SAMS-FAQ Teil HARDWARE Version Sysop (Stand: 31.01.06)

Fragen zur Hardware (Geraete, Anlagen)

Enthaltene Fragen:
- Wo bekomme ich die RPC-Karte her?
- An welche Systeme kann ich die RPC-Karte anschliessen?
- Brauche ich zur Verbindung von RPC-Karte und KISS-Karte eine normales Kabel
  oder ein Nullmodemkabel?
- Woran kann es liegen, dass die RPC-Karte im "Urzustand" nicht bootet?
- Welche TX koennen Verwendung finden bzw. was muss der TX fuer Eigenschaften
  haben?
- Wie kann der TX angesteuert werden?
- Welche Fehler sind bekannt, die dazu fuehren, dass die Pager das Signal nicht
  dekodieren?


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F: Wo bekomme ich die RPC-Karte her?

A: die Funkrufkarte RPC (Radio Paging Controller) wird aktuell vertrieben von

Anke Daude electronic
Gewerbepark 5
52388 Noervenich
Tel. 02426 / 4818
Fax: 02426 / 4853

Ansprechpartner ist Dithmar DF7KF - im WWW ist die Seite www.ade-vertrieb.de
verfuegbar und Dithmar ist auch per eMail unter DD@ade-vertrieb.de zu er-
reichen.

Preis ist EUR 61,- (incl. MwSt.) und Porto betraegt EUR 3,40

Habe da selbst Anfang Februar 2 Bausaetze bestellt - es wird die Platine in
gewohnter Qualitaet (Loetstoplack, Durchkontaktierung, Bestueckungsdruck) mit
allen benoetigten Bauteilen und programmiertem EPROM und GAL geliefert.
(Info von DK7TD zur Verfuegung gestellt)

Anmerkung: Diese Bezugsquelle ist, laut Aussagen einiger Nutzer, derzeit
angeblich nicht verfuegbar. An einer Alternative wird gearbeitet. Die neue Quelle
wird ggf. eine Alternative offerieren, die aber zur bisherigen RPC-Karte
kompatibel ist.

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F: An welche Systeme kann ich die RPC-Karte anschliessen?

A: Die RPC-Karte kann an alle Systeme angeschlossen werden, die eine KISS-
Schnittstelle mit 19k2 zur Verfuegung stellen knnen.
Dies sind alle gaengigen Digisysteme und alle gaengigen rechnerbasierenden 
Systeme. Ein TNC ist grundsaetzlich auch geeignet, aber eigentlich keine 
sinnvolle Loesung.
Fuer den RMNC hat die Karte einen speziellen Anschluss, der aber (aus bisher
noch nicht geklaerten Gruenden) nur von DL4MFO zum funktionieren gebracht werden
konnte. Hier kann aber ebenfalls die serielle Schnittstelle in Verbindung mit
einer KISS-Karte verwendet werden.
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F: Brauche ich zur Verbindung von RPC-Karte und KISS-Karte ein normales Kabel
oder ein Nullmodem-Kabel?

A: Da sowohl die Schnittstelle der KISS-Karte, als auch die Schnittstelle der
RPC-Karte, fuer den Anschluss an eine Rechnerschnittstelle ausgelegt ist, 
braucht man ein Nullmodemkabel. Es genuegt wenn die Adern RXD, TXD und GND 
beschaltet sind. Alle anderen Adern werden nicht benutzt.
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F: Woran kann es liegen, dass die RPC-Karte im "Urzustand" nicht bootet?

A: Bei einigen RPC-Karten wurden Fehler in der Verdrahtung bzw. der Bestueckung 
festgestellt. Hier der Bericht eines betroffenen OM:
Ich habe eine "1.0 beta 1999", bei der sind die LEDs falsch verdrahtet,
dann blinkt nichts. Wenn die "ACT"-LED zu Pin 1 geht (wie im
Schaltplan(!)) dann hast du eine alte Version der Platine. Ein Problem ist das
nicht unbedingt, die serielle Schnittsstelle sollte trotzdem gehn.
Bei mit war der Fehler am Ende dass das EEPROM auf der Platine noch ein
24C02 war, whrend die neue Software-Version ein 24C16 braucht. Beim zu
kleinen EEPROM hat die CPU im Sekundentakt einen Reset ausgelst. Schau
mit dem Oszi (falls vorhanden) den Reset-Pin an, ich hatte einen 300us
high-Impuls etwa alle Sekunde. Ein neues EEPROM hat das Problem beseitigt.

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F: Welche TX koennen Verwendung finden bzw. was muss der TX fuer Eigenschaften
  haben?

A:
grundsaetzlich sollte ein FSK-faehiger Sender (9k6 Packet) genuegen, um den
Einstieg zu machen. Die Modulation ist zwar etwas kritischer, was den Ein-
satz von PLL-Geraeten angeht, aber fuer erste Tests sollte es funktionieren.
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F: Wie kann der TX angesteuert werden?

A:
Als Software kann man beispielsweise das Programm POC32 von Deti Fliegl zu
Testzwecken verwenden. Das sollte beispielsweise im Internet zu haben sein.
Es gibt da auch reine DOS-Programme - mit denen habe ich meinen ersten Test-
betrieb gemacht: PE.EXE - zu finden auf den Internetseiten von Oliver Durm
DL3SDW (www.durm.org, wenn ich nicht irre - oder sonst einfach mal auf den
Seiten von P60: www.darc-ovp06.de  unter "Packet/Pager" nachsehen - da gibts
irgendwo einen Link, wo man eben diese Prograemmchen runterladen kann).
An den seriellen Port kommt dann einfach ein Spannungsteiler, und fertig ist
die Laube. Man kann mit den Prograemmchen aber nur sehr kurze Funkrufe senden,
also nur zu Testzwecken geeignet.

Wenn es dann wirklich zur Sache gehen soll, empfiehlt es sich, einen
"richtigen" Controller zu verwenden - es bietet sich die RPC (Radio Paging
Controller)-Karte an. Infos dazu gibts bei www.adacom.org - da findest Du die
genaue Beschreibung.
(Info von Didi, DK7TD)

Eine Alternative zur RPC-Karte wird derzeit entwickelt.

Der Registrierungscode fuer POC32 (ohne den luft das Programm nur kurzzeitig
und kann nicht senden) kann u. a. von DH1WNO bezogen werden. (Natrlich kostenlos
und vllig legal)
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F: Welche Fehler sind bekannt, die dazu fuehren, dass die Pager das Signal nicht
   dekodieren?

A:
1. Es kann sein, dass ein Skyper Aussendungen nicht erkennt, obwohl offensicht-
   lich alles ok zu sein scheint. Dann ist moeglicherweise der Abstand zum
   Sender zu klein. Wir hatten kleinste Leistung und einen Dummy drauf, aber
   der Skyper hat erst empfangen, wenn wir im naechsten (Keller-)Raum waren.
   Direkt neben dem Sender ging nix ...
2. Wenn dann immer noch nichts geht, mal nachsehen, ob das Signal nicht u.U.
   invertiert ist. Stefan DL4SEJ von den Herrenbergern (DB0HER) hatte das
   Datensignal der RPC-Karte und das decodierte Signal des Skyper nebenein-
   ander auf dem Speicher-Oszilloskop dargestellt, um der Ursache von Punkt 1
   auf die Spur zu kommen. Dabei fiel ihm auf, dass zum einen das decodierte
   Signal die invertierte Polaritaet hatte (er hat das mit der txinvert-
   Funktion der RPC-Karte "behoben", was aber ein Denkfehler war, denn die
   invertierte Darstellung auf dem Scope war ok). Ausserdem fiel ihm auf,
   dass der Skyper teilweise schon in der Mitte oder nach 2/3 der Aussendung
   des Compact9000 den Empfang einstellte und wieder in Standby-Modus ging.
   Auch dies ist korrekt, denn es wird immer eine festgelegte Anzahl von
   Datenframes (16 glaub ich) im POCSAG-Protokoll verlangt. Wenn der Funkruf
   kuerzer ist, wird mit Leerframes aufgefuellt. Diese erkennt der Skyper
   und stellt den Empfang vorzeitig ein -> also kein Fehler ...
(Info von Didi, DK7TD)

Es kann auch sein, dass die untere Grenzfrequenz der Kopplung zwischen Karte und 
TX zu hoch liegt. Dadurch werden die unteren Frequenzbereiche des Sendesignal
abgeschnitten, was teilweise zu Datenverlust fuehrt. Durch die nicht mehr 
passende Datenstruktur erkennt der Pager auf Datenfehler und verwirft die 
Aussendung.
Zur Erlaeuterung: Beim POCSAG-Protokoll wird kein Scrambler verwendet, wie er
bei FSK-PR Anwendung findet. Dadurch kann es vorkommen, dass im Sendedatenstrom
mehrere gleichwertige Bits hintereinander auftreten. Das Modulationssignal
bleibt daher fuer mehr oder weniger lange Zeit auf dem gleichen Pegel. Eine zu
kleine Koppelkapazitaet sperrt dann und das Sendesignal passt nicht mehr.
Abhilfe: Koppelkapazitaet vergroessern bzw. auf der RPC-Karte Jumper 11 setzen.
(Dieser brueckt den eingebauten Kondensator im Modulationssignalweg.)
Dieses Problem trat bei uns in DB0DON auf, und trieb uns zwei Tage zum
Wahnsinn, weil es manchmal ging und manchmal wieder nicht.

Ebenso kann es sein, dass die Phasenlage nicht stimmt. Diese wird mit dem
Befehl "scc txinvert" eingestellt. Stimmt der dort eingestellte Modus nicht,
dann liest der Pager das Signal nicht, weil er 0 und 1 vertauscht empfaengt und
das Startwort nicht mehr stimmt. 
Dieses Problem kann auch beim Updaten auftreten, weil die Parameter dabei teil-
weise verloren gehen. (z. B. beim Update von pre2 auf pre27; hier veraendert 
sich durch die dazukommenden Parameter fuer die Papageifunktionen das abge-
speicherte Parameterformat)
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Aenderungen, (Tipp)fehlermeldungen und Anregungen an DH1WNO

