft nunmehr den
Betrieb seiner Webseite www.bb-Rundspruch.de eingestellt.

Gleichzeitig distanziert er sich von den Aussendungen, die seit geraumer
Zeit außerhalb der Verantwortlichkeit der Distrikte, und damit dem
DARC e.V., durchgeführt wurden und werden.

Quelle: www.bb-rundspruch.de



Terminübersicht für die Woche vom 16. bis 21. Juni

OV-Abende:

Montag,	16.06.,

19:30 Uhr, D01:	"Split-Grill", Kaiserin-Augusta-Allee 46
                 in Charlottenburg

Dienstag, 17.06.,

16:00 Uhr, D20:	Am Berl 15 in Wartenberg zum Klub-Abend

19:00 Uhr, D08:	Jugendfreizeitheim Hessenring 47 in Tempelhof

Mittwoch, 18.06.,

18:00 Uhr, D15:	Jugendclub "Judith Auer", Otto-Marquard-Str. 8 in
                Lichtenberg
19:00 Uhr, D04:	Clubheim der Schützengilde Tegel, Buddestr. 1a in
                  Tegel
Donnerstag, 19.06.,

17:00 Uhr, Y22:	gegenüber der Agentur für Arbeit,
                Robert-Havemann-Straße in Frankfurt/Oder
Freitag, 20.06.,

18:00 Uhr, D21: FEZ Berlin, An der Wuhlheide 197 in
                Oberschöneweide
19:00 Uhr, D06:	Klubhaus Falkenhagener Feld, Westerwaldstr. 13 in
                Spandau
19:30 Uhr, D02:	"Pape's Gasthaus"; Sonnenallee 127 Ecke Innstraße
		 in Neukölln



Das waren die Meldungen für die Distrikte Berlin und Brandenburg.
Meldungen für diesen Rundspruch bitte an die Redaktion unter der
eMail-Adresse rundspruch-bb@darc.de oder per
Telefon (0 30) 40 39 71 72. Redaktionsschluss ist donnerstags um
20:00 Uhr.

Der aktuelle Rundspruch steht auch auf der Distrikts-Webseite
www.darc.de/d und das Rundspruch-Archiv findet man unter www.dl0bn.de.

73 vom Rundspruch-Redakteur Bernd, DC7XJ
..._._
RUNDSPRUCH FÜR DIE DISTRIKTE BERLIN UND BRANDENBURG
               NR. 24/14 VOM 14.06.2014


Dieser Rundspruch ist jeden Sonnabend ab 18:00 Uhr auf folgenden Relais
zu hören:

Auf DBØSP auf 145,600 und 439,425 MHz, auf DBØBLO auf 439,275 MHz sowie
auf dem D-Star Relais DBØDF auf 439,4625 MHz in Berlin; auf DBØZEH bei
Zehdenick auf der Frequenz 439,100 MHz und auf DBØLY in Lychen auf der
Frequenz 439,325 MHz.

Jeden Sonntag wird der Rundspruch ab 10:00 Uhr auf den zuvor genannten
Frequenzen wiederholt und zusätzlich auf dem Relais DBØFOD in
Frankfurt/Oder auf 439,000 MHz.


ÜBERSICHT:

-	Neuer APRS-Digipeater des OV Hohenschönhausen, D20
-	Aufregung um DBØBC
-	"Schluss"-Meldung
-	Terminübersicht


Neuer APRS-Digipeater des OV Hohenschönhausen, D20

Am 5. Juni wurde ein neuer APRS-Digipeater aufgebaut. Der Standort ist
dieses mal etwas weiter entfernt von Berlin, nämlich in der Nähe von
Eisenhüttenstadt bei DBØFFO. Nach den ersten Betriebsstunden kann man
feststellen, dass die Absicht, einen Lückenschluß zwischen Frankfurt/
Oder und dem Spreewald vorzunehmen, erreicht wurde.

Der SysOp Uli, DL8RO, dankt den mutigen OM Jan, DG6IBT, und Falk,
DM7OKH, für die Unterstützung bei der Antennenmontage am Fernmeldeturm
in 70 m Höhe. Der Dank der APRS-Gemeinde gilt auch dem Standortverant-
wortlichen Wolfgang, DL2BWL, der die Erweiterung bei DBØFFO genehmigen
ließ.

Bilder von dieser Aktion kann man bei www.aprs-berlin.de sehen.

Viel Spaß weiterhin mit APRS wünscht

Uli, DL8RO



Aufregung um DBØBC

Am Donnerstag letzter Woche, also am 05. Juni 2014, gegen 18:00 Uhr
klingelten an der Tür von Jörg, DF3EI, drei Polizeibeamte sowie zwei
Mitarbeiter der Bundesnetzagentur, die zu dem Zeitpunkt Rufbereitschaft
hatten. Sie betraten die Wohnung und nahmen das neue ATV-Relais DBØBC,
das an gleichem Standort betrieben wird, durch Ausschalten der
Sicherungsautomaten außer Betrieb.

Was war geschehen?

DBØBC hatte durch die BNetzA antragsgemäß neben anderen Frequenzen eine
Zuteilung für eine DVB-T-Ausgabe im 70-cm-Band erhalten, die auf
434,500 MHz mit 2-MHz-Bandbreite Ende Mai ihren Testbetrieb aufnahm.
Der Sender war mit diversen Informationstafeln und Testbildern 24
Stunden am Tag in der Luft, um interessierten Funkamateuren den Aufbau
und Test ihrer Empfangsanlage zu ermöglichen.

In der Folge meldeten sich nach Angaben der Polizei im Zeitraum 31.05.
bis 05.06. mehrere Hundert Autobesitzer beim Polizeiabschnitt 24 in
Berlin-Charlottenburg, weil diese ihre Fahrzeuge mit den integrierten
Funksendern der Zentralverriegelung weder öffnen noch schließen konnten,
und das in einem Einzugsbereich von einigen Hundert Metern rund um
den Standort von DBØBC. In Unkenntnis der genauen Sachzusammenhänge sah
die Polizei die einzige Möglichkeit, Autoeinbrüche und -diebstähle zu
verhindern in der Abschaltung des Relais.

In eiligst durchgeführten Telefongesprächen mit der BNetzA wurde dem
SysOp Jörg versichert, gegen keinerlei Auflagen und Beschränkungen
verstoßen zu haben. Außerdem sicherte Jörg zu, das Relais auf der
Frequenz 434,500 MHz bis zur endgültigen Klärung der Situation nicht
weiter zu betreiben.

Am Dienstag nun gab es ein ausführliches Gespräch mit dem zuständigen
Sachbearbeiter der BNetzA in Mühlheim/Ruhr, in der nun Folgendes
vereinbart wurde:

- DBØBC stellt mit sofortiger Wirkung seinen Sendebetrieb auf der
Frequenz 434,500 MHz ein, um weitere polizeiliche Maßnahmen und sonstige
Aufregungen zu vermeiden,

- Jörg, DF3EI, als SysOp wird einen Änderungsantrag verfassen, in dem
ein Frequenzwechsel von DBØBC auf 436,000 MHz beantragt wird; bis dieser
abschließend bearbeitet und koordiniert ist, wird DBØBC einen vorläufig
genehmigten Testbetrieb auf  436,000 MHz durchführen, insbesondere um
auszuloten, inwieweit der Amateurfunkverkehr über Satelliten
beeinträchtigt werden könnte (da Jörg, DF3EI, selbst am Funkverkehr über
 Satelliten teilnimmt, sieht die BNetzA diese Aufgabe bei ihm in guten
 Händen).

Als Folge dieses Arrangements ist DBØBC mit seiner DVB-T-Ausgabe seit
Dienstagnachmittag auf 436,000 MHz wieder in der Luft.

Nun ist mit diesem Frequenzwechsel das Problem nicht automatisch aus der
Welt. Die auch bei teuren Karossen verbauten 433-MHz-Empfänger sind von
einfachster Machart und besitzen im Eingang keinerlei Selektivität,
sodass allein die Feldstärke  im Nahbereich von Aussendungen in der
Bandmitte des 70-cm-Bands zu Zustopfeffekten und damit zum
Nicht-Funktionieren dieser Schließanlagen führen kann. Zu dieser
Thematik gab es dann am Mittwoch ein Gespräch zwischen dem Leiter des
Polizeiabschnitts 24, der den Einsatz verantwortet hatte, und dem SysOp
des Relais, Jörg. In diesem Gespräch machte Jörg noch einmal deutlich,
dass Funkamateure im 70-cm-Band Primärnutzer sind, und die Nutzer sog.
Short-Range-Devices (SRD) Störungen durch Primär- und Sekundärnutzer
hinzunehmen haben. In diesem  Zusammenhang stellte Jörg der Polizei ein
entsprechendes Infoblatt der BNetzA zur Verfügung. Im Folgenden ist das
Gespräch noch einmal zusammengefasst:

1. Die Polizei bat um Verständnis, warum solch drastische Maßnahmen
eingeleitet worden waren. In Unkenntnis der genauen Sachlage ist die
Polizei erst einmal von einer versuchten Straftat ausgegangen, auch,
weil immer häufiger auf großen  Parkplätzen mit kleinen LPD-Funkgeräten
versucht wird, das Verschließen   von Kraftfahrzeugen zu verhindern
mit dem Zweck, diese ggf. auszurauben oder ganz zu stehlen.

2.	Die Polizei ist bereit, eine entsprechende Notiz zu verfassen, dass
 die Abschaltung des Relais durch technisch Unkundige durchgeführt wurde,
sodass ggf. Regressansprüche gegen das Land Berlin geltend gemacht
werden können; da kein Schaden  entstanden ist, wurde dies von Jörg
abgelehnt.

3. Die Polizei bedankt sich für das Info-Blatt der BNetzA; die Beamten
des Abschnitts 24 in Berlin-Charlottenburg werden davon eine Kopie
 erhalten. Ferner ist jeder Beamte in Zukunft angewiesen, beschwerde-
führenden Kraftfahrzeug-Besitzern eine Kopie dieser BNetzA-Info auszu-
händigen, mit dem Hinweis, sich selbst um  eine alternative
Sicherungsmöglichkeit ihres KFZ zu kümmern.

4. Die Polizei hat zugesichert, Daten über die Anzahl, den Zeitraum und
(so vorhanden) der Modelle der so beeinflussten Kraftfahrzeuge zur
Verfügung zu stellen, um ggf. unsere Argumentation gegenüber dem
Gesetzgeber mit belastbaren Fakten zu untermauern.

Was bedeutet dieser Vorfall nun für uns als Funkamateure?

Es ist mehr als deutlich geworden, dass die geltenden Gesetze nicht
ausreichen, um Kollisionen zwischen Funkanwendungen und Funkdiensten zu
verhindern, im Gegenteil, erst die Zulassung des 433-MHz-Bereichs für
solche Anwendungen hat absehbar zu diesen Kollisionen geführt. Bei der
Exekutive ist der Status der  Funkamateure weitestgehend unbekannt. So
legt allein das Teilwort "Amateur" bei der Polizei den Schluss nahe,
Amateurfunk sei eine Spielerei von "Spinnern", ähnlich dem CB-Funk,
ohne Prioritäten z. B. gegenüber der Lobby der Mittel- und Oberklasse-
Autobesitzern. Die Bundesnetzagentur möchte Konflikte verständlicher-
weise vermeiden und würde daher am liebsten Breitbandanwendungen ganz
aus dem 70-cm-Band verbannen.

Als Folge müssen wir wesentlich mehr Lobbyarbeit in der Politik aber
auch in der geneigten Öffentlichkeit betreiben, und z.B. den technisch
herausragenden und wissenschaftlich wertvollen Teil unseres Hobbys mehr
betonen. Auch sollten wir Funkamateure untereinander sorgfältiger
miteinander umgehen und vermeiden, unsere Konflikte über die
Schreibtische des BNetzA und anderer Stellen hinweg auszutragen, da
dies extrem Image schädigend wirkt!

Zum Abschluss

Trotz eines bitteren Beigeschmacks können wir letztlich über diese
Einigung sehr froh sein, erlaubt sie uns doch, in unserem 70-cm-Band
weitere interessante ATV-Versuche unternehmen zu dürfen. Nach Messungen
scheint die neue Frequenz 436 MHz  auch wesentlich geeigneter zu sein,
um störungsfreien ATV-Betrieb durchzuführen, als 434,500 MHz, wo die
ISM-Pegel wesentlich größer waren als das Nutzsignal von DBØBC.

Außerdem stellt das Gesprächsresultat mit der Polizei einen guten
Kompromiss dar. Mit den versprochenen Daten haben wir etwas bei unserer
Lobbyarbeit in der Hand und dazu noch von amtlicher Stelle erhoben.

Allseits guten Empfang wünscht Euch
Jörg, DF3EI, SysOp von DBØBC



"Schluss"-Meldung

Der Betreiber der Domain BB-Rundspruch.de Peter, DO1NIC, hat nach langer
Abstinenz vom Amateurfunk und dem Rundspruchgeschäft nunmehr den
Betrieb seiner Webseite www.bb-Rundspruch.de eingestellt.

Gleichzeitig distanziert er sich von den Aussendungen, die seit geraumer
Zeit außerhalb der Verantwortlichkeit der Distrikte, und damit dem
DARC e.V., durchgeführt wurden und werden.

Quelle: www.bb-rundspruch.de



Terminübersicht für die Woche vom 16. bis 21. Juni

OV-Abende:

Montag,	16.06.,

19:30 Uhr, D01:	"Split-Grill", Kaiserin-Augusta-Allee 46
                 in Charlottenburg

Dienstag, 17.06.,

16:00 Uhr, D20:	Am Berl 15 in Wartenberg zum Klub-Abend

19:00 Uhr, D08:	Jugendfreizeitheim Hessenring 47 in Tempelhof

Mittwoch, 18.06.,

18:00 Uhr, D15:	Jugendclub "Judith Auer", Otto-Marquard-Str. 8 in
                Lichtenberg
19:00 Uhr, D04:	Clubheim der Schützengilde Tegel, Buddestr. 1a in
                  Tegel
Donnerstag, 19.06.,

17:00 Uhr, Y22:	gegenüber der Agentur für Arbeit,
                Robert-Havemann-Straße in Frankfurt/Oder
Freitag, 20.06.,

18:00 Uhr, D21: FEZ Berlin, An der Wuhlheide 197 in
                Oberschöneweide
19:00 Uhr, D06:	Klubhaus Falkenhagener Feld, Westerwaldstr. 13 in
                Spandau
19:30 Uhr, D02:	"Pape's Gasthaus"; Sonnenallee 127 Ecke Innstraße
		 in Neukölln



Das waren die Meldungen für die Distrikte Berlin und Brandenburg.
Meldungen für diesen Rundspruch bitte an die Redaktion unter der
eMail-Adresse rundspruch-bb@darc.de oder per
Telefon (0 30) 40 39 71 72. Redaktionsschluss ist donnerstags um
20:00 Uhr.

Der aktuelle Rundspruch steht auch auf der Distrikts-Webseite
www.darc.de/d und das Rundspruch-Archiv findet man unter www.dl0bn.de.

73 vom Rundspruch-Redakteur Bernd, DC7XJ
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