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DB0FHN

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DL5DI  > ANTENNEN 17.03.05 12:54l 106 Lines 5102 Bytes #999 (0) @ DL
BID : IDHSQK_DB0LJ
Read: DC5JQ OE1DMB DO3JB GUEST DL3RK DG5YM
Subj: Re: T2FD
Path: DB0FHN<DB0THA<DB0ERF<DB0FBB<DB0IUZ<DB0GOS<DB0EEO<DB0RES<DB0LJ
Sent: 050317/1049z @:DB0LJ.#RPL.DEU.EU [Mayen-KO,JO30QJ] DP6.00 $:IDHSQK_DB0LJ
Date: Thu, 17 Mar 2005 11:49:16 +0100
From: dl5di@db0lj.ampr.org
To:   antennen@dl.bbs
BID:  <200503171049.j2HAnUOf026085@db0lj.ampr.org>

X-Forwarded: db0lj.ampr.org, 17.03.2005 10:49 by rfc2dpbox (dl5di,20041101)

Andreas, Klaus,
dann will ich auch meinen Senf noch dazu geben:

Ich selbst mag Huehnerleitern und wo immer es geht setz ich die ein,
egal ob Dipol, Delta-Loop oder was man portabel so aufbauen kann. 
Ich hab noch eine ganze Trommel auf dem Dachboden fuer alle Faelle.
Nur geht das ja leider nicht immer, bei mir liegt z.B. der Garten, wo 
die Antenne haengt, diagonal gegenueber meinem Shack im Haus 
und die Kabel gehen durch den Keller und einen stillgelegten Kamin 
zum Dachgeschoss hoch. 
Da braucht man dann schonmal einen Balun und Koaxkabel.

Was die T2FD angeht ist das sicherlich eine Kompromissantenne, aber 
ich bin auch bei ihr gelandet und sehr zufrieden.
Ich bin seit mehr als 25 Jahren QRV, mehrfach umgezogen und habe 
immer irgendwo Kompromisse eingehen muessen. Angefangen hatte
ich mit einem Langdraht aus Cu-Lack, weil man den wegen Antennenverbot 
nicht sehen durfte. 
Dann kam woanders irgendwann eine FD4, um moeglichst viele Baender
mit einer Antenne abzudecken, daraus wurde eine FD3, weil der Platz 
kleiner wurde, dann eine W3, die mehrfach abgeknickt werden musste, 
weil das Grundstueck zu kurz war, eine Vertikale  (GAP-Titan) hab ich 
auch probiert bzw. laeuft heute noch am Pactor-Gateway DA5UDI, 
was ich betreibe.

Am liebsten wuerde ich eine Delta-Loop aufbauen, oder besser gleich 
mehrere ineinander, wie ich sie im Urlaub immer nutze, aber dazu fehlt 
leider zuhause der Platz und die XYL mag die im Garten auch nicht 
haben wollen.
Letztendlich bin ich vor etwa 3 Jahren bei einer T2FD gelandet.

So ein Ding haengt man sich ja sicherlich nicht als Alternative zu 
Full-Size-Monoband-Dipolen auf, sondern weil man mit moeglichst wenig 
Platz moeglichst viel erreichen will, als Multiband-/Breitbandantenne.
Die T2FD ist ausserdem wie andere abgeschlossene Antennen (Rhombus etc.)
fuer ihr LowNoise-Verhalten und ihre Breitbandigkeit bekannt und wird
vor allem kommerziell genutzt, haeufig als Empfangsantenne.

Rein mechanisch passt die T2FD hier ideal, die haengt wie es der 
"Erfinder" vorgesehen hatte und es der Namensteil "tilted" sagt, 
schraeg, ein Ende oben am Antennenmast auf dem Dach, ca 15m hoch, 
ein Ende unten im Garten an einem Rohr etwa 4m hoch. Genau dort 
ist auch der Garten zuende, es ginge keinen Meter laenger und auch 
nicht hoeher.
Nur so schraeg montiert hat sie nach Literatur Rundstrahlcharakteristik.

Das Ding spielt auf allen Baendern von 10-80m sehr gut, wobei ich fuer 
10-20m einen Beam auf dem Dach hab und die T2FD meist nur fuer 30/40/80
und eingeschraenkt fuer 160 benutze und mit einem Tuner etwas anpasse. 
Eingespeist wird die aus o.a. Gruenden ueber einen Ballun und Koaxkabel.

Einziger Wehrmutstropfen, mit der PA muss ich vorsichtig sein, sonst
raucht der Widerstand oder der Ballun ab, denn diese Version ist nur 
mit 250W angegeben. Die Erfahrung hab ich schon, eine FD4 musste schonmal
dran glauben. 
Ich hab die T2FD nicht selbst gebaut, weil es sehr schwer ist solch einen 
Widerstand zu bekommen und dann auch noch mechanisch stabil und wetterfest 
unterzubringen. Ausserdem liegen hier Bastelprojekte, die fuer Jahre 
reichen und ich wollte vorher schonmal wieder funken, hi.

Was die Baluns angeht kenne ich diese einseitige Verbindung, die Klaus 
anspricht nur von den Beam-Baluns, bei den ueblichen Ringkern-Baluns fuer 
Drahtantennen hatte ich das noch nie.

Bei HCDX im Internet wird fuer die T2FD wie beim Faltdipol ein 4:1-Balun 
angegeben (bei einem 390 Ohm Abschlusswiderstand). Dieser Balun ist 
etwas leichter zu bekommen. Laut HCDX resultiert der sich dann ergebende 
Fusspunktwiderstand von ca. 75 Ohm in einem SWR von 1:1,5 und ist 
akzeptabel. "With that said, a 75 Ohm (or a 37 Ohm) to 50 Ohm mismatch 
results in a 1.5: VSWR- nothing to worry about."
(http://www.hard-core-dx.com/nordicdx/antenna/wire/t2design.html).

Wenn Du Internet-Zugang hast und mit der englischen Sprache zurechtkommst
guck dort mal rein, es gibt dort Infos, Tips, Erfahrungsberichte, Quellen,
Vergleiche von "hardcore-dx-ern" und Infos von kommerziellen und 
militaerischen Anwendungen zu dieser Antenne (und auch vielen anderen).

Ansonsten hab ich T2FD-Baluns schon bei EBay gesehen.

...und ob ich nun bis zu 1/3 der Leistung sauber in einem Widerstand 
verbrate oder mir durch Falten, Knicken und Betrieb ausserhalb der schmalen
Resonanz anderer Antennen das unsauber uebers schlechte SWR und irre 
Abstrahlungs-Charakteristiken realisiere... ?
Wobei nach meinem Verstaendnis nicht grundsaetzlich 1/3 der Leistung in dem
Widerstand verbraten wird, sondern in Abhaengigkeit von der Anpassung/QRG
und dem Impedanzverhaeltnis Draht zu Widerstand.

Viel Erfolg bei der Suche und viel Spass beim Aufbau der Antenne !

73 de

Hans-Juergen, DL5DI

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