SAMS-FAQ Teil SOFTWARE Version Sysop (Stand: 06.05.07)

Fragen zur Software

Enthaltene Fragen:
- Wo bekomme ich die Firmware fuer die RPC-Karte und/oder die Software fuer 
  einen Master her?
- Wo und wie kann ich Firmwareversionen in die RPC-Karte laden?
- Welche Version der Firmware soll ich benutzen?
- Woran kann es liegen, dass ich keine Firmware in Bank 1 flashen kann?
- Woran kann es liegen, dass die RPC-Karte im Papagei-Modus nicht auf die
  Aussendungen des "Mastersenders" reagiert?
- Wie kann ich die Karte im Fehlerfall reseten?
- Wie kann ich die Uhrzeit senden, ohne Masteranbindung?
- Wie soll ich meine Zeitschlitze waehlen?
- Muss ich die User im POCSAGSERVER alle selber ein- und austragen?
- Welche Auswirkungen hat das Aktivieren des POCSAGLISTSERVER in der Mailbox?
- Welche Version ist bei der Mastersoftware gerade aktuell?
- Wo kann ich Fehlerbeschreibungen loswerden und Hilfe bei Problemen finden?
- Welche Versionen sind sonst aktuell?
===============
F: Wo bekomme ich die Firmware fuer die RPC-Karte und/oder die Software fuer 
   einen Master her?

A: Die Firmware wird ueber die Rubrik RPC verteilt. (Seit ueber 2 Jahren gibt es 
allerdings keine Updates mehr) Alternativ kann die Firmware auch bei den meisten 
Sysops angefordert werden.
Die Mastersoftware ist in diversen Fileservern der PR-Mailboxen (z. B. DB0WHV-8 
oder DB0PRT-8) und im Internet unter sourceforge.net/projects/ham-pager zu finden.
===============
F: Wo und wie kann ich Firmwareversionen in die RPC-Karte laden?

A: Die RPC-Karte kann drei verschiedene Firmwareversionen gleichzeitig auf-
nehmen. Davon sind zwei via Sysopbefehl per Fernwartung jederzeit leicht 
austauschbar.
Diese beiden Versionen liegen in der unteren bzw. oberen Haelfte des 
Flash-EPROMS.
Die dritte Version liegt im EPROM und ist nur durch Austausch bzw. Neu-
programmierung des EPROM austauschbar.
Zum Hochladen der Firmware dient der Befehl FLASH. Zur Syntax und zur 
Vorgehensweise, siehe Doku der Firmware oder Workaround von mir (DH1WNO)
===============
F: Welche Version der Firmware soll ich benutzen?

A: Derzeit ist die aktuellste stabile Version die 2.2.0pre32
Die vorherigen Versionen (2.2.0pre21, 2.2.0pre25 und 2.2.0pre26) sind nicht 
zu empfehlen, da sie einen Bug enthalten, der dazu fuehrt, dass der freie 
Speicher immer kleiner wird. Nach einer gewissen Zeit ist dann kein Connect 
der Karte mehr moeglich. Der Betrieb ebenfalls nicht mehr. Dann hilft nur 
noch ein Reset.
Noch aeltere Versionen verfuegen nicht ber alle Befehle und koennen daher
Probleme beim Einsatz mit der neuen Mastersoftware machen. 
===============
F: Woran kann es liegen, dass ich keine Firmware in Bank 1 flashen kann?

A: Das Flashen einer der beiden Flash-EPROM-Baenke ist nur dann problemlos
moeglich, wenn die Firmwareversion im EPROM aktiv ist.
===============
F: Woran kann es liegen, dass die RPC-Karte im Papagei-Modus nicht auf die
   Aussendungen des "Mastersenders" reagiert?

A: Sofern alle Einstellungen (ID-Codes, Speed, Trigger usw.) gemaess Doku 
richtig eingestellt sind, kann es daran liegen, dass die Phasenlage nicht 
stimmt.
Wenn Pager auf die Aussendungen des "Mastersenders" reagieren (dieser also
"richtig rum" arbeitet), dann muss die Empfangslage des Papageisenders ggf. 
mit "scc p rxinvert on" umgedreht werden.

===============
F: Wie kann ich die Karte im Fehlerfall reseten?

A: Ein Reset ist mit dem Sysopbefehl "RESET" moeglich. 
Bei Verwendung der Karte im RMNC resetet die Karte (sofern der Resetjumper
richtig gesetzt ist, was zu empfehlen ist) durch einen Reset des RMNC mit.
Dies ist vorteilhaft, wenn die Karte eventuell aufgrund eines Fehlers nicht
mehr ansprechbar ist.
Ansonsten laesst sich ein Reset auch mittels Spannungsabfall oder auch durch
externe Ansteuerung des Resetanschlusses ausloesen.
===============
F: Wie kann ich die Uhrzeit senden, ohne Masteranbindung?

A: Um die Uhrzeit zu senden (die der Skyper ja unbedingt braucht, da er vorher 
nichts "annimmt") ist am Prompt der RPC-Karte folgendes einzugeben:

p 1200 2504 2 HHMMSS   TTMMJJ

2504 ist die Broadcast-Adresse fuer die Uhrzeit, 2 bedeutet numerisch und dann 
kommt Uhrzeit und Datum. GANZ WICHTIG sind die 3 Leerzeichen, denn sonst gehts 
nicht.
Die Sekunden duerfen nicht hoeher als 29 sein. Sonst wird der Ruf vom Skyper
verworfen.
Sobald die Uhrzeit erscheint, sollte auch der restliche Empfang funktio-
nieren!
===============
F: Wie soll ich meine Zeitschlitze waehlen?

A: Fuer die Wahl der Zeitschlitzkonfiguration sind zwei Kriterien relevant:
 - die Lage des Senders
 - das angestrebte Verhaeltnis von Stromverbrauch zur Laufzeit der Rufe.
Zum ersten Kriterium:
Da beim SAMS alle Sender auf der gleichen Frequenz arbeiten, muss die
Entkopplung durch ein zeitversetztes Senden oder durch raeumliche Trennung
erfolgen. Das bedeutet, Sender, die nicht soweit voneinander entfernt liegen,
dass sich ihre Reichweiten nicht mehr ueberlappen, duerfen nur zu unter-
schiedlichen Zeiten senden.
Bei der Inbetriebnahme ist also zu ueberlegen, welche Sender reichweitenbedingt
mit dem eigenen Sender "kollidieren" koennen und mit diesen Sendern ist dann
die Aufteilung abzustimmen.
Das macht natuerlich nur dann Sinn, wenn diese Sender auch "syncron" laufen; 
also alle entweder vom gleichen Master "versorgt" werden oder alle "beteiligten"
Master DCF77-syncronisiert sind. Ansonsten senden die Sender ungleich und jede 
Syncronisation ist sowieso "fuer die Katz". Sprich, es gehen in den "Ueber-
lappungsgebieten" durch Ueberlagerungen ggf. Rufe verloren.
Der zweite Aspekt ist etwas schwerer zu erlaeutern. 
Das beim SAMS verwendete POCSAG-Protokoll wurde speziell fuer den Einsatz bei 
Pageranwendungen ausgelegt. Bei diesen Anwendungen kommen folgende Gegebenheiten
zusammen:
 - Pager ist immer Empfaenger
 - Sender sendet nicht staendig
 - Pager hat "begrenzte" und "teure" Stromversorgung; Sender "unbegrenzte" und 
   "billige" Stromversorgung
Aufgrund dieser Gegebenheiten wurde das Protokoll so definiert, dass der 
Pager/Empfaenger Strom sparen  kann, indem er seinen Empfaengerbaustein taktet." 
  "Erkauft" wird das natuerlich durch einen erhoehten Stromverbrauch des Senders, 
da dieser bestimmte Vorgaben einzuhalten hat, die dazu fuehren, dass er (mehr 
oder weniger viele) zusaetzliche Bits aussenden muss, was die Sendedauer 
verlaengert.
Vor jeder Aussendung muss der Sender eine (mindestens 0,48 Sekunden lange) 
Praemabel aussenden. Diese Praeambel enthaelt keine Daten und dient nur dazu dem
Pager die Aussendung anzukuendigen. Da die Praeambellaenge von der Laenge der 
eigentlichen Aussendung unabhaengig ist, fallen diese "Overheadbits" umso mehr 
ins Gewicht, je kuerzer die eigentliche Aussendung ist. Zudem ergeben sich 
natuerlich, auf den Tag gesehen, umso mehr "Overheadbits" je mehr Ausendungen 
(und damit Praeambeln) gesendet werden.
(Da die Pager bis zum Ende der Praeambel auch permanent auf Empfang bleiben mu,
steigt auch hier der Stromverbrauch an)
Waehrend der eigentlichen Aussendung muss der Sender die Informationen zu 
bestimmten Zeiten senden, da jeder Pager nur einen Teil davon empfaengt. Das 
fuehrt dazu, dass der Sender hier sogenannte "Fuellbits" einschieben muss, die 
wiederum keine Datenuebertragung, sondern nur eine Verlaengerung der Sendezeit 
bewirken.
Je hoeher die Anzahl der "unnuetzen" Bits innerhalb eines Zeitraums ist, 
desto mehr erhoeht sich der Stromverbrauch gegenueber dem unbedingt 
notwendigen.
Um die Abhaengigkeit zu verstehen, muss man den Ablauf innerhalb der Sender-
steuerung naeher betrachten.
Die Rufe kommen vom Master an und werden zunaechst in einer Warteschlange 
abgelegt. Zu bestimmten "Stichzeitpunken", die eine bestimmte Zeit vor dem 
Beginn jedes "offenen" Zeitslots liegen, wird die Warteschlange abgeprueft. 
Sind dort Rufe vorhanden wird die naechste Aussendung "zusammengebaut". Das 
heisst der Sender setzt solange Rufe in eine Aussendung um, bis entweder keine 
mehr da sind oder die maximale Laenge erreicht ist. Mit dem Beginn des Slots 
wird dann die Aussendung gestartet. Waehrend der Aussendung eintreffende Rufe 
koennen erst bei der naechsten Aussendung beruecksichtigt werden.
Sind nun z. B. alle Slots offen, dann koennen im 6,4 Sekunden Takt Aussendungen
enstehen. Diese enthalten dann oft nur einen Ruf (da eben innerhalb der 6,4 
Sekunden nur einer ankommt und dieser dann beim naechsten Slot rausgeht; das 
kann beim Abhoeren des Senders gut "beobachtet" werden). Die Praeambel ist dann
mitunter laenger, als die eigentliche Aussendung und es werden bis zu 16 
Praeambeln innerhalb eines 102,4 Sekunden Durchlaufs gesendet. Innerhalb der 
eigentlichen Aussendungen finden sich relativ viele "Fuellbits", da der Sender 
ja den einen Ruf (der vielleicht nur kurz ist) maechtig "aufblasen" muss.
Sind nur 2 Slots offen, dann sammelt der Sender in der bis zu 16 Slots langen 
Pause (14 gesperrte Slots und 2 Slots Aussendung) alle Rufe und hat dann zur 
Aussendung mehrere Rufe zur Verfuegung. Das bedeutet, er kann die 2 Slots lange
Aussendung schon mal entsprechend fuellen. Dies fuehrt nun dazu, dass die Bits 
der Praeambel anteilmaessig weniger ins Gewicht fallen, weniger Praeambeln 
anfallen um gleich viele Rufe zu senden und der "Fuellgrad" steigt. In vielen 
Faellen kann der Sender naemlich dann anstatt Fuellbits Rufe einfuegen. Dies 
fuehrt dazu, dass mit der gleichen Anzahl Bits viel mehr Rufe ausgesendet 
werden. Gerade bei persoenlichen Rufen ist es dadurch in vielen Faellen 
moeglich, einzelne Rufe in eine Aussendung mit "reinzupacken", ohne dass 
diese auch nur 1 Bit laenger wird.
Natuerlich muss diese Einsparung wiederum mit einer Erhoehung der Laufzeit 
"erkauft" werden, da die Rufe ja beim Sender laenger liegenbleiben. Hier ist 
also immer ein Kompromiss zu finden. Es empfiehlt sich aber (beim derzeitigen 
Datenaufkommen) auch bei geringer Senderdichte nicht mehr als 4 Slots zu 
oeffnen. Bei meinem Sender reichen diese (in zwei "Fenstern" angeordnet) locker 
aus, um die Rufe zu bewaeltigen und die Laufzeit wird nur recht gering verlaengert.
Zu beachten sind natuerlich auch die Auswirkungen der "Sendefensterlaenge" im 
Verhaeltnis zur Pause. Eine laengere Sendefensterlaenge fuehrt mitunter dazu, 
dass der Sender (bei wenig Rufaufkommen) mehrmals "ansetzt". Allerdings kann 
der Sender (wenn genuegend Rufe anstehen) auch laenger "durchziehen" und damit 
effektiver arbeiten.
Eine Laenge von mehr als 5 Slots fuehrt uebrigends immer zu 2 "Ansaetzen", weil 
die Sendelaenge (aufgrund technischer Gruende) auf maximal 30 Sekunden 
am Stueck begrenzt ist.  (5 Slots haben 32 Sekunden, aber die Sender nutzen 
das Fenster nur bis 2 Sekunden vor Schluss)
===============
F: Wie richte ich den Pocsaglistserver in der Mailbox ein?

A: Der Pocsaglistserver ist ab BCM-Version 1.44 verfuegbar. 
Die Funktion und Einrichtung ist im Hilfetext der BCM ausfuehrlich beschrieben.
Einfach Hilfetext der Befehle "POCSAGLISTSERVER" und "POCSAGSERVER" aufrufen
und Anweisungen folgen.
===============
F: Muss ich die User im POCSAGSERVER alle selber ein- und austragen?

A: Nein, der Sysop muss nur die Master ein- und austragen.
Die User koennen sich dann auch selber  in die Listen Ein- und Austragen.
Der Sysop kann das natuerlich auch machen, aber warum soll man die User nicht 
auch mal "arbeiten" lassen. HI
===============
F: Brauche ich den m_filter, damit der POCSAGSERVER in meiner Box funktioniert?

A: Der m_filter ist nur bei Mailboxen erforderlich, die auf Masterrechnern
laufen. 
Zum Ablauf in anderen Boxen, siehe Teil LOGISTIK USER, Frage "Wie funktio-
niert der Ruf via POCSAGSERVER?"
===============
F: Welche Auswirkungen hat das Aktivieren des POCSAGLISTSERVER in der Mailbox?

A: Die Box wird etwas langsamer, wenn sie Forward macht, weil die entsprechenden 
Routinen jede Mail ueberpruefen muessen. 
Diese "Verlangsamung" ist allerdings bei einer herkoemmlichen CPU quasi nicht 
zu bemerken, da sie minimal ist. Prinziptiell ist sie nicht groesser, als durch
andere Systemprozesse 
Fuer die Speicherung der Listen wird noch ein wenig Speicherplatz auf der HDD 
benoetigt. Dies ist aber (im Himblick auf die riesigen Datenmengen, die an 
Mails und Systemdaten anfallen) ebenfalls vernachlaessigbar.
Durch die Benachrichtigungsmails faellt ein wenig mehr an S&F-Volumen an. Aber 
auch dies sollte wohl bei den meisten Mailboxen nicht wesentlich ins Gewicht fallen.
===============
F: Welche Version ist bei der Mastersoftware gerade aktuell?

A: Es sind diverse Versionen im Netz im Einsatz. Diese sind mehr oder weniger stabil.
Im Zweifelsfall bei den Entwicklern (DH4DAI und DH6BB) oder bei anderen Mastersysops 
nachfragen. Die Entwicklung geht recht schnell. Bitte Ankuendigungen in FUNKRUF beachten.
===============
F: Wo kann ich Fehlerbeschreibungen loswerden und Hilfe bei Problemen finden?

Hierzu gibt es eine Mailliste (FRMASTER). Anmeldungen bei Holger, DH4DAI, oder Jens, DH6BB.

===============

F: Welche Versionen sind sonst aktuell?

A: m_filter 0.25
Anmerkung: Fr die neueren Boxversionen ist eine aktuellere Version notwendig, die an 
das neue Ausgabeformat angepasst ist. Die alte Version greift hier nicht mehr.
===============
Aenderungen, (Tipp)fehlermeldungen und Anregungen an DH1WNO
